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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Edition des Schafferbuchs der „Broderschup der medelidinge Marien“ 1510/20
    Im späten Mittelalter gab es in Bremen, so wie in den meisten anderen Städten Europas auch, viele Bruderschaften. Trotz ihres Namens waren viele davon für Männer und Frauen offen. Manche hatten Laien und es jedoch reine Laiengesellschaften, die sich unterschiedlichen Aufgaben widmeten. Zentral war allen jedoch das Totengedächtnis (Memoria) ihrer Mitglieder. Von den ca. 30 Bruderschaften am Ende des Mittelalters in Bremen ist die der „Mitleidigen Maria“ eine, von der immerhin Reste ihres Schafferbuchs überliefert sind. Es wird hier erstmals ediert.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Heft:
      182  115
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Wenn mehr als zwei sich streiten: Die Geschichte der Borchardt-Kontroverse um die Neubewertung der Weimarer Wirtschaft
    1979 veröffentlichte Knut Borchardt den Aufsatz Zwangslagen und Handlungsspielräume in der großen Wirtschaftskrise der frühen dreißiger Jahre. Zur Revision des überlieferten Geschichtsbildes und löste damit die nach ihm benannte Kontroverse aus. Über zwei Jahrzehnte debattierten die Kontrahenten mitunter erbittert über die Deflationspolitik Brünings und die wirtschaftliche Vorgeschichte der großen Krise in den sogenannten Goldenen Zwanziger Jahren der Weimarer Republik. Dieser Aufsatz erläutert die Thesen Borchardts und die Argumente seiner Befürworter und Gegner. Darüber hinaus wird erklärt, warum die Borchardt-Kontroverse sich durch ihre Dauer und den Grad der Emotionalität von anderen Debatten abhebt.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Heft:
      2252  1091
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    Das „gemeine Buch“ von Schrebitz und Däbritz: Faksimile und Edition eines Dokuments freiwilliger Gerichtsbarkeit im Sachsen des 16. Jahrhunderts
    (Staats- und Universitätsbibliothek Bremen (SuUB), 2021-11) ; ;
    Vom Wintersemester 2013/14 bis zum Sommersemester 2015 bearbeiteten Studierende und Lehrende der Universität Bremen gemeinsam eine bisher völlig unbekannte Handschrift: das Gemeindebuch des Dorfes Schrebitz in Sachsen aus dem 16. Jahrhundert. Es gab keine Transkription, keinerlei Forschungsliteratur, keine direkten Hilfsmittel. Eine solche unverbrauchte, gewissermaßen „jungfräuliche“ Quelle aus dieser Zeit ist sehr selten. Für die Studierenden bedeutete das daher, Grundlagenforschung betreiben zu können. So konnten wir im Seminar Lernen und Forschen verbinden und historisches Arbeiten in all seinen Arbeitsstufen und Facetten erproben und anwenden. Das Ziel war es, eine zitierfähige Online-Edition zu erstellen, die den Standards einer historisch-kritischen Edition entspricht und der interessierten Öffentlichkeit wie der Forschung zugänglich gemacht werden kann. Hier liegt sie nun vor.
    Buch
      640  1598
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    (...) um dadurch endlich einmal zu einer einheitlichen Arbeitsplanung auf dem Gebiete der Geschichtswissenschaft im nationalsozialistischen Sinne zu gelangen. Der SD als hochschulpolitischer Akteur
    Anhand der vom Sicherheitsdienst der SS (SD) angefertigten Denkschrift Entwicklung und Aufgaben der Geschichtswissenschaft in Deutschland , die 1939 fertig gestellt wurde, wird die Rolle des SD innerhalb der Hochschulpolitik des nationalsozialistischen Regimes untersucht. Hierfür wird eine kulturgeschichtliche Perspektive gewählt und die Denkschrift als Dokument nationalsozialistischer Herrschaftspraxis interpretiert.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Heft:
      458  204
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    Ausgegrenzt und abgeschoben? Das Leben körperlich und geistig beeinträchtigter Menschen im Mittelalter
    (2012) ;
    Frohne, Bianca
    ;
    Nuckel, Ivette
    Der Beitrag gibt einen Überblick über Forschungsmeinungen, -perspektiven und -ziele im Zusammenhang mit der Erforschung des Lebens von beeinträchtigten Menschen im Mittelalter. In diesem Zuge stellen wir erste Ergebnisse unseres Bremer Forschungsprojekt Homo Debilis. Soziale Einbindung und Lebensbewältigung beeinträchtigter Menschen in historischer Perspektive vor. Ausgehend von der problematischen Darstellung vormoderner Behinderungsphänomene in der sonderpädagogischen Forschungsliteratur widmen wir uns zunächst in einem allgemeinen Zugriff den Möglichkeiten und Grenzen der uns zur Verfügung stehenden Quellen und problematisieren den Begriff der Behinderung für die Vormoderne. Anhand exemplarischer Beispiele zeigen wir im Folgenden auf, wie vielgestaltig sich der Umgang mit beeinträchtigten Menschen in den verschiedenen sozialen Bezugsgruppen im Verlauf des Mittelalters darstellte.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Heft:
      1240  1183
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    Walter Scotts orientalisierte Jüdin Rebecca: Negativexempel oder Symbolfigur der englischen Weiblichkeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts?
    Sir Walter Scott gilt als Erfinder des historischen Romans. Sein 1819 veröffentlichtes Werk ‚Ivanhoe‘ ist zeitlich im Mittelalter angesiedelt und bedient unter anderem beständige Klischees um das Rittertum, die Kreuzzüge und Robin Hood. Auch antisemitische Stereotype sind mit dem Geldverleiher Isaac von York und seiner Tochter präsent. Dabei fällt die schöne Rebecca aufgrund ihrer Darstellung abseits der typischen Vorurteile nicht nur anderen Figuren innerhalb der Erzählung positiv auf. Zeitgenössische Stimmen loben sie überschwänglich und empören sich darüber, dass der Held Ivanhoe letztlich die kühle Rowena ehelicht, statt seinen Gefühlen für Rebecca nachzugeben. Gegenwärtige Problematiken zur Diskussion in eine ferne Vergangenheit zu verlegen, ist in der Literatur eine häufig angewandte Strategie. Auch Scott nutzt das Mittelalter als Projektionsfläche für seinerzeit relevante Diskurse. Aber welche Rolle spielt dabei die schöne Jüdin? Und inwiefern ist ihre Inszenierung auch in der weiteren Rezeptionsgeschichte von Scotts Werk relevant
    Wissenschaftlicher Artikel
      198  239
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    Havel na Hrad! Rezeption Vaclav Havels zwischen Erinnerung, Euphorie und Europa
    Der ehemalige tschechische Präsident Vaclav Havel besitzt im gegenwärtigen tschechischen Diskurs eine außerordentliche Bedeutung. Seine Rolle im Mittelpunkt der Narration zur Samtenen Revolution wird dabei ambivalent erinnert. Mit dem erinnerungskulturellen Ansatz von Aleida Assmann verfolgt der Aufsatz die Fragen, welcher Quelle dieser Fokus auf Havel entspringt und welchen Charakter die Erinnerung an ihn aufweist. Außerdem wird das Symbol Havel als Deutungsträger analysiert. Bei der Betrachtung von akademischen, künstlerischen und politischen Diskursen werden vielzählige und vielschichtige Erinnerungsmuster deutlich. Havel wird insbesondere als Schlüsselfigur der Revolution, als Mensch und Künstler und als großer Europäer rezipiert. Geeint werden diese Deutungsmuster vom Konsens, Havel als Symbol für den Zerfall der Tschechoslowakei und die Öffnung zur europäischen Gemeinschaft zu sehen. Die Abstraktion zu diesem Symbol im kulturellen Gedächtnis wird in den unterschiedlichen Diskursen als Kritik an der aktuellen Politik, als tschechisches Schreckgespenst oder als Argument für Europa instrumentalisiert.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Heft:
      431  139
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Bremen - Eine "Stadt der Kolonien"? Bremer Kolonialpläne während der NS-Zeit (1935-1945)
    Eine kleine Gruppe von Kolonialrevisionist*innen übte während der NS-Zeit großen Einfluss auf die Bremer Stadtregierung aus. Parteimitglieder der NSDAP, Wissenschaftler*innen und Teile der Bremer Kaufmannschaft versuchten Bremen zum Zentrum deutscher Kolonialpolitik zu machen. Sie wollten der Stadt u.a. den inoffiziellen Zusatz „Stadt der Kolonien“ verleihen. Die dazugehörigen Korrespondenzen sind in Akten des Bremer Staatsarchivs überliefert. In dieser Arbeit werden Personen, Institutionen und Verbände vorgestellt, die den kolonialen Gedanken in Bremen förderten. Die Intentionen dieser kolonialen Akteure und wie sie untereinander vernetzt waren und zusammenarbeiteten, wird anhand konkreter Fallbeispiele erläutert.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Heft:
      315  257
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    Personenehrung im Bremer Stadtraum Straßennamen und ihre räumliche und zeitliche Verteilung
    Der Artikel untersucht die aktuellen Straßennamen in der Freien Hansestadt Bremen und die räumliche und zeitliche Verteilung, in der Personen durch Straßenbenennungen geehrt wurden. Hierbei wird die Funktion von Straßennamen vom Mittelalter bis zur Gegenwart behandelt und ihre Rolle als Repertoire des kulturellen Gedächtnisses im städtischen Raum diskutiert. Die Daten der über 1000 untersuchten Straßennamen wurden über eine Tabellendatenbank verarbeitet und stammen zum Großteil aus dem Straßenverzeichnis des statistischen Landesamts Bremen und dem Bremer Straßenlexikon von Monika Porsch. Die Namensnennungen werden unter anderem auf ihre politischen, kulturellen, militärischen, akademischen, religiösen und ökonomischen Bezüge zur Ehrung der jeweiligen Personen untersucht. Anhand dessen wird auch der Wandel der gesellschaftlichen und politischen Wertevorstellungen aufgezeigt. Schwerpunkt der Untersuchung bilden die Jahre 1870 bis 2014.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Heft:
      824  564
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    Der Tod und der Bunker Valentin
    Um dem Zweiten Weltkrieg eine Wende zu geben, begannen die Nationalsozialisten Mitte 1943 in Anbetracht der alliierten Lufthoheit mit dem Bau des Bunker Valentin in Bremen-Rekum, unter dessen schützendem Dach ein neuer U-Boot-Typ in Fließbandproduktion vom Stapel laufen sollte. Zur Verwirklichung dieses Großprojekts, das nie fertig gestellt wurde und bei dem insgesamt circa 2.000 Menschen unter grausamen Bedingungen ihr Leben verloren, wurden neben KZ-Häftlingen auch tausende von Zwangsarbeiter innen aus den vom NS-Regime okkupierten Gebieten eingesetzt. In seiner Arbeit beschäftigt sich der Autor nicht nur mit dem Verbleib der sterblichen Überreste der beim Bau verstorbenen Zwangsarbeiter innen, sondern auch mit der diesbezüglichen Erinnerungskultur in Bremen nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute. Dabei kommt er zu dem Schluss, dass bislang bei weitem keine ausreichende Aufarbeitung stattgefunden habe, obwohl die Zwangsarbeit damals für jedermann sichtbar gewesen sei. So sei der Bunker Valentin zunächst nur aus pragmatischen Gründen nicht abgerissen und erst 1983 ein Mahnmal vor diesem errichtet worden, während in der Bremer Innenstadt bis heute nicht an die Leiden der Zwangsarbeiter innen erinnert werde. Auch auf den Bremer Friedhöfen in Riensberg und Osterholz, auf denen ab 1949 aus Massengräbern beim Bunker Valentin exhumierte Leichen beigesetzt wurden, fänden die Zwangsarbeiter innen keine weitere Erwähnung. Vielmehr habe man sie besonders auf dem Ehrenfriedhof in Osterholz anscheinend in Abschnitten anderer Opfergruppen und teilweise sogar deutscher Soldaten begraben, wie sich aber lediglich mithilfe der Friedhofsregister nachweisen respektive vermuten lasse.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Heft:
      498  288