Bürgerschaftliche Nahwärme und die Bremer Wärmepolitik : Analyse der Rahmenbedingungen der Wärmewende und Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Bremer Wärmepolitik : Arbeitspapier zu den Arbeitspaketen 5 und 7 des Forschungsprojektes „Urbane Anergienetze als Instrument der Wärmewende in Bremen" (Hochschule Bremen und energiekonsens GmbH), gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)
Veröffentlichungsdatum
2026-03
Projekte
Urbane Anergienetze als Instrument der Wärmewende in Bremen
Förderungen
Deutsche Bundesstiftung Umwelt
Zusammenfassung
Das Arbeitspapier untersucht die Rolle bürgerschaftlich getragener Nahwärmeprojekte für die Bremer Wärmewende. Ausgangspunkt ist eine strategische Lücke in dicht bebauten Stadtquartieren, in denen weder klassische Fernwärme noch gebäudebezogene Wärmepumpen ohne Weiteres umsetzbar sind. Für diese sogenannten Prüfgebiete bzw. „grauen Zonen“ werden kalte Nahwärmenetze auf Basis oberflächennaher Geothermie als mögliche Ergänzung der kommunalen Wärmeversorgung betrachtet.
Die Studie ordnet die Bremer Wärmepolitik in die übergeordneten Herausforderungen der Wärmewende im Mehrebenensystem ein und analysiert zentrale Handlungsfelder wie Gebäudesanierung, Wärmenetzausbau, kommunale Wärmeplanung, Gasnetztransformation und soziale Gerechtigkeit. Methodisch basiert das Arbeitspapier auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse sowie auf qualitativen Interviews mit Schlüsselakteuren der Bremer Wärmeversorgung und Expert:innen der Wärmewende. Zentraler Befund ist, dass Bremen mit seiner Klimaschutzstrategie und Wärmeplanung wichtige Grundlagen für eine transformationsorientierte Wärmepolitik gelegt hat, die Umsetzung jedoch in mehreren Bereichen hinter den klimapolitischen Anforderungen zurückbleibt. Besonders herausfordernd bleiben der flächendeckende Ausbau klimaneutraler Wärmenetze, die Sanierung des Gebäudebestands, die Wärmeversorgung in Quartiere jenseits klassischer Fernwärme- und Einzelgebäudelösungen sowie die schrittweise Beendigung der fossilen Gasversorgung.
Bürgerschaftliche Nahwärmeprojekte wie ErdwärmeDich e.G. werden als realistische und gemeinwohlorientierte Ergänzung zur Bremer Wärmewende bewertet, insbesondere für Prüfgebiete ind dicht bebauten Bestandsquartieren. Zugleich zeigt sich, dass solche Initiativen ohne kommunale Unterstützung, verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen, Zugang zu Finanzierung, professionelle Betriebsstrukturen und eine Einbindung in die kommunale Wärmeversorgungsstrategie nur begrenzt skalierbar sind. Das Arbeitspapier empfiehlt daher, bürgerschaftliche Anergie- und Nahwärmeprojekte gezielt durch kommunale Koordination, Förderinstrumente, Ankerkunden und gegebenenfalls eine öffentliche Wärmegesellschaft zu unterstützen.
Die Studie ordnet die Bremer Wärmepolitik in die übergeordneten Herausforderungen der Wärmewende im Mehrebenensystem ein und analysiert zentrale Handlungsfelder wie Gebäudesanierung, Wärmenetzausbau, kommunale Wärmeplanung, Gasnetztransformation und soziale Gerechtigkeit. Methodisch basiert das Arbeitspapier auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse sowie auf qualitativen Interviews mit Schlüsselakteuren der Bremer Wärmeversorgung und Expert:innen der Wärmewende. Zentraler Befund ist, dass Bremen mit seiner Klimaschutzstrategie und Wärmeplanung wichtige Grundlagen für eine transformationsorientierte Wärmepolitik gelegt hat, die Umsetzung jedoch in mehreren Bereichen hinter den klimapolitischen Anforderungen zurückbleibt. Besonders herausfordernd bleiben der flächendeckende Ausbau klimaneutraler Wärmenetze, die Sanierung des Gebäudebestands, die Wärmeversorgung in Quartiere jenseits klassischer Fernwärme- und Einzelgebäudelösungen sowie die schrittweise Beendigung der fossilen Gasversorgung.
Bürgerschaftliche Nahwärmeprojekte wie ErdwärmeDich e.G. werden als realistische und gemeinwohlorientierte Ergänzung zur Bremer Wärmewende bewertet, insbesondere für Prüfgebiete ind dicht bebauten Bestandsquartieren. Zugleich zeigt sich, dass solche Initiativen ohne kommunale Unterstützung, verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen, Zugang zu Finanzierung, professionelle Betriebsstrukturen und eine Einbindung in die kommunale Wärmeversorgungsstrategie nur begrenzt skalierbar sind. Das Arbeitspapier empfiehlt daher, bürgerschaftliche Anergie- und Nahwärmeprojekte gezielt durch kommunale Koordination, Förderinstrumente, Ankerkunden und gegebenenfalls eine öffentliche Wärmegesellschaft zu unterstützen.
Schlagwörter
Kommunale Wärmewende
;
Bremer Wärmepolitik
;
bürgerschaftliche Nahwärme
;
kalte Nahwärme
;
Anergienetze
;
gemeinwohlorientierte Wärmeversorgung
;
Klimaschutzpolitik
Institution
Dokumenttyp
Buch
Band
0021
Zweitveröffentlichung
Nein
Sprache
Deutsch
Dateien![Vorschaubild]()
Lade...
Name
GLOKAL Nr. 21_ Osthorst Rinner 2026 Bürgerschaftliche Nahwärme und die Bremer Wärmepolitik_Archiv.pdf
Size
1.9 MB
Format
Adobe PDF
Checksum
(MD5):f407a9f60ea53397855cd56033291166
