Der IGH und das transnationale Recht. Das Verfahren BRD ./. Italien als Wegweiser der zukünftigen Völkerrechtsordnung
Veröffentlichungsdatum
2010
Autoren
Gericke, Carsten
Zusammenfassung
Am 22. Dezember 2008 erhob die Bundesrepublik Deutschland gegen die Republik Italien Klage vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag. Der Ausgang des Verfahrens ist von zentraler Bedeutung für die Zukunft der transnationalen Menschenrechtsdurchsetzung, denn der IGH wird darüber zu entscheiden haben, welche Rolle nationalen Gerichten bei der Durchsetzung zivilrechtlicher Entschädigungsansprüche im Feld der „transitional justice“ zukommt und wie das Spannungsfeld zwischen Menschenrechten einerseits und Staatenimmunität andererseits aufzulösen ist. Versteht man „transnationales Recht“ im Anschluss an Philip C. Jessup als ein Recht, das das Paradigma der Zwischenstaatlichkeit durchbricht, das von Individuen geltend gemacht werden kann und das den Dualismus von nationalem und internationalem Recht überwindet, kann man ohne Übertreibung sagen: Die Zukunft dieses transnationalen Rechts und der Möglichkeitsraum transnationaler Durchsetzungsstrategien zivilgesellschaftlicher Akteure wird maßgeblich vom Verlauf des Verfahrens in Den Haag abhängen.
Schlagwörter
Internationaler Gerichtshof (IGH)
Institution
Fachbereich
Dokumenttyp
Buch
Serie(s)
Band
2010,2
Zweitveröffentlichung
Nein
Lizenz
Alle Rechte vorbehalten
Sprache
Deutsch
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Name
wp2_2010_final_Archiv.pdf
Size
403,59 KB
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Adobe PDF
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