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    Sozialklauseln – Handelssanktion als wirksames Instrument internationaler Arbeitsregulierung? : Erfahrungen aus dem `North American Agreement on Labor Cooperation´ zwischen den USA, Mexiko und Kanada
    Mit der ökonomischen Globalisierung geht auch eine Internationalisierung des Konfliktfelds der Arbeitsregulierung einher. Sie findet ihren Ausdruck in der Debatte um internationale Arbeits- und Sozialstandards, die sowohl Menschenrechtsverletzungen als auch den Deregulierungsdruck einer Abwärtsspirale, eines `race to the bottom´, Einhalt bieten sollen. In den Mittelpunkt der kontroversen Diskussion ist die Forderung nach Sozialklauseln gerückt - Klauseln in Handelsverträgen, die Handelsvorteile an die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten binden. Befürworter sehen vor allem in ihrem Sanktionspotenzial ein wirksames Mittel der Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialstandards. In unserem Artikel setzen wir uns kritisch mit den verbreiteten Wirkungsannahmen zu Sozialklauseln auseinander. Wir beziehen uns dabei auf die Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojekts zum North American Agreement on Labor Cooperation, einem der beiden NAFTA-Nebenabkommen. Es ist dies das erste multilaterale, zwischen Mexiko, den USA und Kanada - also höchst heterogenen Staaten - vereinbarte Abkommen dieser Art. Unsere Ergebnisse stärken letztlich Zweifel an den verbreiteten Begründungen für Sozialklauseln. Wir zeigen auf, dass diese überwiegend ökonomistisch verkürzt sind, die soziale und politische Logik nationaler Arbeitsbeziehungen und auch die Machtassymetrien auf internationaler Ebene vernachlässigen. Problematisch ist auch das einfache Ursache-Wirkungs-Modell internationaler Arbeitsregulierung, das der sozialen Dynamik in einem widersprüchlichen Mehrebenenprozess von transnational governance zwar zugrunde gelegt, letztlich aber nicht gerecht wird. Was somit als effektives Verfahren angesehen wird, könnte sich in der Praxis als Hemmschuh internationaler Arbeitsregulierung erweisen. Es bleibt die Aufgabe politologischer und auch soziologischer Forschung, Erfahrungen existierender Ansätze internationaler Arbeitsregulierung auszuwerten und differenziertere Modelle und Konzepte zu entwickeln.
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    Band:
      147  83
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    Die Regulierung von Arbeit aus der Sicht von Beschäftigten : Der konzeptionelle Rahmen für die empirische Untersuchung der subjektiven Relevanz von Arbeitsregulierung
    Unter Bedingungen gesellschaftlicher Individualisierung und Pluralisierung ist es wichtig, die Beschäftigten als Akteure innerhalb der Arbeitsbeziehungen in den Fokus zu rücken. Um zu ermitteln, welchen Stellenwert unterschiedliche Inhalte und welche Bedeutung verschiedene Formen der Regulierung von Arbeit bei den Beschäftigten haben, wird in diesem Arbeitspapier die Forschungsperspektive der subjektiven Relevanz von Arbeitsregulierung vorgestellt. Auf dieser Grundlage werden zwei idealtypische Muster der subjektiven Relevanz von Arbeitsregulierung in der Blütezeit des deutschen Modells der Industriellen Beziehungen rekonstruiert und wichtige gesellschaftliche Entwicklungen diskutiert, die sich heute auf die subjektive Wahrnehmung und Bewertung von Regulierungsinhalten und Regulierungsformen auswirken. Hiervon ausgehend werden die forschungsleitenden Hypothesen und das Design der empirischen Untersuchung dargestellt.
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      134  167
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    Stadtgestaltung durch Zeitpolitik : Experimente und Ergebnisse im Projekt ‚Bremen 2030 – eine zeitbewusste Stadt’
    Die neue „Stadt der Unterschiede“ konstituiert sich nicht nur durch die aktuellen Prozesse der Vertiefung und Radikalisierung von räumlichen und sozialen Unterschieden. Bedeutender wird zudem auch die Betrachtung der Zeit als der „dritten Dimension der Stadtentwicklung“. Aktuelle Forschungsarbeiten zeigen, dass die dramatischen Veränderungen europäischer Städte systematisch mit Veränderungen ihrer Zeitstrukturen zusammenhängen. Unterschiedliche Rhythmen von Stadtteilen, Zeitvorgaben und -takte, Muster der Zeitnutzung und der Aktivitäten scheinen von enormer Bedeutung für die Stadtentwicklung zu sein, wurden bislang von der Forschung wie von Politik und Planung aber kaum wahrgenommen. In einem experimentellen Prozess haben Politik und Verwaltung der Freien Hansestadt Bremen in Kooperation mit einem Forscherteam die Idee der Zeitpolitik in mehreren Einzelprojekten in verschiedenen Stadtteilen erprobt. Dabei haben sich z.B. zivilgesellschaftliche Mobilitätspakte, Nachbarschaftsabkommen etc. als wirksame Instrumente erwiesen und gezeigt, dass eine moderne Zeitpolitik auch die Ideen von „lokaler Gerechtigkeit“ und „good governance“ (gutes Regieren) unterstützen kann.
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      139  73
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    Arbeitszeiten und Arbeitsformen in High-Tech-Unternehmen der "new economy" : Konzept einer empirischen Untersuchung zur Analyse neuer Regulierungsmuster von Arbeit
    Am Beispiel von Arbeitszeiten in einem besonders innovativen und dynamischen Bereich der Wirtschaft sollen in dem vorgestellten Projekt der gesellschaftliche Wandel und neue Regulierungsmuster der Arbeit exemplarisch untersucht werden. Die Arbeitszeiten stehen im Mittelpunkt des Forschungsinteresses, da sie für die betrieblichen und gesellschaftlichen Veränderungen ein besonders relevanten zentralen Regelungsinhalt darstellen. Unsere Untersuchung fragt nach dem Verhältnis von Arbeitszeitanforderungen der Unternehmen und Arbeitszeitwünschen von MitarbeiterInnen und danach, wie sich unterschiedliche Erwartungen und Interessen zu neuen Regulierungsmustern zusammenfügen lassen. In diesem Projekt werden High-Tech-Unternehmen der "new economy" als Untersuchungsfeld ausgewählt, da sie im besonderen Maße durch die Entwicklung und den Einsatz neuer Technologien, eine Dienstleistungsorientierung und einen hohen Anteil an Wissensarbeit gekennzeichnet sind. Gleichzeitig greifen sie nur wenig auf überkommene Regelungstraditionen der Arbeitsbeziehungen zurück und stellen daher "Brutkästen" für die Herausbildung neuer Arbeitsformen und Regulierungsweisen dar. Diese geben möglicherweise Trends auch für andere Unternehmen und Wirtschaftssektoren vor.
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      135  84
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    Arbeitsbeziehungen im Wandel : Theoretischer Rahmen und Modell zur empirischen Analyse neuer Formen der Regulierung von Arbeit
    Um gesellschaftlichen Wandel und neue Regulierungsformen von Arbeit adäquat zu beschreiben, ist es notwendig, der Frage nachzugehen, wie sich Regulierung von Arbeit konstituiert, in welchen Formen sie vorfindbar ist und welchen Dynamiken sie ausgesetzt ist. In diesem Arbeitspapier wird eine theoretische Annäherung an den Problemgegenstand „Regulierung von Arbeit“ vorgenommen. Ausgehend von der Regulierungsbedürftigkeit der Erwerbsarbeit wird das Verhältnis und die Dynamik von kollektiv-kontraktuellen und individuellen Regulierungsformen, die sich bei Streeck in den Kategorien Status und Vertrag wiederfinden, problematisiert und mit dem deutschen System der Industriellen Beziehungen als Referenzmodell in Zusammenhang gebracht. Abschließend wird ein deskriptives Modell präsentiert, das die einzelnen empirischen Studien im Forschungsverbund „Gesellschaftlicher Wandel und neue Regulierungsmuster von Arbeit“ anleiten und strukturieren soll.
    Bericht
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      131  96
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    Beschäftigung, Auftragslage und Perspektiven im deutschen Schiffbau : Ergebnisse der Befragung der Betriebsräte im September 2003
    Die in der letzten Schiffbaustudie prognostizierten negativen Entwicklungen für die Beschäftigung im deutschen Schiffbau bestätigen sich in der aktuellen Erhebung. Die tatsächliche Situation stellt sich jedoch deutlich schlechter dar als es noch im Vorjahr abzusehen war. Im Jahr 2003 hat sich die Beschäftigungslage auf den deutschen Werften in Vergleich zu den beiden Vorjahren deutlich verschlechtert. Während in den letzten Erhebungen jeweils ein Zuwachs an Arbeitsplätzen in der Werftindustrie verzeichnet werden konnte, ist im Vergleich zum Vorjahr die Beschäftigung im Jahr 2003 um 5,1 Prozent gesunken. Im September 2003 arbeiteten nur noch 20.681 Menschen im deutschen Schiffbau.
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      120  60
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    EU-Enlargement and Labour Relations : New Trends in Poland, Czech and Slowak Republic
    Im vorliegenden Arbeitspapier präsentieren die beteiligten Wissenschaftler einen Überblick über die Entwicklung der Arbeitsbeziehungen in ihren jeweiligen Ländern. Die Reports beruhen auf der Auswertung existierender Forschungsberichte und eigenen Untersuchungen. Im letzten Teil erfolgt eine zusammenfassende Bewertung der Unterschiede und der Gemeinsamkeiten in den Arbeitsbeziehungen der drei Länder.
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      120  119
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    Sanierungshilfen des Bundes durch Teilentschuldung 1994 bis 2004 : Überwindung der „extremen Haushaltsnotlage“ und Stärkung der Wirtschaftskraft : Eine Zwischenbilanz : Stadtstaat Bremen und das Saarland im Vergleich
    Die vorliegende Untersuchung konzentriert sich auf einen Vergleich der Wirkungen der Sanierungsstrategien des Saarlandes mit denen des Stadtstaates Bremen. Dabei werden die beiden Schwerpunkte berücksichtigt: Verbesserung der Finanzdaten [Abbau des Schuldenstands] sowie Stärkung der Wirtschaftsentwicklung mit mittelfristig positiven Auswirkungen für die öffentlichen Haushalte der beiden Länder. Es werden die Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte in den beiden Bundesländern verglichen.
    Bericht
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      130  79
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    Privatisation in European Ports : Final Report of the NEW EPOC Project ‘Structural Change in Port Economies’
    Seaports form part of economic and logistics systems which are in a profound transformation. The global market place with its powerful players, extensive business networks and complex logistics systems have a dramatic impact on seaports. Mainly the logistics environment creates a high degree on uncertainty and leaves European port managers puzzled with the question how to respond effectively to market dynamics. Port authorities and port management teams are forced to re-assess role and to specify competencies that should lead to competitive advantage and should position the port for growth.
    Bericht
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      134  85
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    Hat Mitbestimmung in der globalisierten Welt eine Zukunft? : Vortrag anlässlich des IAW-Kolloquiums „Mitbestimmung in der Kontroverse“
    (2006-01)
    Vor dem Hintergrund von Globalisierung und verschärftem internationalen Wettbewerb wird die Zukunft der Mitbestimmung diskutiert. Globalisierung hat das von ‚Konfliktpartnerschaft’ und ‚kooperativer Konfliktbewältigung’ geprägte deutsche duale System der Erwerbsregulierung und auch die Mitbestimmung bisher nicht grundsätzlich in Frage gestellt. Die Internationalisierung von in Deutschland ansässigen Unternehmen dient größtenteils der Markterweiterung und der Kosteneinsparung, sie kann kaum als Flucht aus der Mitbestimmung gedeutet werden. Mitbestimmung kann sogar ein Standortvorteil für Unternehmen sein, denn je stärker Produktionssysteme auf qualifizierter Wissensarbeit aufbauen, desto weniger können sie erfolgreich durch autoritäre, bürokratische oder technische Steuerungs- und Kontrollansprüche gegen die Beschäftigten entwickelt werden –Mitbestimmung kann hier zu nachhaltigen Vertrauens- und Reziprozitätsbeziehungen beitragen. Auch wenn Mitbestimmung nicht obsolet wird, so stellen sich doch grundlegende Herausforderungen ihrer Weiterentwicklung: Qualifizierte Beschäftigte wollen nicht nur vertreten werden, sondern selbst beteiligt sein; das formalisierte System der Mitbestimmung berücksichtigt den wachsenden Anteil von befristet und von Teilzeit-Beschäftigten nicht angemessen, und die Europäisierung und Internationalisierung verlangen innovative Formen grenzüberschreitender Mitbestimmung.
    Bericht
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      126  86