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Zitierlink DOI
10.26092/elib/4498

Die Integration sozialer Angebote in die hausärztliche Versorgung mit dem Konzept „Social Prescribing“

Veröffentlichungsdatum
2025-07-02
Autoren
Evers, Sinah
Betreuer
Gerhardus, Ansgar  
Schmiemann, Guido  
Gutachter
Schmiemann, Guido  
Wolf-Ostermann, Karin  
Zusammenfassung
Hintergrund: Die sozialen Determinanten beeinflussen das Wohlbefinden und die Gesundheit eines Menschen. Obwohl Hausärzt*innen täglich soziale Probleme bei ihren Patient*innen wahrnehmen, arbeiten hausärztliche Praxen kaum interprofessionell mit sozialen Angeboten zusammen. Social Prescribing (SP) bietet eine Möglichkeit, die Zusammenarbeit zu stärken, indem Patient*innen – oft durch „Link Worker“ – mit lokalen Unterstützungsangeboten, Gruppen oder Aktivitäten in Kontakt gebracht werden.
Ziel: Indem die hausärztlichen Perspektive auf Patient*innen mit sozialen Problemen sowie die intendierten theoriegeleiteten Wirkweisen von SP untersucht werden, soll diese Dissertation das Entwickeln akzeptierter und wirksamer Interventionen unterstützen.
Methoden: In einem Scoping Review mit veröffentlichtem Studienprotokoll wurde eine systematische Übersicht von Theorien erstellt, die in Studien verwendet wurden, um SP zu planen oder zu evaluieren. In einer web-basierten Querschnittsstudie wurde untersucht, wie Hausärzt*innen in europäischen Ländern SP wahrnehmen und praktizieren. In einer weiteren web-basierten Querschnittsstudie wurden die Perspektiven hausärztlich tätiger Ärzt*innen in Bremen auf die Vermittlung von Patient*innen mit sozialen Problemen an nicht-medizinische Angebote erfasst.
Ergebnisse: Der Scoping Review identifizierte elf Theorien die von 16 Studien in 18 Berichten beschrieben wurden. Alle Theorien wurden für die Evaluation und keine für die Planung der SP-Intervention genutzt. Alle wurden genutzt um Zusammenhänge zu erklären und manche zusätzlich um beispielsweise Leitfäden für Interviews zu erstellen oder Outcomes und Messinstrumente zu bestimmen. In der europäischen Erhebung (n=208) verwiesen 32 % (n=66) der Hausärzt*innen ihre Patient*innen regelmäßig über ein formelles System an Gruppen und Gemeinschaftsaktivitäten. Bremer Ärzt*innen der hausärztlichen Versorgung (n=45) gaben an, im Median 10 % der Patient*innen mit erkanntem Unterstützungsbedarf weiterzuvermitteln. 33 (73 %) der Bremer Ärzt*innen fühlten sich belastet, wenn sie nicht vermitteln konnten. Ärzt*innen beider Befragungen erwarteten von einer zentralen Anlaufstelle bzw. SP positive Auswirkungen auf die Gesundheit ihrer Patient*innen und ihre eigene Arbeitszufriedenheit.
Schlussfolgerung: Obwohl nur 16 Studien die Verwendung einer Theorie beschrieben, wurden verschiedene Theorien auf unterschiedliche Weise für SP genutzt. Die Verwendung von Theorien kann eine Möglichkeit sein, um Unklarheiten hinsichtlich der Definition von Zielgruppen und Wirkmechanismen zu verringern. Die Ergebnisse beider Befragungen zeigten eine positive Haltung der Ärzt*innen zur engeren Zusammenarbeit mit sozialen Angeboten. Dennoch wurden nur wenige Patient*innen weitervermittelt. Weitere Forschung zur Perspektive anderer Professionen des Praxisteams und von sozialen Angeboten ist nötig.
Schlagwörter
Social Prescribing

; 

MEDICINE::Social medicine

; 

Public Health

; 

Theories

; 

Primary Care
Institution
Universität Bremen  
Fachbereich
Fachbereich 11: Human- und Gesundheitswissenschaften (FB 11)  
Institute
Institut für Public Health und Pflegeforschung (IPP)  
Dokumenttyp
Dissertation
Lizenz
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Sprache
Deutsch
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Evers (2025) Dissertation - Die Integration sozialer Angebote in die hausärztliche Versorgung mit dem Konzept „Social Prescribing“.pdf

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