Repository logo
Home
Research Outputs
Statistics
  1. Home
  2. SuUB
  3. Forschungsdokumente
  4. Sozialklauseln – Handelssanktion als wirksames Instrument internationaler Arbeitsregulierung? : Erfahrungen aus dem `North American Agreement on Labor Cooperation´ zwischen den USA, Mexiko und Kanada
Citation link
10.26092/elib/1393

Sozialklauseln – Handelssanktion als wirksames Instrument internationaler Arbeitsregulierung? : Erfahrungen aus dem `North American Agreement on Labor Cooperation´ zwischen den USA, Mexiko und Kanada

Date Issued
2004-12
Author(s)
Dombois, Rainer
Winter, Jens
Abstract
Mit der ökonomischen Globalisierung geht auch eine Internationalisierung des Konfliktfelds der Arbeitsregulierung einher. Sie findet ihren Ausdruck in der Debatte um internationale Arbeits- und Sozialstandards, die sowohl Menschenrechtsverletzungen als auch den Deregulierungsdruck einer Abwärtsspirale, eines `race to the bottom´, Einhalt bieten sollen. In den Mittelpunkt der kontroversen Diskussion ist die Forderung nach Sozialklauseln gerückt - Klauseln in Handelsverträgen, die Handelsvorteile an die Einhaltung von Arbeitnehmerrechten binden. Befürworter sehen vor allem in ihrem Sanktionspotenzial ein wirksames Mittel der Durchsetzung internationaler Arbeits- und Sozialstandards. In unserem Artikel setzen wir uns kritisch mit den verbreiteten Wirkungsannahmen zu Sozialklauseln auseinander. Wir beziehen uns dabei auf die Ergebnisse eines empirischen Forschungsprojekts zum North American Agreement on Labor Cooperation, einem der beiden NAFTA-Nebenabkommen. Es ist dies das erste multilaterale, zwischen Mexiko, den USA und Kanada - also höchst heterogenen Staaten - vereinbarte Abkommen dieser Art. Unsere Ergebnisse stärken letztlich Zweifel an den verbreiteten Begründungen für Sozialklauseln. Wir zeigen auf, dass diese überwiegend ökonomistisch verkürzt sind, die soziale und politische Logik nationaler Arbeitsbeziehungen und auch die Machtassymetrien auf internationaler Ebene vernachlässigen. Problematisch ist auch das einfache Ursache-Wirkungs-Modell internationaler Arbeitsregulierung, das der sozialen Dynamik in einem widersprüchlichen Mehrebenenprozess von transnational governance zwar zugrunde gelegt, letztlich aber nicht gerecht wird. Was somit als effektives Verfahren angesehen wird, könnte sich in der Praxis als Hemmschuh internationaler Arbeitsregulierung erweisen. Es bleibt die Aufgabe politologischer und auch soziologischer Forschung, Erfahrungen existierender Ansätze internationaler Arbeitsregulierung auszuwerten und differenziertere Modelle und Konzepte zu entwickeln.
Subjects
Arbeitsregulierung
Institution
Universität Bremen
Faculty
Zentrale Wissenschaftliche Einrichtungen und Kooperationen
Institute
Institut für Arbeit und Wirtschaft (IAW)
Type
report
Serie(s)
IAW-Arbeitspapier
Band
9
Secondary publication
No
Language
German
File(s)
Loading...
Thumbnail Image
Download
Name

IAW-Arbeitspapier_09.pdf

Size

324.89 KB

Format

Adobe PDF

Checksum

(MD5):7bcaa92e8f72bec6893fddea737760f3

Built with DSpace-CRIS software - Extension maintained and optimized by 4Science

  • Accessibility settings
  • Privacy policy
  • End User Agreement
  • Send Feedback