Die mentale Gesundheit von Fachkräften der (stationären) Kinder- und Jugendhilfe im Fokus. Zwischen emotionalen Anforderungen und psychischen Risiken gesund bleiben
Veröffentlichungsdatum
2025-09-24
Autoren
Fortkamp, Alissa
Betreuer
Prof. Dr. Sabine Wagenblass, Prof. Dr. Antje Krueger
Zusammenfassung
Die psychische Erkrankung von Fachkräften in der Sozialen Arbeit nimmt anhand der eingereichten Arbeitsunfähigkeits-Tage in den letzten Jahren stetig zu, parallel steigt die Anzahl vakanter Steller in diesem Arbeitsbereich. Anhand bisheriger Studien konnten vor allem in der Kinder- und Jugendhilfe mehrere Faktoren ermittelt werden, die ein erhöhtes Risiko für die Gesundheit der Fachkräfte darstellen, wie finanziell und strukturell eingeschränkte Rahmenbedingungen sowie die mitgebrachten Problemlagen der zu betreuenden Kinder und Jugendlichen. Sie bergen eine Gefahr für Mitarbeitende, anhaltender Überlastung ausgesetzt zu werden, aus der sich u.a. berufsbedingte Erschöpfung entwickeln kann. Eine hohe Arbeitszufriedenheit durch wirksame Selbstfürsorge korreliert dagegen mit einer niedrigeren Burnout-Gefahr, doch die Datenlage über weitere Einflussfaktoren ist übersichtlich. Die Arbeit beschäftigt sich deshalb mit der Frage, was Fachkräfte in diesem Arbeitsfeld brauchen, um am Arbeitsplatz gesund zu bleiben. Hierzu wurden innerhalb eines Bremer Jugendhilfeträgers semistrukturierte leitfadengestützte Interviews mit Fachkräften geführt, die im stationären Bereich arbeiten oder mit diesem arbeitsplatzbedingte Überschneidungen aufweisen. Die Aussagen wurden mithilfe der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet. Die Ergebnisse machen deutlich, dass Selbstfürsorge im Dienstplan eingearbeitet werden sollte, um notwendige Regeneration zu gewährleisten. Die Voraussetzung hierfür sind entsprechende Rahmenbedingungen und eine verlässliche Abgrenzung zwischen Frei- und Arbeitszeit. Berufsanfänger*innen sollten in ihrer Selbstreflexion unterstützt werden, sodass eigene Grenzen frühzeitig erkannt und berücksichtigt werden können. Das Team und die Leitung können zudem eine emotionale Versorgung sicherstellen, wenn gegenseitiges Vertrauen sowie eine offene Feedback-Kultur herrschen. Mental stabilisierend wirken ebenfalls traumapädagogische Ansätze, wenn sie zusammen mit trägerinternen Entlastungsangeboten standardisiert werden und als Teil eines Schutzkonzeptes für Mitarbeitendengesundheit etabliert werden. Ein erster Versuch eines solchen Schutzkonzeptes ist in dieser Arbeit enthalten.
Schlagwörter
mentale Gesundheit
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Kinder- und Jugendhilfe
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Fachkräfte
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Selbstfürsorge
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institutionelle Rahmenbedingungen
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traumapädagogisches Wissen
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emotionale Versorgung
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qualitative Studie
Institution
Fachbereich
Soziale Arbeit
Dokumenttyp
Text::Abschlussarbeit::Abschlussarbeit (Master)
Sprache
Deutsch
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Name
Masterarbeit_mentale Gesundheit von Fachkräften in der Kinder- und Jugendhilfe
Type
Main Article
Description
Masterarbeit, Studiengang Soziale Arbeit, Hochschule Bremen, 2025
mentale Gesundheit von Fachkräften in der (stationären) Kinder- und Jugendhilfe
qualitative Studie in Bremen
Size
1.19 MB
Format
Adobe PDF
Checksum
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