Strukturwandel im Verbändesystem der deutschen Elektrowirtschaft von den Anfängen bis zum Beginn der Weimarer Republik
Veröffentlichungsdatum
2017-12
Autoren
Zusammenfassung
Verbandsgeschichten werden traditionell aus der Binnenperspektive des jeweiligen
Verbandes verfasst. Sie zeichnen aus der Rückschau auf das Erreichte die Verbandsentwicklung als einen auf den aktuellen Zustand gerichteten Prozess nach und blenden dadurch mannigfache Umbrüche, Krisen und mögliche Pfadalternativen aus. Auch in den Darstellungen über Verbände in der Elektrotechnik und Elektroindustrie wie dem Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE) und dem Zentralverband der elektrotechnischen Industrie (ZVEI) dominieren Binnenperspektive und teleologische Sichtweise. Der folgende Beitrag möchte demgegenüber die Verbandsgeschichte als einen offenen Prozess begreifen und in einen erweiterten Kontext des Verbandsumfeldes stellen, d.h. in den komplexen Zusammenhang von Branchenentwicklung und Interessenpolitik, von Rahmenbedingungen und Strukturen der Verbändelandschaft der Elektroindustrie. Dazu wird der Begriff und Forschungsansatz des „Verbändesystems“ aufgegriffen, mit dem die neuere Verbandssoziologie das systemische Zusammenspiel unterschiedlicher Assoziationsbildungen und Interessenpolitiken analysiert. Zunächst soll ein kurzer Blick
auf offizielle Jubiläumsschriften und auf wissenschaftliche Studien zur Geschichte von
Elektroverbänden theoretisch-methodische Defizite und perspektivische Verkürzungen
der bisherigen Verbandsgeschichtsschreibung aufzeigen, die sich durch einen Rekurs
auf neuere system- und netzwerktheoretische Forschungsansätze der Analyse von
Interessenvertretungs- und Verbändesystemen überwinden ließen. Auf der Grundlage
einer neuen Periodisierung der Verbandsentwicklung werden dann wesentliche Umbrüche im „System der Elektroverbände“ von den Anfängen bis zum Beginn der Weimarer Republik und den Besonderheiten gegenüber anderen Branchen herausgearbeitet.
Verbandes verfasst. Sie zeichnen aus der Rückschau auf das Erreichte die Verbandsentwicklung als einen auf den aktuellen Zustand gerichteten Prozess nach und blenden dadurch mannigfache Umbrüche, Krisen und mögliche Pfadalternativen aus. Auch in den Darstellungen über Verbände in der Elektrotechnik und Elektroindustrie wie dem Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE) und dem Zentralverband der elektrotechnischen Industrie (ZVEI) dominieren Binnenperspektive und teleologische Sichtweise. Der folgende Beitrag möchte demgegenüber die Verbandsgeschichte als einen offenen Prozess begreifen und in einen erweiterten Kontext des Verbandsumfeldes stellen, d.h. in den komplexen Zusammenhang von Branchenentwicklung und Interessenpolitik, von Rahmenbedingungen und Strukturen der Verbändelandschaft der Elektroindustrie. Dazu wird der Begriff und Forschungsansatz des „Verbändesystems“ aufgegriffen, mit dem die neuere Verbandssoziologie das systemische Zusammenspiel unterschiedlicher Assoziationsbildungen und Interessenpolitiken analysiert. Zunächst soll ein kurzer Blick
auf offizielle Jubiläumsschriften und auf wissenschaftliche Studien zur Geschichte von
Elektroverbänden theoretisch-methodische Defizite und perspektivische Verkürzungen
der bisherigen Verbandsgeschichtsschreibung aufzeigen, die sich durch einen Rekurs
auf neuere system- und netzwerktheoretische Forschungsansätze der Analyse von
Interessenvertretungs- und Verbändesystemen überwinden ließen. Auf der Grundlage
einer neuen Periodisierung der Verbandsentwicklung werden dann wesentliche Umbrüche im „System der Elektroverbände“ von den Anfängen bis zum Beginn der Weimarer Republik und den Besonderheiten gegenüber anderen Branchen herausgearbeitet.
Schlagwörter
Elektroindustrie
;
Verband Deutscher Elektrotechniker (VDE)
;
Zentralverband der elektrotechnischen Industrie (ZVEI)
;
Geschichte
Institution
Institute
Dokumenttyp
Bericht
Serie(s)
Band
211
Zweitveröffentlichung
Nein
Sprache
Deutsch
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Name
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