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  4. Anwendung von direkten oralen Antikoagulantien im realen Versorgungsgeschehen unter besonderer Berücksichtigung von Risikoprofilen
 
Zitierlink DOI
10.26092/elib/6277

Anwendung von direkten oralen Antikoagulantien im realen Versorgungsgeschehen unter besonderer Berücksichtigung von Risikoprofilen

Veröffentlichungsdatum
2026-07-17
Autoren
Voss, Annemarie
Universität Bremen  
Betreuer
Haug, Ulrike  
Gutachter
Hoffmann, Falk  
Schmiemann, Guido  
Zusammenfassung
Orale Antikoagulantien (OAKs) werden zur Schlaganfallprophylaxe und Prävention systemischer Embolien bei erwachsenen Patienten mit nicht-valvulärem Vorhofflimmern (nvVHF) verwendet. Zur medikamentösen Therapie stehen zwei OAK-Gruppen zur Verfügung: Vitamin-K-Antagonisten (VKAs, z. B. Phenprocoumon) und direkte orale Antikoagulantien (DOAKs). In dieser Doktorarbeit wird analysiert, wie sich die Risikoprofile und Wechselmuster von OAK-Neunutzern über die Jahre von 2011 bis 2019 verändern. Angesichts des anhaltenden Bedarfs an Real-World-Daten zum Vergleich von DOAKs und Phenprocoumon sind diese Erkenntnisse essentiell für die Interpretation aktueller Studien, sowie die Konzipierung neuer Studien. Hierzu wurden drei Kohortenstudien basierend auf Versichertendaten durchgeführt. Es wird deutlich, dass DOAKs zunehmend den Standard der Erstverordnung darstellen, während Phenprocoumon an Bedeutung verliert (2012: 64 % vs. 2019: 5 %). Gleichzeitig verändern sich die Grundcharakteristika der Patientengruppen hinsichtlich Alter, Komorbiditäten, Schlaganfall- und Blutungsrisiko je nach Wirkstoff und Jahr. Es zeigten sich Unterschiede in den Risikoprofilen zwischen neuen Nutzern verschiedener DOAKs und erhebliche Veränderungen bei neuen Phenprocoumon-Nutzern. Speziell für das DOAK Rivaroxaban konnten Unterschiede zwischen Deutschland und den Niederlanden als Teil der Rivaroxaban Post-Approval Safety-Studie festgestellt werden. Die Häufigkeit von Wirkstoffwechseln unterscheidet sich deutlich zwischen den DOAKs: von 7 % bei Apixaban bis 21 % bei Dabigatran, wobei fast die Hälfte der Wechsel hin zu Apixaban erfolgte. Auch hier lassen sich unterschiedliche Risikoprofile zwischen Wechslern und kontinuierlichen Nutzern beobachten. Die beobachteten Unterschiede müssen in Beobachtungsstudien zwingend methodisch berücksichtigt werden, um Verzerrungen wie zum Beispiel Confounding, Channeling Bias, oder Selektionsbias und damit Fehlschlüsse zu vermeiden.
Schlagwörter
Orale Antikoagulantien

; 

DOAK

; 

Risikoprofile

; 

Versichertendaten

; 

Kohortenstudie
Institution
Universität Bremen  
Fachbereich
Fachbereich 11: Human- und Gesundheitswissenschaften (FB 11)  
Institute
Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie BIPS GmbH  
Dokumenttyp
Dissertation
Lizenz
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Sprache
Deutsch
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Anwendung von direkten oralen Antikoagulantien im realen Versorgungsgeschehen unter besonderer Berücksichtigung von Risikoprofilen.pdf

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