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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Landesmindestlöhne
    (Arbeitnehmerkammer Bremen, 2015-12) ;
    In der vorliegenden Publikation wird sowohl die Ausgestaltung der Mindestlohn- und Tariftreueregelungen im Zusammenhang mit den länderspezifischen Vergabegesetzen sowie der Implementationsprozess von Landesmindestlohnregelungen analysiert. Die exemplarischen Fallstudien in den Bundesländern Bremen, Schleswig-Holstein, Brandenburg und Berlin zeigen zum einen wichtige Unterschiede bezüglich der Frage auf, wie Mindestlohnund Tariftreueregelungen ausgestaltet, implementiert und kontrolliert werden. Zum anderen werden unterschiedliche Akteurspositionen beleuchtet. Schließlich wird die Frage nach dem weiteren Umgang mit den bestehenden landesspezifischen Regulierungen angesichts der Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns im Januar 2015 diskutiert.
    Buch
    Band:
      82  76
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Einführung und Wirkmächtigkeit des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland : Institutionelle Reformen und gewerkschaftliche Strategien in einem segmentierten Tarifsystem
    Im vorliegenden Papier wird die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland als Wechselwirkung zwischen institutionellem Wandel und (der Veränderung) der Strategien sowie der Machtressourcen von Tarifpartnern untersucht. Mit Hilfe einer sequenzorientierten Policy-Analyse wird - in Anlehnung an den Ansatz des diskursiv erweiterten akteurzentrierten Institutionalismus - die Einführung des Mindestlohns als reflexive Bewältigung des Wandels gedeutet und als Erfolg strategischen Handelns der in ihren Organisationsbereichen von Niedriglohn am stärksten betroffenen Gewerkschaften interpretiert. Angesichts eines zunehmend stärker segmentierten Tarifsystems wird die Frage nach der Wirkmächtigkeit des Mindestlohns in Bezug auf die Entwicklung der Löhne in Abhängigkeit des jeweiligen Branchenkontextes gesehen: In tariffreien Zonen bzw. in Branchen mit geringen Einstiegslöhnen ist ein positiver Anstieg der untersten Löhne zu beobachten. In einigen Niedriglohnbranchen können handlungsstarke Gewerkschaften den gesetzlichen Mindestlohn als eine Art Sprungbrett für die Durchsetzung höherer Tariflöhne nutzen. Dagegen gibt es jedoch auch Branchen, deren unterste Tarifgruppen von der Anpassung des Mindestlohns „überholt“ werden, was von Gewerkschaftlern als Problem wahrgenommen wird. Sozialpartner in Branchen, deren unterste Lohngruppen weit über dem gesetzlichen Mindestlohn liegen, fühlen sich kaum tangiert. Insgesamt ist damit zu konstatieren, dass die Segmentation des deutschen Tarifsystems durch die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns kaum entschärft wurde und entsprechend auch die Divergenz gewerkschaftlicher Strategien in Bezug auf die weitere Gestaltung des Mindestlohns bestehen bleiben.
    Bericht
    Band:
      283  216
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Dienstleistungsarbeit und Interessensvertretung im Wandel
    (Arbeitnehmerkammer Bremen, 2017-10) ;
    Die Erosion der Tarifpolitik wird oft festgestellt. Auf spezifische Bedingungen und Akteursstrategien in einzelnen Branchen wird dabei selten verwiesen. Gerade im Dienstleistungsbereich gibt es jedoch eine extreme Diskrepanz. Die vorliegende Untersuchung widmet sich daher sehr unterschiedlichen, gleichwohl typischen Dienstleistungsberufen wie den Gebäudereinigern, Sozialarbeitern und Sozialpädagogen. Dabei liegt der Schwerpunkt auf der Analyse der Segmentation des Tarif- und Beschäftigungssystems. Zentrales Interesse ist es, herauszufinden wie die Interessensvertretungen mit den Erosionserscheinungen umgehen. Dabei wird offensichtlich, dass die Gestaltungsmöglichkeiten der Tarifpartner sehr unterschiedlich genutzt werden. Einerseits zeigt sich eine relative Ohnmacht der Tarifpartner, Erosionserscheinungen zu limitieren. Andererseits deuten sich überraschende Veränderungsmöglichkeiten der klassischen Tarifpolitik an.
    Buch
    Band:
      87  74
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Neue Wege der Pflegeausbildung
    (Arbeitnehmerkammer Bremen, 2019-06) ;
    Der Personal- und Fachkräftemangel in der Pflege ist groß. Es fehlt an Nachwuchs und die Arbeitsbedingungen sind wenig attraktiv. Die 2017 beschlossene Neuordnung der Pflegeberufe mit der generalistischen Ausbildung hatte den Anspruch, nicht nur die Ausbildung an veränderte Anforderungen anzupassen, sondern auch die Attraktivität des Pflegeberufs zu steigern. Es stellt sich die Frage, inwieweit die aktuell in der Umsetzung befindliche Reform ihren Zielen gerecht werden wird. Welcher Fortschritt ergibt sich für das Berufsbild der Pflege? Welche Impulse werden für die Entwicklung „guter Arbeit“ – nicht zuletzt bei der Entlohnung – gesetzt? Die Studie beschreibt zunächst Elemente des Pflegesystems, die den Hintergrund des umstrittenen Reformprozesses bilden. In Interviews mit Experten und Expertinnen regionaler und überregionaler institutioneller Akteure wurden Einschätzungen zu den Auswirkungen der Reform auf die Pflegearbeit und zu den Anforderungen an ihre praktische Umsetzung gewonnen. Vergleichend wurden die Ausbildungssysteme der Niederlande und Österreichs hinzugezogen. Auf dieser Grundlage wird das Reformergebnis bewertet und es werden Ansatzpunkte für eine erfolgreiche Umsetzung der Reform benannt.
    Buch
    Band:
      248  736
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Gewerkschaftliche Strategien im Niedriglohnsektor
    (Arbeitnehmerkammer Bremen, 2021-02)
    Die Lohnentwicklung in Deutschland war in den letzten Jahrzehnten in den unteren Lohnsegmenten überwiegend durch Stagnation oder gar Realeinkommensverluste gekennzeichnet, was unter anderem im gezielten Ausbau des Niedriglohnsektors begründet war. Den Gewerkschaften ist es trotz schwindender Organisationsmacht und teilweise massivem Widerstand (auch anfänglich innergewerkschaftlichem) gelungen, den allgemeinen Mindestlohn durchzusetzen. Obgleich daraufhin die untersten Löhne anstiegen, hat sich die Niedriglohnquote nicht wesentlich verändert. Das kann auch darauf zurückgeführt werden, dass der Mindestlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle liegt. In der vorliegenden Studie werden das Sicherheits- und Bewachungsgewerbe, das Friseurhandwerk, die Gebäudereinigung sowie das Hotel- und Gaststättengewerbe untersucht. Der Untersuchungszeitraum beginnt schwerpunktmäßig nach der Einführung des Mindestlohns 2015. Ziel der Analysen ist es, Gelingensbedingungen aus Sicht der Gewerkschaften zu identifizieren, um hohe Tariflohnsteigerungen durchzusetzen, den Einsatz atypischer Beschäftigungsformen zu reduzieren und darüber hinaus Arbeitsbedingungen im Niedriglohnsektor zu verbessern. Damit soll die Analyse einen Beitrag dazu liefern, die Strategien gegen Niedriglöhne zu systematisieren und zu verbessern.
    Buch
    Band:
      160  214