Niehaves, BjörnBjörnNiehavesWeber, SebastianSebastianWeberWyszynski, MarcMarcWyszynskiPröschold, Jette F.Jette F.Pröschold2026-05-122026-05-122026-03-31https://media.suub.uni-bremen.de/handle/elib/24802https://doi.org/10.26092/elib/6024Durch die Festigung und Neugestaltung individueller Kundenbeziehung im Friseurhandwerk verfolgt FrisAR das Ziel einer gesteigerten Kundenzufriedenheit. Dabei werden Wertschöpfungsprozesse modernisiert, erleichtert und auf den Kunden ausgerichtet. Durch Augmented Reality (AR) wird die Tätigkeit von Friseur*innen unterstützt, um mögliche Kommunikationsprobleme mit Kund*innen zu reduzieren. Dafür wird eine App entwickelt, die aus den folgenden Bausteinen besteht: 1. Erhöhung der Kundenzufriedenheit: Die App ermöglicht es Kund*innen, Präferenzen in Bezug auf das gewünschte Stylingergebnis anzugeben, dynamische Anpassungen vorzunehmen und diese zu teilen. Zusätzlich können verschiedene Stylingvarianten bereits vor der Umsetzung individuell und realitätsnah visuell eruiert werden. Dadurch sollen Dienstleistungsprozess und Kundenerlebnis gesteigert werden. 2. Nutzung von Kundendaten zur Optimierung von Wertschöpfungsprozessen: Durch FrisAR wird dem Friseurhandwerk die Ergründung neuer Geschäftsmodelle unter Einbindung digital gestützter Interaktionen, sowie die individualbasierte Angebotserstellung anhand erfasster Kundendaten ermöglicht. Traditionsbedingte Vorgänge können mit den Aspekten der Digitalisierung verbunden und für zukünftige Arbeitsprozesse genutzt werden. Ziel des Teilvorhabens ist es, technische und nutzerbezogene Anforderungen sowie Verbraucherschutzaspekte als Grundlage des Entwicklungsprozesses und als Grundbaustein des Projektes zu identifizieren. Mittels sozialempirischer Methode wird die Akzeptanz des in FrisAR zu entwickelnden Technologie-Demonstrators anhand akzeptanztheoretischer Hypothesen und Modellen untersucht. Des Weiteren sollen exemplarische Geschäftsmodelle für das Friseurhandwerk entwickelt werden, die die Aspekte der Einführung neuer Technologie beachten und den klassischen Geschäftsmodellen gegenüberstehen. Durch Veröffentlichungen und Vorträgen sollen die Aufmerksamkeit auf die Erkenntnisse und Ergebnisse gestärkt werden.Im Alltag vieler Friseursalons treffen heute zwei Welten aufeinander: die analoge klassische handwerkliche Arbeit am Stuhl und zunehmend digitale Abläufe drumherum. Termine werden online gebucht, Kund:innen lassen sich von Sozialen Medien inspirieren un Bewertungen beeinflussen die Wahl des Salons. Gleichzeitig bleibt das Handwerk selbst aber analog geprägt. Für das Forschungsprojekt FrisAR wurde dieser Übergang der Digitalisierung genauer untersucht. Grundlage ist eine bundesweite Status-quo-Interviewstudie mit 26 Friseurbetrieben. Das Ziel war es, ein Verständnis für den aktuellen Stand der Digitalisierung im Salonalltag zu erlangen: wo ist die Digitalisierung bereits selbstverständlich? Und wo bestehen noch Hürden? Die Ergebnisse zeichnen ein differenziertes Bild: 58 % der befragten Betriebe nutzen bereits Online-Terminbuchungssysteme und haben damit zentrale digitale Prozesse in den Salonalltag integriert. Gleichzeitig zeigte die Studie jedoch auch bestehende Brüche im Digitalisierungsgrad: 23 % der Betriebe sind der Nutzung neuer Technologien gegenüber noch zurückhaltend oder nicht überzeugt, während 12 % bislang keine digitalen Strukturen in den Salonalltag integriert haben. Viele Betriebe nutzen digitale Werkzeuge bereits aktiv, wie etwa zur Terminbuchung, zur Kundenkommunikation oder zur Präsenz in sozialen Medien. Insgesamt zeigt sich damit das Bild einer Branche im Übergang zwischen traditioneller Handwerksarbeit und digital erweiterten Dienstleistungsprozessen. Zur weiteren Einordnung wurden mögliche Technologien entlang der Dimensionen Branchenspezifität und Marktverfügbarkeit evaluiert. Daraus entstand eine vierstufige Handlungsempfehlung, welche Betrieben eine Orientierung bieten soll, wie sie digitale Lösungen schrittweise integrieren können, ohne den Charakter ihres Handwerks zu verlieren.dehttps://creativecommons.org/licenses/by/4.0/DigitalisierungHandwerk 4.0FriseurbetriebeStatus-QuoFrisAR000 Informatik, Informationswissenschaft, allgemeine Werke::000 Informatik, Wissen, Systeme::000 Informatik, Informationswissenschaft, allgemeine WerkeSchere, Farbe, Algorithmus: Friseurhandwerk digital gedachtSonstige10.26092/elib/6024urn:nbn:de:gbv:46-elib248023