Andre, ThomasThomasAndre2026-06-052026-06-052006-02https://media.suub.uni-bremen.de/handle/elib/24003https://doi.org/10.26092/elib/5445Das als „Bashing“ bezeichnete Verunglimpfen der Generation der „68er“ ist derzeit en vogue – die Protagonisten der „kleinen deutschen Kulturrevolution“ (Gerd Koenen) treten ab. Anzeichen für einen Generationenkonflikt, der von den Nachgeborenen ausgeht, finden sich in der deutschsprachigen Literatur seit Mitte der 1990er Jahre. Die sogenannte Popliteratur formuliert dabei explizit ein Verhältnis zur Elterngeneration, das wesentlich von Eifersucht geprägt ist. In der vorliegenden Arbeit soll diesem Verhältnis anhand der Texte von Christian Kracht (Faserland) und Sven Lager (Phosphor) nachgespürt werden. Die ausführliche Analyse führt den Verfasser in die Debatte um die Postmoderne, da die gesellschaftlichen Voraussetzungen der Revolte von 1968 heute nicht mehr gegeben sind. Den „68ern“ entstammt die erste Alterskohorte, die sich nicht mehr auf die Maßgaben der Eltern verpflichten ließ. Die Studentenrebellen entzogen sich den Erwartungen, die ihnen von der Elterngeneration auferlegt wurden. Der Kulturwissenschaftler Matthias Waltz beschreibt in seinem Buch Ordnung der Namen die Prozesse, die aus der „Alten Welt“ in die Namenlosigkeit der postmodernen Gesellschaft führen. Von diesem Ort aus betrachten die Kinder der „68er“ ihre Eltern. Die vorliegende Arbeit versucht, den Weg von den Protagonisten der Revolte zum diskutierenden, selbsternannten „popkulturellen Quintett“ von Tristesse Royale nachzuvollziehen und die Gründe für diesen Wandel aufzuspüren.deAlle Rechte vorbehaltenPopkulturGenerationenkonflikt800 Literatur::830 Deutsche und verwandte LiteraturenDer Generationenkonflikt in der deutschen PopliteraturText::Bericht10.26092/elib/5445urn:nbn:de:gbv:46-elib240037