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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Gesellschaftliche Modernisierung und Regulierung von Arbeit : Abschlussbericht des Projektverbunds “Gesellschaftlicher Wandel und neue Regulierungsmuster von Arbeit”
    Globalisierung und Tertiarisierung, aber auch Individualisierung, Enttraditionalisierung und Subjektivierung von Arbeit markieren Prozesse und Entwicklungen, die auch in Deutschland die grundlegenden Rahmenbedingungen der Regulierung von Arbeit verändern und neue Anforderungen an sie generieren. Das Deutsche Modell der Arbeitsbeziehungen mit seinem spezifischen Arrangement von Regulierungsakteuren und -formen steht unter Anpassungsdruck. Dieser Forschungsbericht gibt Auskunft über die Forschungstätigkeiten im Rahmen des am IAW angesiedelten Projektverbundes „Gesellschaftlicher Wandel und neue Regulierungsmuster von Arbeit“. Er referiert die zentralen Ergebnisse aus den vier Teilprojekten und skizziert die Befunde, die sich als allgemeine Tendenzen aus ihnen ableiten lassen. Insgesamt bestätigt die Empirie des Forschungsverbundes, dass Arbeitsansprüche aus der Subjektperspektive an Gewicht gewinnen und dass die betriebliche und teilweise auch die individuelle Ebene bei der Regulierung von Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen an Bedeutung zunehmen. Die Befunde lassen aber - anders als vielfach angenommen - auch zukünftig keine durchgreifende und umfassende Individualisierung der Arbeitsbeziehungen erwarten.
    Bericht
    Band:
      165  125
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Reflexive Arbeitsgestaltung zwischen privaten und betrieblichen Ansprüchen
    Die gegenwärtigen gesellschaftlichen Umbrüche und Veränderungen werden häufig mit Argwohn betrachtet, da Sicherheiten und Selbstverständlichkeiten abnehmen, Flexibilität und Ungewissheit in Arbeit und Leben steigen dafür umso mehr an. Wie alle Veränderungen bergen auch diese unstrittig viele Risiken in sich, die u. a. als Massenarbeitslosigkeit oder Überarbeitung, fehlende Zukunftsperspektiven oder Kinderlosigkeit zu Tage treten. Aber sie enthalten auch Chancen für Selbstverwirklichung und Partizipation, die individuell und kollektiv ergriffen werden können, um die Lebens- und Arbeitswelt mitzugestalten. Langfristig könnten aktive Mitgestaltung und Mitentscheidung zur Grundlage einer neuen Arbeitskultur werden. Diese Überlegungen leiten das Konzept der reflexiven Arbeitsgestaltung an, das auf den Analysen und Interpretationen der Interdependenzen aktueller Veränderungen in der Erwerbs- und Lebenssphäre basiert. Demzufolge müssen Leben und Arbeit keine Antagonismen bilden, sondern können sich gegenseitig durchdringen und ergänzen. Beispiele für derartige Lebenskonstruktionen sind seit langem vorfindbar; ob und unter welchen Bedingungen sie als Modelle für eine allgemeinere Entwicklung gelten können, wird empirisch zu klären sein.
    Bericht
    Band:
      130  62