Puschner, UweUwePuschner2022-02-172022-02-172021-11-18978-3-89646-559-7https://media.suub.uni-bremen.de/handle/elib/5465https://doi.org/10.26092/elib/1198Willibald Hentschels zwischen 1901 und 1925 in vier stetig veränderten, erweiterten und den Zeitverhältnissen jeweils angepassten Auflagen erschienenes, nach dem Ersten Weltkrieg auf drei Bände angewachsenes Haupt- und Lebenswerk Varuna ist dem Genre der kulturkritischen Weltanschauungsmanifeste zuzuzählen, die in der Umbruchs- und Krisenepoche im Halbjahrhundert zwischen 1880 und 1930 Konjunktur hatten. Eine größere Öffentlichkeit erreichte Hentschel damit nicht. Sein und Varunas Wirkungsradius blieben vornehmlich auf die sich in dieser Epoche formierende und etablierende völkische Bewegung beschränkt. Varuna zählte neben Paul de Lagardes Deutschen Schriften und Houston Stewart Chamberlains Grundlagen des Neuzehnten Jahrhunderts zum völkischen Weltanschauungskanon, ohne an den Einfluss dieser epochalen Bestseller heranzureichen. Wenngleich Varuna den originären völkischen Denkstil ebenso abbildet wie den völkischen Weltanschauungskosmos erfuhr das Werk innerhalb der Bewegung verhaltene Resonanz, in erster Linie aufgrund des radikalen Rassezuchtprogramms „Mittgart“, dem zukunftsorientierten Fluchtpunkt von Hentschels Überzeugung der rassischen Gesetzmäßigkeiten unterliegenden, auf annähernd 500 Seiten entfalteten Menschheits- und Zivilisationsgeschichte.dehttps://creativecommons.org/licenses/by/4.0/KulturkritikKulturpessimismusRassenhygieneRassentheorieRassismusSozialdarwinismusvölkische Weltanschauung900VarunaText::Zeitschrift::Wissenschaftlicher Artikel10.26092/elib/1198urn:nbn:de:gbv:46-elib54658