Steglich, ManfredManfredSteglich2025-10-142025-10-142025-09https://media.suub.uni-bremen.de/handle/elib/23064https://doi.org/10.26092/elib/4768Der Beitrag untersucht die kritische Funktion ästhetischer Erfahrung im Spannungsfeld zwischen Theodor W. Adornos negativer Dialektik und Julia Kristevas Theorie des Abjekten. Ausgehend von der Frage nach dem Potenzial künstlerischer Praxis zur Subjektkritik wird gezeigt, dass Kunst nicht als affirmatives Medium gesellschaftlicher Ordnung fungiert, sondern als Ort ihrer Subversion. Während Adorno in der autonomen Form des Kunstwerks ein Widerstandspotenzial gegen die Totalität des Bestehenden erkennt, eröffnet Kristeva durch die Kategorie der Abjektion einen Zugang zur prä-subjektiven Erfahrung und zur Destabilisierung symbolischer Ordnung. Beiden Ansätzen gemeinsam ist die Einsicht, dass ästhetische Erfahrung weniger in der Mitteilung von Sinn als in der Erschütterung von Identität besteht. Die Arbeit entwickelt diese theoretische Konstellation anhand exemplarischer Werkanalysen (Celan, Plath) und zeigt, wie Kunst als Zone des Risses erscheint – als Möglichkeitsraum eines kritischen Subjekts, das sich in der Auseinandersetzung mit dem Nicht-Identischen, dem Triebhaften und dem Verstörenden konstituiert.dehttps://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ÄsthetikDialektikAdornoKristevaNegationAbjektion100 Philosophie und PsychologieÄsthetik der Negation, Semiotik der Subversion: Adorno und Kristeva im Dialog der DifferenzText10.26092/elib/4768urn:nbn:de:gbv:46-elib230649