Gerade angezeigt 1 - 2 von 2
  • Some of the metrics are blocked by your 
    Item-typ:Veröffentlichung,
    Auftritt der Schatten - Tendenzen der Tanzanalyse und ihre Bedeutung für die zeitgenössische Tanzästhetik am Beispiel des Balletts des späten 20. Jahrhunderts.
    Die Arbeit bietet eine Untersuchung des Entwicklungsstands der Analyse von Theatertanz mittels methodologischer Diskussion und der Darlegung eines Eigenbeitrags zur Erweiterung der tanzanalytischen Systematik. Die Ergänzung des Methodenkatalogs um neue Kriterien, die aus theoretischen Überlegungen zu Kunst und Ästhetik hergeleitet sind, ermöglicht neben einem profunderen Verständnis von Aufführungen, den Tanz im Verhältnis zu seinerGeschichte und zur zeitgenössischen Kunsttheorie wahrzunehmen.Die beiden untersuchten, stilistisch und theatral kontrastierenden Tanzwerke »Ring um den Ring« (M. Béjart, 1990) und »The Vertiginous Thrill of Exactitude« (W. Forsythe, 1996) verwenden das Vokabular und die tradierte Aufführungsästhetik des Balletts zugleich als Medium und Thema. Dies geschieht in beiden Fällen gemäß der strukturierenden und semantischen Funktion eines Mythos so funktioniert Ballett im ersten Stück als narrative Meta-Ebene für den handlungsbestimmenden Kunst-Mythos von Wagners »Ring«, imzweiten wird ein Mythos Ballett formal und in der choreographischen Struktur zitiert. Die Analyse konzentriert sich auf die komparatistische Betrachtung anhand des gemeinsamen Mediums Ballett und der in ihm reflektierten Tanzgeschichte. Sie zeigt, wie die Konzeption beider Werke dem Prinzip der mythischen Bastelei, der »Bricolage« entspricht. Zusätzlich verdeutlichen die Ergebnisse, dass generell Tendenzen der wissenschaftlichen Methodik Kriterien entsprechen, die sich im Tanz selbst widerspiegeln. So offenbaren sich Prinzipien, die die Tanzanalyse methodisch ergänzen. Konstruktionsprinzipien der Choreographierepräsentieren also zugleich charakteristische Aspekte zeitgenössischer ästhetischer Theorie. Dies zeigt, dass Tanzästhetik und theorie in der Tanzwahrnehmung zunehmend interagieren ein Phänomen, das den Theatertanz im untersuchten Zeitraum entscheidend zu prägen beginnt und die Tanzforschung in den allgemeinen kunsttheoretischen Diskurs integriert.
    Dissertation
      659  1345
  • Some of the metrics are blocked by your 
    Item-typ:Veröffentlichung,
    Tatjana Gsovsky und das Dramatische Ballett: Der ´Berliner Stil´ zwischen DER IDIOT und TRISTAN
    Der Begriff ´Dramatisches Ballett´ ist mit Tatjana Gsovsky verknüpft wie der des ´New-German-Dance´ mit dem Namen der Mary Wigman. Der Name Tatjana Gsovsky steht für eine spezielle Ära des Klassischen Balletts in Deutschland, die bis 1965 dauerte. Der ´Berliner Stil´, 1955 erstmals benannt, ist ein choreographisches Phänomen des Zwanzigsten Jahrhunderts. Durch ihre Aufgeschlossenheit versteht es die Choreographin in den fünfziger Jahren verschiedene neuzeitliche, zum Teil extreme künstlerische Bestrebungen in einer überzeugenden Weise in ihren Choreographien zu verarbeiten. Verschiedene Themen der Weltliteratur dienen als Grundlage ihrer Inszenierungen. In dieser Untersuchung werden ausgewählte Werke Tatjana Gsovskys auf diejenigen Züge hin beleuchtet, deren regelmäßige Wiederkehr dazu berechtigen, sie als Eigentümlichkeiten des ´Berliner Stils´ anzusprechen. Die Komponenten Tanzverständnis/Bewegung, Dramaturgie, Bildhaftigkeit, Expressivität, Bühnenausstattung, Musik werden eliminiert und analysiert. Dabei verdeutlichen sich unter den Stichpunkten ´Synthetischer Tanz´, Akzentuierung ihrer Handlungsdramaturgie auf tiefenpsychologische Schwerpunkte sowie ´Plastischer Tanz´ einiger der Eigenarten dieser choreographischen Ausprägung. Im Rahmen der Zusammenarbeit Tatjana Gsovskys mit verschiedenen Bühnenbildnern wird der ?Berliner Stil? und seine Beeinflussung durch die Phänomene des Expressionismus und Surrealismus einer intensiveren Betrachtung unterzogen, sowie die Eigenheiten der verschiedenen musikalischen Vorlagen als wesentliche Elemente der Inszenierungen beschrieben. Anhand biographischer Forschungen werden die Wurzeln einzelner Komponente verdeutlicht und dieses spezielle choreographische Oeuvre Tatjana Gsovskys innerhalb der besonderen tanzgeschichtlichen, kulturgeschichtlichen sowie politischen Gegebenheiten Berlins der Nachkriegszeit und der Fünfziger Jahre des 20sten Jahrhunderts dargelegt.
    Dissertation
      582  132