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    Chile – Auf dem Weg zu einer neuen Demokratie?
    Proteste von Schüler:innen gegen eine Erhöhung der Metropreise um 30 Pesos führten in Chile im Oktober 2019 zu einer sozialen Revolte (estallido social). Aus der Kritik an 30 Pesos wurde eine Kritik an der Politik der letzten 30 Jahre nach dem Ende der Pinochet-Diktatur. Die Revolte richtete sich gegen die massive soziale Ungleichheit und mündete in die Forderung nach einer neuen Verfassung. In der bis heute geltenden Verfassung von 1980 ist das neoliberale Wirtschaftsmodell verankert. Der Band zu der 18. szenischen Lesung der Reihe „Aus den Akten auf die Bühne“ enthält Beiträge und Quellen zu der Geschichte Chiles im 20./21. Jahrhundert. Themen sind zum Beispiel das Massaker an der Schule Santa Maria de Iquique (1907), Rohstoffe – Chiles offene Ader, Erinnerung als gesellschaftliche Intervention, Einfluss von Frauenbewegungen, Plurinationalität, Geschichte des Arbeitsrechts, Wahrheitskommissionen sowie Verfassungsgeschichte und Verfassungsdebatte.
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      814  401