Krise im Kinder- und Jugendhilfesystem: Ende oder Wende? Systemische Perspektiven auf die Kinder- und Jugendhilfe im Kontext von Fachkräftemangel
Veröffentlichungsdatum
2026-01-08
Autoren
Betreuer
Zusammenfassung
Die Benennung eines Sachverhalts als Krise hat eine machtvolle Wirkung. Aktuell wird der Krisenbegriff vermehrt mit der derzeitigen Situation der Kinder- und Jugendhilfe, langen Verweildauern in der Inobhutnahme und der Ressourcenknappheit im Jugendamt im Kontext von Fachkräftemangel und knappen Haushaltslagen der Kommunen in Verbindung gebracht. Auf den Fachkräftemangel und weiter gesellschaftliche Faktoren als externe Rahmenbedingungen der Kinder- und Jugendhilfe haben ihre Fachkräfte allerdings wenig bis gar keinen Einfluss, sodass sie sich bei der Aufrechterhaltung der Funktions- und Zielerfüllung der Kinder- und Jugendhilfe im Kontext der Krise vermehrt als handlungsunfähig wahrzunehmen scheinen. In dieser literaturbasierten Arbeit wird deshalb mit systemischer Sicht auf die wahrgenommene Krise der Kinder- und Jugendhilfe geblickt, denn Krisen beschreiben eine Verdichtung von verschiedenen Belastungsmomenten, die nicht mit einer Ursache erklärbar sind. Eine systemische Perspektivveränderung kann den Blick weg von einer linearen Ursache-Wirkungsperspektive auf den Fachkräftemangel und die Kinder- und Jugendhilfe im Kontext der Krisenwahrnehmung lenken und durch eine Einladung zu einer zirkulären Betrachtungsweise, das Einnehmen einer anderen Perspektive und die damit einhergehende Kommunikationsveränderung die Sicht auf die eigene Handlungsfähigkeit vergrößern. Dies geschieht durch die Anwendung der systemischen Haltung auf die aktuelle Situation der Kinder- und Jugendhilfe, indem prozessorientiert und analytisch entlang von Grafiken, die der Reduktion von Komplexität dienen, vorgegangen wird, sodass anschließend lösungsorientiert Handlungsimpulse fokussiert werden können. Denn damit diese Krise nicht das Ende der Kinder- und Jugendhilfe, sondern eine Wende darstellt, werden neben neuen Perspektiven auf die Krise, auf die zirkuläre Systemkommunikation und auf das Problem vor allem Fachkräfte gebraucht, die sich unter aktuellen Bedingungen als handlungsmächtig wahrnehmen.
Schlagwörter
Kinder- und Jugendhilfe
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Fachkräftemangel
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Soziale Arbeit
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Ressourcen
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Ressourcenknappheit
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Ressourcenorientierung
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Systemischer Ansatz
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Systemtheorie
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Konstruktivismus
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Niklas Luhmann
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Krise
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Krisenwahrnehmung
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Krisenintervention
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Inobhutnahme
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Hilfen zur Erziehung
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Jugendamt
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Allgemeiner Sozialer Dienst
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Systemungleichgewicht
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Zirkularität
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Perspektivwechsel
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Reframing
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systemische Hypothesen
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Hypothesenbildung
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Professionalität
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Haltung
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Kommunikation
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Kommunikationsveränderung
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Meta-Perspektive
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Modell
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Systemkommunikation
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Ungleichgewicht
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Gleichgewicht
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Handlungsfähigkeit
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Handlungsunfähigkeit
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Finanzknappheit
Institution
Institute
Dokumenttyp
Text::Abschlussarbeit::Abschlussarbeit (Bachelor)
Sprache
Deutsch
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Name
Elena_Schulte_Krise im Kinder- und Jugendhilfesystem - Ende oder Wende - Systemische Perspektiven auf die Kinder- und Jugendhilfe im Kontext von Fachkräftemangel.pdf
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