Klienten*innendokumentation der ambulanten Glücksspielsuchtberatungen in Niedersachsen 2024-2025
Date Issued
2026-09-03
Project(s)
Wissenschaftliche Analyse des Präventions-, Betreuungs- und Versorgungsangebots für problematische und pathologische Glücksspieler*innen und ihre Angehörigen in Niedersachsen: Schwerpunkt Klientendokumentation und illegales Glücksspiel
Funding(s)
Niedersächsisches Ministerium für lnneres, Sport und Digitalisierung
Abstract
Dieser kommentierte Tabellenband stellt eine Fortsetzung der jährlichen Analysen von Daten dar, die sich auf Klienten*innen mit einer Glücksspielproblematik sowie ihre Angehörigen aus der ambulanten Suchtberatung im Bundesland Niedersachsen beziehen. Im Fokus der Auswertungen stehen das Kalenderjahr 2025 und die standardisierten Angaben von Berater*innen an 26 Standorten des regionalen ambulanten Glücksspielsuchthilfesystems Niedersachsens. Nach Datenbereinigung fanden insgesamt 1.000 Fälle bei den statistischen Analysen Berücksichtigung. Diese Stichprobe umfasste 811 Problemspieler*innen (81%) und 189 Angehörige (19%). Für das Beratungsjahr 2025 lassen sich auszugsweise folgende Hauptbefunde zusammenfassen: (1) Etwa 66% der Problemspieler*innen wurden über eine Internetsuche auf das lokale Hilfeangebot aufmerksam. (2) Über 60% der Problemspieler*innen benannten Internetglücksspiele (Automatenspiele, Sportwetten, Poker, Casinospiele) als problembehaftete Glücksspielform. (3) Das mittlere Glücksspiel-Erstkontaktalter betrug knapp 21 Jahre, der geringste mittlere Wert entfiel bei glücksspielformspezifischer Betrachtung auf das Automatenspiel in Gaststätten (M=19,6 Jahre). (4) Die mittlere Dauer der Problementwicklung (Störungsalter – Erstkontaktalter) lag über alle Glücksspielformen hinweg bei knapp fünf Jahren, auffallend schnelle Problementwicklungen ließen sich beim Automatenspiel in Spielbanken, beim Großen Spiel im Internet sowie bei Automatenspielen im Internet mit mittleren Zeiträumen von etwa zwei Jahren beobachten. (5) Eine deutliche Mehrheit der Klienten*innen gab Problemspielformen aus dem legalen Sektor (vs. illegaler Sektor) an. (6) Etwa jede dritte problematisch spielende Person berichtete davon, dass Werbung einen eher oder sehr starken Einfluss darauf hatte, mit dem Glücksspiel zu beginnen, knapp die Hälfte berichtete von einem eher bzw. sehr starken Einfluss der Werbung auf die weitere Spielteilnahme.
Subjects
Glücksspiel
;
Glücksspielsucht
;
Klienten*innen
;
Profil
;
Spielerschutz
Institution
Type
report
Secondary publication
No
Language
German
File(s)![Thumbnail Image]()
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Name
NLS_Klienten_25_Archiv.pdf
Size
981.79 KB
Format
Adobe PDF
Checksum
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