Bammann, Karin
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Item-typ:Veröffentlichung, Einflussfaktoren körperlicher Aktivität von 65-bis 75-Jährigen in Europa: eine ländervergleichende Längsschnittanalyse des Survey of Health, Ageing and Retirement in Europe (SHARE)(2015-07-30); Hintergrund: Ein wichtiges Ziel in Zeiten des demographischen Wandels ist es, älteren Menschen ein gesundes Altern zu ermöglichen. Körperliche Aktivität (KA) wirkt sich positiv auf fast alle Zivilisationskrankheiten, insbesondere Herz-Kreislauferkrankungen als Haupttodesursache in der EU, aus. Somit kann die Förderung KA dazu beitragen die Gesundheit bis ins hohe Alter zu erhalten. Damit dies gelingen kann, ist es wichtig die Prävalenz und die Einflussfaktoren von KA älterer Erwachsener zu identifizieren. Hier besteht ein erhebliches Forschungsdefizit. Ziel dieser Arbeit ist es in einer ländervergleichenden Längsschnittanalyse des europäischen SHARE-Datensatzes die Prävalenz der KA und die Einflussfaktoren auf die KA bei 65- bis 75-Jährigen zu identifizieren. Methoden: SHARE ist eine paneuropäische Studie im Paneldesign, die mit Hilfe von Computer Assisted Personal Interviewing (CAPI) ein breites Spektrum an Themengebieten abdeckt. Die Wellen 1, 2 und 4 fanden 2004/2005, 2006/2007 sowie 2011/2012 statt. Für die vorliegende Studie wurden Teilnehmer eingeschlossen, die zum Zeitpunkt der Welle 4 65 bis 75 Jahre alt waren und auch an Welle 1 und 2 teilgenommen hatten (n=3846; 54% Frauen; 46% Männer). Es wurde eine Einteilung in 4 Ländergruppen vorgenommen: Mitteleuropa (Deutschland, Österreich, Schweiz; n=810), Nordeuropa (Schweden, Dänemark, Niederlande; n=1143), Westeuropa (Belgien, Frankreich; n=1012) und Südeuropa (Italien, Spanien; n=881). Die Angaben zur KA wurden in 4 Gruppen kategorisiert und jeweils die Einflussfaktoren auf die höchste Gruppe (hohe körperliche Aktivität (HKA)) und auf die niedrigste Gruppe (geringe körperliche Aktivität (GKA)) per logistischer Regression ermittelt. Hierzu wurden Odds Ratios (OR) und 95%-Konfidenzintervalle (95%-KI) berechnet. Ergebnisse: Der Anteil der körperlich inaktiven Personen stieg mit dem Alter in allen Ländergruppen an (63 Jahre: 5,4%; 65 Jahre: 6,0% und 70 Jahre: 9,0%). Etwa ein Drittel der Befragten gehörte zur Gruppe mit hoher körperlicher Aktivität (HKA) (32,5%, n=1244), ein weiteres Achtel zur Gruppe mit geringer körperlicher Aktivität (GKA) (13,2%, n=506). Die Anteile variieren stark zwischen den Ländergruppen (HKA: von 42% (Nordeuropa) bis 21% (Südeuropa); GKA: von 22% (Südeuropa) bis 8% (Nordeuropa)). Stärkster Einflussfaktor für HKA in Welle 4 ist die KA in den Wellen 1 und 2 (Welle 1: OR: 2,1 (95%KI 1,7-2,4); Welle 2: OR: 2,5 (95%KI 2,1-3,0)). Darüber hinaus besitzen Faktoren der körperlichen Gesundheit (Anzahl chronische Erkrankungen: OR: 0,9 (95%KI 0,8-0,9); Aufenthalt im Krankenhaus: OR: 0,7 (95%KI 0,5-0,8)) in Welle 4 einen statistisch signifikanten unabhängigen Einfluss auf die KA in Welle 4. Ein weiterer identifizierter Einflussfaktor ist der Bildungsstand der Eltern (OR: 1,1 (95%KI 1,0-1,2)). Nach Kontrolle für alle anderen Einflussfaktoren sind weder Alter, noch Geschlecht, noch sozioökonomischer Status statistisch signifikant. Fazit: Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die Förderung KA zum einen bereits frühzeitig einsetzen sollte, zum anderen aber auch, dass sie in jedem Lebensalter lohnenswert ist, da sie den wichtigsten prognostischen Faktor für eine spätere KA darstelltMasterarbeit479 246 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Entwicklung und Anwendung von Normwerten für die körperliche Fitness älterer Erwachsener(2024-04-05); ; ; Körperliche Fitness ist eine wichtige Determinante für gesundes Altern. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnt der Erhalt der körperlichen Fitness von älteren Erwachsenen zunehmend an Relevanz. Der Senior Fitness Test wird weitläufig für die Erhebung der körperlichen Fitness von älteren Erwachsenen angewendet. Dessen Ergebnisse können anhand von Referenzwerten eingeordnet werden. Das Hauptziel dieser Arbeit war die Entwicklung und Anwendung normbasierter Referenzwerte (auch Normwerte genannt) für die körperliche Fitness von älteren Erwachsenen in Deutschland. Die Grundlage dieser Arbeit bilden drei Publikationen, welche zwischen 2021 und 2023 in internationalen wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Für die Analysen wurden Daten von 2.141 Teilnehmenden der OUT-DOOR ACTIVE-Studie verwendet, welche mittels Fragebogen, Gesundheitsuntersuchung (inklusive Fitnesstest) und Bewegungsmessung erhoben wurden. Es wurden alters- und geschlechtsspezifische Normwerte für die Handkraft, den 30s-Chair-Stand-Test, den 2min-Step-Test, den Sit-and-Reach-Test und den Backscratch-Test anhand von verallgemeinerten additiven Modellen für Lage-, Skalen- und Formparameter berechnet. Bei den entwickelten Normwerten zeigt sich ein sukzessiver Rückgang der körperlichen Fitness mit steigendem Alter. Frauen wiesen im Vergleich zu Männern niedrigere Werte bei der Handkraft, im 30s-Chair-Stand-Test und dem 2min-Step-Test sowie höhere Werte für den Sit-and-Reach-Test und den Backscratch-Test auf. Die Normwerte wurden für die Beschreibung einer Population, den internationalen Vergleich der körperlichen Fitness sowie die Identifikation relevanter Faktoren der körperlichen Fitness angewendet. In dieser Arbeit wurden erstmals Normwerte des Senior Fitness Tests für eine deutsche Population entwickelt. In der Anwendung konnte gezeigt werden, dass die Normwerte dazu geeignet sind, Unterschiede der körperlichen Fitness in verschiedenen Populationen aufzuzeigen und potenzielle Einflussfaktoren der körperlichen Fitness zu identifizieren.Dissertation288 404 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Die körperliche Aktivität im Kontext von gesundem Altern in Deutschland(2025-01-31); ; ; Der fortschreitende demographische Wandel und der damit zusammenhängenden Anstieg der Anzahl älterer Erwachsener führt zu einer Vielzahl an neuen Herausforderungen für Gesellschaft, Gesundheitswesen und Sozialsystem. Der Erhalt einer guten Gesundheit ist daher eine zentrale Aufgabe. Häufig resultieren gesundheitliche Probleme im Alter aus chronischen Erkrankungen, denen mit gesundheitsbewusstem Verhalten und Präventionsmaßnahmen entgegengesteuert werden kann. Daher wurde in dieser Arbeit die Rolle der körperlichen Aktivität im Kontext von gesundem Altern in Deutschland untersucht, mit Fokus auf dem sozioökonomischen Status, der Zeitverwendung sowie dem Geschlecht. Zur Beantwortung wurden drei Publikationen herangezogen, die in internationalen wissenschaftlichen Fachzeitschriften veröffentlicht wurden. Als Basis der Analysen dienten Fragebogendaten, objektiv erhobene Daten einer Bewegungsmessung mit Akzelerometern sowie einer körperlichen Untersuchung aus dem Projekt OUTDOOR ACTIVE. Die Ergebnisse zeigten einen positiven Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status und objektiv gemessener körperlicher Aktivität bei den Männern, jedoch nicht bei den Frauen. Zudem konnten Geschlechtsunterschiede hinsichtlich der verwendeten Zeit für verschiedene Aktivitätsdomänen gefunden werden. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass mehr Zeit für Freizeitaktivitäten und aktive Mobilität sowie eine höhere objektiv gemessene körperliche Aktivität mit einem verringerten Risiko für verschiedene gesundheitliche Einschränkungen zusammenhängen. Der gefundene Geschlechtsunterschied hinsichtlich der körperlichen Funktionsfähigkeit konnte zum Teil durch Gesundheitsindikatoren und chronische Erkrankungen erklärt werden. Die Ergebnisse stärken die Evidenzlage bezüglich körperlicher Aktivität und gesundem Altern in Deutschland. Sie liefern zudem Erkenntnisse, die bei der Entwicklung von Präventions- und Gesundheitsförderungsmaßnahmen für ältere Erwachsene berücksichtigt werden sollten.Dissertation195 249 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Elterliche Risikowahrnehmung im Kontext häuslicher Unfälle von Kindern(2024-06-10); ; ; Häusliche Unfälle stellen ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Säuglinge und Kleinkinder dar. Aufgrund ihrer potenziellen Vermeidbarkeit, der zum Teil schwerwiegenden gesundheitlichen Folgen sowie der daraus resultierenden Belastung des Gesundheits- und Sozialsystems kommt der Prävention häuslicher Kinderunfälle aus Public Health-Perspektive eine besondere Bedeutung zu. Eltern gelten als primäre Adressat:innen von Interventionen zur Prävention häuslicher Kinderunfälle. Ob und in welchem Umfang Eltern präventiv handeln, wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Aus theoretischer Perspektive gilt die Risikowahrnehmung als relevanter Einflussfaktor des gesundheitsbezogenen Verhaltens. Der Komplexität der Risikowahrnehmung geschuldet sind ein umfassendes Verständnis und detaillierte Informationen über die Risikowahrnehmung wesentliche Voraussetzungen einer zielgerichteten Ansprache der Adressat:innen. Für den spezifischen Kontext häuslicher Kinderunfälle liegen bislang jedoch nicht ausreichend Befunde über die elterliche Risikowahrnehmung vor. Das Ziel des Promotionsprojektes war daher die Untersuchung der elterlichen Risikowahrnehmung im Kontext häuslicher Unfälle von Kindern auf Basis eines sequenziellen, quantitativ-verallgemeinernden Mixed Methods-Designs. Ausgehend von der Forschungsfrage („Wie nehmen Eltern das Risiko ihrer Säuglinge und Kleinkinder in Bezug auf häusliche Unfälle wahr?“) wurden anhand von drei Studien kind-, eltern- und umweltbezogene Einflussfaktoren der elterlichen Risikowahrnehmung sowie des Unfallrisikos des Kindes identifiziert. Während die Ergebnisse auf einen positiven Zusammenhang zwischen der elterlichen Risikowahrnehmung und dem Unfallrisiko des Kindes hindeuten, zeigte die Forschungsarbeit hinsichtlich des Zusammenhangs zwischen der elterlichen Risikowahrnehmung und ihrem Präventionsverhalten widersprüchliche Befunde. Die Ergebnisse des Promotionsprojektes leisten einen wesentlichen Beitrag zu einem besseren Verständnis über die elterliche Risikowahrnehmung im Kontext häuslicher Kinderunfälle. Darüber hinaus können sie als Grundlage weiterer Forschung dienen, zu deren Aufgaben die Entwicklung einer eigenständigen Theorie zur elterlichen Risikowahrnehmung im spezifischen Kontext zählt. Diese kann Forschung und Unfallpräventionspraxis gleichermaßen dabei helfen, den komplexen Untersuchungsgegenstand besser zu verstehen und erfolgreiche Interventionen zur Prävention häuslicher Kinderunfälle zu entwickeln.Dissertation249 214
