Spielerisch Lernen mit Educational Escape Games im naturwissenschaftlichen Unterricht
Veröffentlichungsdatum
2024-10-11
Autoren
Lathwesen, Chantal
Betreuer
Gutachter
Zusammenfassung
Schon in der frühkindlichen Phase schulen wir unsere motorischen, kognitiven und sozialen Fähigkeiten durch Spielen. Das Lernen erfolgt beiläufig und intrinsisch motiviert. Forschende und Lehrkräfte setzen Lernspiele ein, um der geringen Motivation und dem Engagement der Lernenden entgegenzuwirken. Ein neues Genre des spielerischen Lernens sind Educational Escape Games (EEG). In diesen müssen Lernende eine Vielzahl fachlicher Rätsel lösen, um schnellstmöglich aus einem Raum zu entkommen. Das Lösen der Rätsel gleicht einem kreativen Problemlöseprozess, wodurch sie besonders interessant für den naturwissenschaftlichen Unterricht sind. Zudem fördern kommerzielle Escape Rooms bereits interdisziplinäre Kompetenzen, wodurch das Spielkonzept überhaupt erst Anwendung in der Personal- und Schulbildung fand. Im Rahmen dieser Arbeit erfolgte eine theoretische Rahmung für den methodisch-
didaktischen Einsatz des Spielkonzepts. Um sich einen Überblick über die bereits vorhandenen EEGs zu machen, erfolgte zu Beginn eine literaturbasierte Analyse naturwissenschaftlicher EEGs. Folglich sind die meisten EEGs auf die tertiäre Bildung ausgerichtet. Der Großteil der EEGs kann nicht zeitgleich von der gesamten Lerngruppe gespielt werden und ist auf eine spezifische Schule/Lerngruppe ausgerichtet. Darüber hinaus liegen bisher wenige empirische Ergebnisse zu den kognitiven und emotionalen Effekten des Spielkonzepts vor. Auf dieser Grundlage wurden vier EEGs entwickelt und evaluiert. Acid Base Global kann zur
Wiederholung der Einheit Säure-Base-Chemie eingesetzt werden. Es handelt sich um eine analoge Tisch-/Brettspielversion mit inkludierten, experimentellen Rätseln. Das Expeditionsjournal ist ein analoges Educational Escape Buch zu den Sauerstoffübertragungsreaktionen. Der Fokus liegt hier auf dem Wissenserwerb. Ein EEG mit Nachhaltigkeitsbezug stellt der Green Chemistry Escape dar. Durch das digitale Lernspiel erhalten die Lernenden einen Einblick in die Prinzipien der grünen Chemie. Mit dem Crazy Safety Escape wird eine spielerische Alternative zur regulären Sicherheitseinweisung geboten. Dabei handelt es sich um ein hybrides EEG, das physische Rätselmaterialien mit digital eingebetteten Schlössern und Hinweisen vereint. Alle entwickelten EEGs lassen sich an die Kursgröße und die räumlichen Gegebenheiten anpassen. Außerdem sind sie auf die Sekundarstufen I und II ausgerichtet und curricular legitimiert. Die Ergebnisse der vier Fallstudien bestätigen, dass EEGs zum Erlernen von Fachinhalten sowie fächerübergreifenden Kompetenzen geeignet sind. Lernende stehen dem unterrichtlichen Einsatz von EEGs positiv gegenüber und wünschen sich einen häufigeren Einsatz. Zudem konnte ein positiver Effekt auf die Motivation der Lernenden festgestellt werden. EEGs stellen somit eine zukunftsweisende, kreative Lernmethode dar, die sich durch eine erhöhte Aktivität der Lernenden auszeichnet.
didaktischen Einsatz des Spielkonzepts. Um sich einen Überblick über die bereits vorhandenen EEGs zu machen, erfolgte zu Beginn eine literaturbasierte Analyse naturwissenschaftlicher EEGs. Folglich sind die meisten EEGs auf die tertiäre Bildung ausgerichtet. Der Großteil der EEGs kann nicht zeitgleich von der gesamten Lerngruppe gespielt werden und ist auf eine spezifische Schule/Lerngruppe ausgerichtet. Darüber hinaus liegen bisher wenige empirische Ergebnisse zu den kognitiven und emotionalen Effekten des Spielkonzepts vor. Auf dieser Grundlage wurden vier EEGs entwickelt und evaluiert. Acid Base Global kann zur
Wiederholung der Einheit Säure-Base-Chemie eingesetzt werden. Es handelt sich um eine analoge Tisch-/Brettspielversion mit inkludierten, experimentellen Rätseln. Das Expeditionsjournal ist ein analoges Educational Escape Buch zu den Sauerstoffübertragungsreaktionen. Der Fokus liegt hier auf dem Wissenserwerb. Ein EEG mit Nachhaltigkeitsbezug stellt der Green Chemistry Escape dar. Durch das digitale Lernspiel erhalten die Lernenden einen Einblick in die Prinzipien der grünen Chemie. Mit dem Crazy Safety Escape wird eine spielerische Alternative zur regulären Sicherheitseinweisung geboten. Dabei handelt es sich um ein hybrides EEG, das physische Rätselmaterialien mit digital eingebetteten Schlössern und Hinweisen vereint. Alle entwickelten EEGs lassen sich an die Kursgröße und die räumlichen Gegebenheiten anpassen. Außerdem sind sie auf die Sekundarstufen I und II ausgerichtet und curricular legitimiert. Die Ergebnisse der vier Fallstudien bestätigen, dass EEGs zum Erlernen von Fachinhalten sowie fächerübergreifenden Kompetenzen geeignet sind. Lernende stehen dem unterrichtlichen Einsatz von EEGs positiv gegenüber und wünschen sich einen häufigeren Einsatz. Zudem konnte ein positiver Effekt auf die Motivation der Lernenden festgestellt werden. EEGs stellen somit eine zukunftsweisende, kreative Lernmethode dar, die sich durch eine erhöhte Aktivität der Lernenden auszeichnet.
Schlagwörter
Chemieunterricht
;
Game-Based-Learning
;
Escape Rooms
;
Problemorientiertes Lernen
Institution
Fachbereich
Dokumenttyp
Dissertation
Sprache
Deutsch
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Name
Spielerisch Lernen mit Educational Escape Games im naturwissenschaftlichen Unterricht Promotion Lathwesen.pdf
Size
32.6 MB
Format
Adobe PDF
Checksum
(MD5):d1e3766124f6983226ea6b5413d656c9
