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    Erste Schritte ins Quartier: Experimentelle Ansätze der Klimaberatung in sozial benachteiligten Stadtgebieten im Projekt „foot:print“ : Befunde der sozialwissenschaftlichen Begleitstudie zum Projekt „foot:print – 100 CO2 Fußabdrücke für ein Quartier im Bremer Westen“ der Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens.
    Mit dem Projekt „foot:print – 100 CO2-Fußabdrücke für ein Quartier im Bremer Westen“ hat die Bremer Klimaschutzagentur energiekonsens den Versuch unternommen, die Themen Energieeinsparung und Klimaschutz gezielt und gebündelt in Bremer Stadtteilen zu kommunizieren, die aufgrund ihrer Sozialstruktur als benachteiligt gelten und Gegenstand verschiedener Ansätze der Integrierten Stadtentwicklung in Bremen sind.
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      12  15
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    Die praktische Implementation der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie auf kommunaler Ebene : eine qualitative Einzelfallstudie am Beispiel des Landkreises Osterholz
    Das Ziel dieser Arbeit ist die Beantwortung der Frage, welche Einflüsse die veränderten strukturellen Rahmenbedingungen auf die praktische Implementation der FFH-Richtlinie auf kommunaler Ebene besitzen.
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      11  11
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    Zeitwohlstand durch Arbeitszeitverkürzung – Impulse für den sozial-ökologischen Umbau
    Der Beitrag stellt den Zusammenhang zwischen Arbeit und Nachhaltigkeit in das Zentrum der Betrachtung. Er zeigt, dass eine nachhaltige Wirtschaftsordnung einen anderen Arbeitsbegriff beinhalten muss sowie einen anderen Wohlstandsbegriff. Dies bedeutet, dass nicht mehr die Erwerbsarbeit im Zentrum des Blickes der Gesellschaft und des Individuums steht, sondern das Ganze der Arbeit, das auch die Sorgearbeit, die Eigenarbeit und die gesellschaftliche Teilhabe einschließt. Dies geht mit einer radikalen Kürzung der Erwerbsarbeitszeit einher. Dieser Perspektivwechsel wird weitreichende individuelle und gesellschaftliche Veränderungsprozesse initiieren. Arbeitszeitverkürzung wird damit zu einer wesentlichen Stellschraube des sozial- ökologischen Umbaus. Neue Allianzen zwischen Gewerkschaften und zivilgesellschaftlichen Akteuren könnten dem Thema zu gesellschaftspolitischer Relevanz verhelfen.
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    Defizite der Gesetzgebung der Europäischen Union im Politikfeld „Elektro- und Elektronikaltgeräte“ in Bezug auf die Problematik des Elektroabfalls in Entwicklungsländern
    Die europäische Gesetzgebung im Politikfeld „Elektro- und Elektronikaltgeräte“ setzt sich aus den WEEE und RoHS Richtlinien sowie der VVA zusammen. Diese gesetzlichen Regelungen verbieten den Export von Elektroabfall in Entwicklungsländer und fördern die Abfallvermeidung sowie die umweltverträgliche Produktkonzeption von Elektrogeräten. Trotz dieser umfassenden Gesetzgebung landen jedes Jahr bedeutende Mengen von europäischem Elektroabfall auf illegalen Deponien in Slumgebieten afrikanischer und asiatischer Entwicklungsländer und gefährden dort die natürliche Umwelt und menschliche Gesundheit. Aus diesem Grund wurde in der vorliegenden Arbeit eine Politikfeldanalyse durchgeführt, die die Defizite der Gesetzgebung der EU in Bezug auf die Problematik des Elektroabfalls in Entwicklungsländern untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass der illegale Export nicht verhindert werden kann, da die europäischen Bestimmungen bzgl. der Sammlung des Elektroabfalls sowie der Hafenkontrollen unzureichend sind. Außerdem ermöglichen die Ausnahmen des Exportverbotes die legale Verbringung großer Mengen von Elektroabfall. Die Richtlinien setzen den Herstellern zudem keinerlei Anreize für eine umweltverträgliche Produktkonzeption. Dies liegt vor allem in der kollektiven Herstellerverantwortung sowie in den niedrigen Entsorgungsgebühren für Elektroabfall begründet. Schließlich wurde untersucht, welche Akteure und andere Faktoren die Aushandlung der Gesetzgebung beeinflusst haben. Die Arbeit belegt, dass diverse ökologische, soziale, ökonomische, rechtliche und politische Faktoren im Kontext der Verhandlungen der Gesetzgebung gestanden haben. Neben den europäischen Gesetzgebungsorganen und den Mitgliedsstaaten haben Akteure der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft den Aushandlungsprozess aktiv mitgestaltet. Besonders den Elektronikherstellern, dem Elektronikhandel sowie den Post-Konsum Industrien kam eine wichtige Rolle zu. Viel Diskussionsbedarf bestand zwischen den Akteuren besonders bei den Punkten, die im Rahmen der Arbeit als Defizite der Gesetzgebung identifiziert wurden.
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      9  10
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    Bürgerschaftliche Nahwärme und die Bremer Wärmepolitik : Analyse der Rahmenbedingungen der Wärmewende und Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Bremer Wärmepolitik : Arbeitspapier zu den Arbeitspaketen 5 und 7 des Forschungsprojektes „Urbane Anergienetze als Instrument der Wärmewende in Bremen" (Hochschule Bremen und energiekonsens GmbH), gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
    Das Arbeitspapier untersucht die Rolle bürgerschaftlich getragener Nahwärmeprojekte für die Bremer Wärmewende. Ausgangspunkt ist eine strategische Lücke in dicht bebauten Stadtquartieren, in denen weder klassische Fernwärme noch gebäudebezogene Wärmepumpen ohne Weiteres umsetzbar sind. Für diese sogenannten Prüfgebiete bzw. „grauen Zonen“ werden kalte Nahwärmenetze auf Basis oberflächennaher Geothermie als mögliche Ergänzung der kommunalen Wärmeversorgung betrachtet. Die Studie ordnet die Bremer Wärmepolitik in die übergeordneten Herausforderungen der Wärmewende im Mehrebenensystem ein und analysiert zentrale Handlungsfelder wie Gebäudesanierung, Wärmenetzausbau, kommunale Wärmeplanung, Gasnetztransformation und soziale Gerechtigkeit. Methodisch basiert das Arbeitspapier auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse sowie auf qualitativen Interviews mit Schlüsselakteuren der Bremer Wärmeversorgung und Expert:innen der Wärmewende. Zentraler Befund ist, dass Bremen mit seiner Klimaschutzstrategie und Wärmeplanung wichtige Grundlagen für eine transformationsorientierte Wärmepolitik gelegt hat, die Umsetzung jedoch in mehreren Bereichen hinter den klimapolitischen Anforderungen zurückbleibt. Besonders herausfordernd bleiben der flächendeckende Ausbau klimaneutraler Wärmenetze, die Sanierung des Gebäudebestands, die Wärmeversorgung in Quartiere jenseits klassischer Fernwärme- und Einzelgebäudelösungen sowie die schrittweise Beendigung der fossilen Gasversorgung. Bürgerschaftliche Nahwärmeprojekte wie ErdwärmeDich e.G. werden als realistische und gemeinwohlorientierte Ergänzung zur Bremer Wärmewende bewertet, insbesondere für Prüfgebiete ind dicht bebauten Bestandsquartieren. Zugleich zeigt sich, dass solche Initiativen ohne kommunale Unterstützung, verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen, Zugang zu Finanzierung, professionelle Betriebsstrukturen und eine Einbindung in die kommunale Wärmeversorgungsstrategie nur begrenzt skalierbar sind. Das Arbeitspapier empfiehlt daher, bürgerschaftliche Anergie- und Nahwärmeprojekte gezielt durch kommunale Koordination, Förderinstrumente, Ankerkunden und gegebenenfalls eine öffentliche Wärmegesellschaft zu unterstützen.
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    Das Framing der Klimakrise durch die CDU/CSU zur Wahl des Deutschen Bundestages 2017 und 2021 im Vergleich
    Seit 2019 wird die Klimapolitik in der BRD zunehmend als wichtiges Politikfeld anerkannt, nicht zuletzt aufgrund des Aufkommens der Jugendbewegung Fridays for Future. Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit und aus welchen Gründen die Bundesparteien CDU und CSU diesen Wandel ebenfalls vollzogen haben. Die Untersuchung basiert auf einer qualitativen Inhaltsanalyse der Bundestagswahlprogramme der Union aus den Jahren 2017 und 2021. Mittels einer deduktiven Kodierung anhand der vier Elemente eines Frames von Robert Entman wird das Framing der Parteien in Bezug auf die Klimakrise identifiziert. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Veränderungen zwischen den beiden Wahlperioden und korrespondierenden Gründen für ebendiesen Wandel.
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      22  26
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    Wege in eine nachhaltige Zukunft? : eine Untersuchung zur Gestaltung einer Umsetzungsstrategie der UN-Entwicklungsziele in Bremen
    Die Agenda 2030, die im September 2015 von den Vereinten Nationen (im Folgenden UN) und ihren Mitgliedsstaaten in New York verabschiedet wurde, stellt einen „Meilenstein“ (BMZ, o.J.) für die Transformation zu einer nachhaltig entwickelten Zukunft dar.
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      32  8
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    Points of Conflict between the climate regime complex and Rio 20s Green Economy
    (Hochschule Bremen, 2014)
    This paper assesses the possibilities of interactions between the existing regime complex of climate change and a currently forming international green economy regime. Based on the theoretical background of regime complex theory the development and current structure of the regime complex of climate change is described. Furthermore it is proposed that following the United Nations Conference on Sustainable Development (UNCSD) in 2012 an international regime on green economy started to form, which is described as well as the theoretical background of ecological modernization it is built upon. Finally, possibilities of synergies and conflict between the existing regime complex of climate change and the development of green economy regime are described. It is concluded that the way green economy was formulated at UNCSD is too vague to be a solid base for solving the climate crisis as it opens the door for effective policies as well as â greenwashingâ . Therefore, much will depend on an ambitious implementation and inclusion of green economy policies at the national level.
    Bericht
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    Zum Status der Bremer Wärmepolitik - zentrale Befunde und Handlungserfordernisse : eine Stellungnahme zur Bremer Klimapolitik im Bereich Gebäude & Wärmeversorgung nach der Veröffentlichung der kommunalen Wärmeplanung
    Die Bremer Wärmepolitik orientiert sich grundsätzlich konsequent an den Transformationszielen der Klimaschutzstrategie 2030.. Allerdings ist die Umsetzung der Wärmewende in allen Teilbereichen nicht ausreichend - das Ziel der Klimaneutralität 2038 wird deshalb auch im Wärmebereich nicht erreicht werden. Ein wichtiger Erfolg ist jedoch, dass sich wichtige Schlüsselakteure wie Wärmeversorger und städtische Gesellschaften strategisch auf die Klimatransformation einstellen. Die Bremer Klimapolitik ist massiv von der Politik der Bundesebene abhängig. Wichtige Herausforderungen in Bremen sind: • Die Fernwärmeanbieter gehen auch in den Wärmenetzausbaugebieten nicht von einer flächenhaften Versorgung aller Gebäude aus und in vielen grundsätzlich geeigneten Prüfgebieten bewerten sie den Netzausbau als nicht rentabel.Für kleinere Wohngebäude in diesen Gebieten ist damit in vielen Fällen weiterhin offen, wie eine klimaneutrale Wärmeversorgung erreicht werden kann. Gleichzeitig sind die Annahmen für den Einsatz von Wärmepumpen in der Wärmeplanung mit Blick auf Schall und Platzverhältnisse sehr pauschal und können für einen Teil der Gebäude unrealistisch sein. Bremen sollte deshalb die Bildung einer kommunalen Wärmegesellschaft prüfen. • Eine wesentliche klima- wie sozialpolitische Herausforderung stellen die Worst-Performing Buildings dar, deren Anzahl, Verteilung, Eigentümer- und Bewohnerstruktur in den Grundlagen der Bremer Wärmeplanung nur bedingt erkennbar sind. • Die Bremer Wärmepolitik steht vor der Herausforderung, in Abstimmung mit den Versorgungsunternehmen unter den Bedingungen der neuen Gesetzgebung (vor allem dem Gebäudemodernisierungsgesetz) schnell eine Strategie für eine verantwortungsvolle schrittweise Stilllegung des Gasnetzes in allen Gebieten mit eindeutigen zukunftsfähigen Wärmeversorgungsoptionen zu entwickeln und klar zu kommunizieren, um die negativen Folgen der Bundesgesetzgebung für den lokalen Klimaschutz zu begrenzen. • Das bürgerschaftlich initiierte Projekt genossenschaftlicher Wärmeversorgung auf Basis oberflächennaher Erdwärme von ErdwärmeDich e.G. ist grundsätzlich realistisch. Das von der Stadt in der Wärmeplanung berücksichtigte und durch ein Förderprogramm für Pilotprojekte unterstütze Konzept kann ein Element sein, um für Gebäude in dichter bebauten Quartieren erneuerbare Wärmeversorgungslösungen anzubieten, wenn die Kosten sich tatsächlich als wirtschaftlich erweisen. Erforderlich ist jedoch auch eine konsequentere Förderung durch die Bündelung von Zuständigkeiten und weitere Formen der Unterstützung. • Unsere Bürgerbefragung zeigt: viele Bremer Hausbesitzer:innen kennen die Aussagen der Wärmeplanung für ihr Gebäude nicht und sind sich über die Eignung neuer Formen der Wärmeversorgung sehr unsicher. Gleichzeitig wird von vielen die Notwendigkeit des Klimaschutzes gesehen. Hier zeigt sich ein deutlicher Bedarf für eine zielgruppengerechte Kommunikation und Beratung, die die Aussagen der Wärmeplanung bis auf die Quartiers- und Gebäudeebene verständlich vermittelt.
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