Professionalisierung durch Videoreflexion von Sprachförderkompetenzen in inklusiven Settings – Entwicklung und Evaluation einer Professionalisierungsmaßnahme im Rahmen des Lehramtsstudiums
Veröffentlichungsdatum
2026-07-28
Autoren
Hoge, Katharina
Betreuer
Gutachter
Zusammenfassung
Die alltagsintegrierte Anwendung von Sprachförderstrategien ermöglicht es Lehrkräften, sprachliche Lernprozesse in der Unterrichtsinteraktion anzuregen. Angesichts sprachlicher Vielfalt in inklusiven Settings benötigen alle (angehenden) Lehrkräfte entsprechende universelle Sprachförderkompetenzen. Die vorliegende Studie entwickelt und evaluiert dazu ein Lehr-Lern-Labor-Seminar (LLL), das theoriebasiertes Lernen, videografierte Praxiserprobungen und videobasierte Reflexion verzahnt. Untersucht wird, welche Professionalisierungsprozesse sich bei Lehramtsstudierenden hinsichtlich ihrer Reflexionsperformanz und ihrer Sprachförderkompetenz zeigen und welche Zusammenhänge zwischen beiden Dimensionen bestehen.
Im Rahmen eines explorativen Transferdesigns wurden bei N = 26 Lehramtsstudierenden zu vier Messzeitpunkten das sprachförderbezogene Wissen und Können (SprachKoPF), die Reflexionsperformanz (Reflexionsbreite, Reflexionstiefe, Elaborationsqualität) anhand von Fremd- und Eigenvideoreflexionen sowie der videografierte Strategieeinsatz in zwei Praxissituationen (Peer-Rollenspiel, Interaktion mit Vorschulkindern) erfasst und nonparametrisch ausgewertet.
Die Reflexionsperformanz stieg in der Fremdvideoreflexion auf allen drei Dimensionen signifikant an, während Wissen und Können auf Ebene der Gesamtscores stabil blieben. Die stärksten Zusammenhänge zeigte die seminarbezogene Reflexionsbreite: Sie war mit einem höheren Anteil komplexer Sprachförderstrategien in der Kinderinteraktion und höheren SprachKoPF-Post-Scores assoziiert. Die Befunde bestätigen die Disposition-Performanz-Diskrepanz, markieren den Praxistransfer als eigenständige didaktische Aufgabe und begründen Empfehlungen für die hochschuldidaktische Gestaltung sprachförderbezogener LLL-Seminare.
Im Rahmen eines explorativen Transferdesigns wurden bei N = 26 Lehramtsstudierenden zu vier Messzeitpunkten das sprachförderbezogene Wissen und Können (SprachKoPF), die Reflexionsperformanz (Reflexionsbreite, Reflexionstiefe, Elaborationsqualität) anhand von Fremd- und Eigenvideoreflexionen sowie der videografierte Strategieeinsatz in zwei Praxissituationen (Peer-Rollenspiel, Interaktion mit Vorschulkindern) erfasst und nonparametrisch ausgewertet.
Die Reflexionsperformanz stieg in der Fremdvideoreflexion auf allen drei Dimensionen signifikant an, während Wissen und Können auf Ebene der Gesamtscores stabil blieben. Die stärksten Zusammenhänge zeigte die seminarbezogene Reflexionsbreite: Sie war mit einem höheren Anteil komplexer Sprachförderstrategien in der Kinderinteraktion und höheren SprachKoPF-Post-Scores assoziiert. Die Befunde bestätigen die Disposition-Performanz-Diskrepanz, markieren den Praxistransfer als eigenständige didaktische Aufgabe und begründen Empfehlungen für die hochschuldidaktische Gestaltung sprachförderbezogener LLL-Seminare.
Schlagwörter
Professionalisierung
;
Sprachförderkompetenz
;
Lehramtsausbildung
;
Inklusion
;
Videoreflexion
Institution
Institute
Dokumenttyp
Dissertation
Sprache
Deutsch
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Name
Professionalisierung durch Videoreflexion von Sprachförderkompetenzen in inklusiven Settings – Entwicklung und Evaluation einer Professionalisierungsmaßnahme im Rahmen des Lehramtsstudiums.pdf
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Format
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