Rinner, Christian
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Rinner, Christian
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Item-typ:Veröffentlichung, Einstellung von (Bremer) Bürger:innen zu erneuerbarer Wärmeversorgung, Anergienetzen und Wärmeverbrauchergenossenschaft : Ergebnisse einer quantitativen Befragung : Arbeitspapier zu den Arbeitspaketen 3 und 4 des Forschungsprojektes „Urbane Anergienetze als Instrument der Wärmewende in Bremen" (Hochschule Bremen und energiekonsens GmbH), gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)(2026-05-30) ;Bohemann, Astrid ;Lukanz, Pia ;Osthorst, Winfried; Schäfer, LauraDas Arbeitspapier präsentiert die Ergebnisse einer quantitativen Befragung von 849 Bürger:innen, vorwiegend aus den Stadtteilen Findorff und Östlicher. Die Befragten sind mit ihrem aktuellen Heizsystem (meist Gaszentralheizung) grundsätzlich zufrieden, bewerten dessen Klimawirkung aber überwiegend kritisch, und nur etwa ein Drittel kennt die kommunale Wärmeplanung für die eigene Straße. Über 60% sind grundsätzlich wechselbereit, und davon können sich 79% einen Anschluss an ein Anergienetz vorstellen. Als wichtigste Motivatoren für einen Heizungswechsel gelten Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern, während vor allem Kosten (Investition, Umbau, Betrieb) sowie fehlende Kenntnisse als zentrale Hemmnisse genannt werden. Für einen Anschluss an ein Anergienetz sind insbesondere Transparenz, faire Kostenverteilung und Mitbestimmung in der Genossenschaft förderlich. Daraus leiten wir ab, dass es eine zielgruppengerechte Kommunikations- und Beratungsstrategie braucht, die Aussagen der Wärmeplanung bis auf Quartiersebene verständlich vermittelt. Die erkennbare Offenheit für Anergienetze sehen wir als Potenzial für bürgerschaftlich getragene Wärmeversorgung, dessen Realisierung aber stark von den tatsächlichen Kosten der Pilotprojekte abhängen wird. Zugleich müssen wir einschränken, dass die Teilnehmenden sozioökonomisch eher gut gestellt sind (älter, wohlhabender, mehrheitlich Eigentümer:innen), weshalb Erkenntnisse zu einkommensschwächeren Haushalten und kleineren Vermieter:innen fehlen.BerichtBand:002321 16 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Bürgerschaftliche Nahwärme und die Bremer Wärmepolitik : Analyse der Rahmenbedingungen der Wärmewende und Entwicklung von Handlungsempfehlungen für die Bremer Wärmepolitik : Arbeitspapier zu den Arbeitspaketen 5 und 7 des Forschungsprojektes „Urbane Anergienetze als Instrument der Wärmewende in Bremen" (Hochschule Bremen und energiekonsens GmbH), gefördert von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU)(2026-03); Das Arbeitspapier untersucht die Rolle bürgerschaftlich getragener Nahwärmeprojekte für die Bremer Wärmewende. Ausgangspunkt ist eine strategische Lücke in dicht bebauten Stadtquartieren, in denen weder klassische Fernwärme noch gebäudebezogene Wärmepumpen ohne Weiteres umsetzbar sind. Für diese sogenannten Prüfgebiete bzw. „grauen Zonen“ werden kalte Nahwärmenetze auf Basis oberflächennaher Geothermie als mögliche Ergänzung der kommunalen Wärmeversorgung betrachtet. Die Studie ordnet die Bremer Wärmepolitik in die übergeordneten Herausforderungen der Wärmewende im Mehrebenensystem ein und analysiert zentrale Handlungsfelder wie Gebäudesanierung, Wärmenetzausbau, kommunale Wärmeplanung, Gasnetztransformation und soziale Gerechtigkeit. Methodisch basiert das Arbeitspapier auf einer Literatur- und Dokumentenanalyse sowie auf qualitativen Interviews mit Schlüsselakteuren der Bremer Wärmeversorgung und Expert:innen der Wärmewende. Zentraler Befund ist, dass Bremen mit seiner Klimaschutzstrategie und Wärmeplanung wichtige Grundlagen für eine transformationsorientierte Wärmepolitik gelegt hat, die Umsetzung jedoch in mehreren Bereichen hinter den klimapolitischen Anforderungen zurückbleibt. Besonders herausfordernd bleiben der flächendeckende Ausbau klimaneutraler Wärmenetze, die Sanierung des Gebäudebestands, die Wärmeversorgung in Quartiere jenseits klassischer Fernwärme- und Einzelgebäudelösungen sowie die schrittweise Beendigung der fossilen Gasversorgung. Bürgerschaftliche Nahwärmeprojekte wie ErdwärmeDich e.G. werden als realistische und gemeinwohlorientierte Ergänzung zur Bremer Wärmewende bewertet, insbesondere für Prüfgebiete ind dicht bebauten Bestandsquartieren. Zugleich zeigt sich, dass solche Initiativen ohne kommunale Unterstützung, verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen, Zugang zu Finanzierung, professionelle Betriebsstrukturen und eine Einbindung in die kommunale Wärmeversorgungsstrategie nur begrenzt skalierbar sind. Das Arbeitspapier empfiehlt daher, bürgerschaftliche Anergie- und Nahwärmeprojekte gezielt durch kommunale Koordination, Förderinstrumente, Ankerkunden und gegebenenfalls eine öffentliche Wärmegesellschaft zu unterstützen.BuchBand:002157 34 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Instrumente für die Förderung bürgerschaftlicher Nahwärme im urbanen BestandDer Beitrag ist Teil der Arbeit des von der DBU geförderten Projektes „Urbane Anergienetze als Instrument der Wärmewende in Bremen“. Das Projekt zielt darauf, Erkenntnisse über den möglichen Beitrag „kalter Nahwärme“ auf der Basis flacher Geothermie (Erdwärme) in dicht bebauten Wohnquartieren für die klimaneutrale Wärmeversorgung zu identifizieren. Für dicht bebaute Stadtgebiete gelten gebäudebezogene Wärmepumpen aufgrund von Platzproblemen und Lärm in der Regel als ungeeignet; der Ausbau perspektivisch dekarbonisierbarer Fernwärmenetze wird jedoch auf baulich sehr verdichtete Stadtgebiete und große Einzelabnehmer (z.B. öffentliche Einrichtungen und größere Mehrfamilienhäuser) beschränkt bleiben. Die verbleibenden dicht bebauten urbanen Gebiete werden die Kommunen bei der Umsetzung der Wärmewende vor erhebliche Herausforderungen stellen. Hier müssen innovative klimaneutrale Lösungen gefunden werden, die die Literatur bei auf erneuerbaren Energien basierende Nahwärmenetzen sieht. Ausgangspunkt des Arbeitspapiers ist die Situation in Bremen. Hier verfolgen bürgerschaftliche Initiativen das Vorhaben, eine klimaneutrale Wärmeversorgung durch ein „kaltes Nahwärmenetz“ mit Erdwärme aus Bohrungen im öffentlichen Raum als Energieträger in genossenschaftlicher oder Vereins-Trägerschaft zu etablieren. Eine Aufgabe des Projektes ist die Analyse beispielhafter Handlungsansätze, Politikinstrumente und Policies insbesondere der Kommunen, aber auch höherer staatlicher Ebenen, die die Transformationen im Wärmesektor aktiv fördern können und die auch in der kommunalen Wärmeplanung (KWP) geforderte Umsetzung befördern können. Der Beitrag identifiziert Handlungsansätze und Politikinstrumente im Handlungsfeld, die verschiedene Formen der staatlichen Steuerung nutzen, und diskutiert, auf welcher Ebene diese zu verorten sind. Der Fokus liegt dabei auf der kommunalen Ebene und ihren Potenzialen. Methodisch stützt sich der Beitrag auf eine Literatur- und Dokumentenanalyse sowie hieran anschließende qualitative Erhebung zur Handlungsorientierung der Akteure des Wärmesektors in Bremen und der Entwicklungsbedingungen für „kalte Nahwärme“ in Bremen. Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass Handlungsansätze erforderlich sind in den Bereichen • Absicherung der hohen Anfangsinvestitionen in Wärmenetze durch sehr langfristig orientierte Instrumente, • die proaktive Koordination der Entwicklung von Nahwärmeprojekten einschließlich einer Bündelung von Genehmigungsprozessen, • die Entwicklung von rechtssicheren Ausschreibungsformen mit hohen Anforderungen an Gemeinwohl und den Einsatz erneuerbarer Energieträger, • kooperative Betreibermodelle mit kommunaler Beteiligung, • sowie eine aktive Beteiligung kommunaler Gesellschaften an der Entwicklung von anspruchsvollen gemeinwohlorientierten Nahwärmenetzen. Während Kommunen insbesondere die Potenziale ihrer eigenen Verwaltungen und der Einrichtungen der Daseinsvorsorge nutzen können, sind sie bei der Weiterentwicklung rechtlicher Anforderungen für die Versorgungswirtschaft und der Förderinstrumente im Bereich der Wärmewende jedoch auf die Unterstützung z.B. des Bundes angewiesen. Die Erkenntnisse dieser Analyse lassen sich auf andere Städte mit vergleichbaren Siedlungsstrukturen übertragen.BerichtBand:0022103 44 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Zum Status der Bremer Wärmepolitik - zentrale Befunde und Handlungserfordernisse : eine Stellungnahme zur Bremer Klimapolitik im Bereich Gebäude & Wärmeversorgung nach der Veröffentlichung der kommunalen Wärmeplanung(2026-06); Die Bremer Wärmepolitik orientiert sich grundsätzlich konsequent an den Transformationszielen der Klimaschutzstrategie 2030.. Allerdings ist die Umsetzung der Wärmewende in allen Teilbereichen nicht ausreichend - das Ziel der Klimaneutralität 2038 wird deshalb auch im Wärmebereich nicht erreicht werden. Ein wichtiger Erfolg ist jedoch, dass sich wichtige Schlüsselakteure wie Wärmeversorger und städtische Gesellschaften strategisch auf die Klimatransformation einstellen. Die Bremer Klimapolitik ist massiv von der Politik der Bundesebene abhängig. Wichtige Herausforderungen in Bremen sind: • Die Fernwärmeanbieter gehen auch in den Wärmenetzausbaugebieten nicht von einer flächenhaften Versorgung aller Gebäude aus und in vielen grundsätzlich geeigneten Prüfgebieten bewerten sie den Netzausbau als nicht rentabel.Für kleinere Wohngebäude in diesen Gebieten ist damit in vielen Fällen weiterhin offen, wie eine klimaneutrale Wärmeversorgung erreicht werden kann. Gleichzeitig sind die Annahmen für den Einsatz von Wärmepumpen in der Wärmeplanung mit Blick auf Schall und Platzverhältnisse sehr pauschal und können für einen Teil der Gebäude unrealistisch sein. Bremen sollte deshalb die Bildung einer kommunalen Wärmegesellschaft prüfen. • Eine wesentliche klima- wie sozialpolitische Herausforderung stellen die Worst-Performing Buildings dar, deren Anzahl, Verteilung, Eigentümer- und Bewohnerstruktur in den Grundlagen der Bremer Wärmeplanung nur bedingt erkennbar sind. • Die Bremer Wärmepolitik steht vor der Herausforderung, in Abstimmung mit den Versorgungsunternehmen unter den Bedingungen der neuen Gesetzgebung (vor allem dem Gebäudemodernisierungsgesetz) schnell eine Strategie für eine verantwortungsvolle schrittweise Stilllegung des Gasnetzes in allen Gebieten mit eindeutigen zukunftsfähigen Wärmeversorgungsoptionen zu entwickeln und klar zu kommunizieren, um die negativen Folgen der Bundesgesetzgebung für den lokalen Klimaschutz zu begrenzen. • Das bürgerschaftlich initiierte Projekt genossenschaftlicher Wärmeversorgung auf Basis oberflächennaher Erdwärme von ErdwärmeDich e.G. ist grundsätzlich realistisch. Das von der Stadt in der Wärmeplanung berücksichtigte und durch ein Förderprogramm für Pilotprojekte unterstütze Konzept kann ein Element sein, um für Gebäude in dichter bebauten Quartieren erneuerbare Wärmeversorgungslösungen anzubieten, wenn die Kosten sich tatsächlich als wirtschaftlich erweisen. Erforderlich ist jedoch auch eine konsequentere Förderung durch die Bündelung von Zuständigkeiten und weitere Formen der Unterstützung. • Unsere Bürgerbefragung zeigt: viele Bremer Hausbesitzer:innen kennen die Aussagen der Wärmeplanung für ihr Gebäude nicht und sind sich über die Eignung neuer Formen der Wärmeversorgung sehr unsicher. Gleichzeitig wird von vielen die Notwendigkeit des Klimaschutzes gesehen. Hier zeigt sich ein deutlicher Bedarf für eine zielgruppengerechte Kommunikation und Beratung, die die Aussagen der Wärmeplanung bis auf die Quartiers- und Gebäudeebene verständlich vermittelt.BuchBand:002419 17
