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    Ressourcenorientierung als Prinzip in der Bildungsarbeit mit unbegleiteten jugendlichen Migranten mit Fluchterfahrungen – Evaluation und Schlussfolgerungen eines Modellprojekts in der Lehramtsausbildung in der Universität Bremen
    (2025-11-28) ; ;
    Cantone Altintaş, Katja
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    Cantone Altintaş, Katja
    Unabhängig von ihrem Literalitätsgrad verfügen jugendliche Migrant*innen mit Fluchterfahrungen über Wissensbestände und Kompetenzen, die sie durch formale und non formale Bildung vor dem Erreichen des Aufnahmelandes erworben haben. Im Fokus der Studie stehen Gelingensbedingungen für das didaktische Aufgreifen und das mehrsprachigkeitsorientierte Erweitern dieser Potenziale. Um zu markieren, dass im Fachunterricht der Herkunftsländer bereits Fachkenntnisse angeeignet und kommuniziert wurden, wurde für die Studie der Begriff „Herkunftsunterrichtssprache“ konstruiert. Die Studie ist als Aktionsforschungsprojekt im Praxisangebot für Lehramtsstudierende der Universität Bremen „Lehrlernwerkstatt Fach, Sprache, Migration“ (LLW) entstanden. Die Autorin hat als pädagogische Leiterin der LLW in einem Ko-Konstruktionsprozess mit studentischen Förderlehrkräften den zweitsprachendidaktischen Ansatz „Ressourcenorientierter Anschlussunterricht für unbegleitete jugendliche Migrant*innen“ (RAuM) entwickelt. Mit diesem Ansatz wird das Ziele verfolgt, sowohl Diskursfähigkeit im Regelunterricht durch sprachsensiblen und mehrsprachigkeitsorientierten Fachunterricht zu entwickeln als auch dazu beizutragen, ein fluchtbedingt potenziell erschüttertes Selbstkonzept durch Selbstwirksamkeitserfahrungen im Unterricht sowie die Vermittlung von Kompetenzbewusstheit zu stärken. Der RAuM-Ansatz wurde in einem außerschulischen Modellprojekt von studentischen Förderlehrkräften in der Universität erprobt. Vor Projektstart, während und nach Ende des Projekts wurden empirische Daten erhoben. Das Datenkorpus enthält Interviews mit teilnehmenden Jugendlichen und studentischen Förderlehrkräften, Expert*inneninterviews, vorstrukturierte Fragebögen, Briefe und Protokolle. Die Daten wurden inhaltsanalytisch im Hinblick auf Gelingensbedingungen für den RAuM-Ansatz ausgewertet.
    doctoral thesis
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    Fakten, Fakes und Narrative: Schule und Lehrer:innenbildung in der Migrationsgesellschaft als umkämpfte Realität
    (2026)
    Amirpur, Donja
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    Bale, Jeff
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    Das vorliegende Arbeitspapier dokumentiert zentrale Impulse und Diskussionen der Fachtagung „Fakten, Fakes und Narrative: Schule und Lehrer:innenbildung in der Migrationsgesellschaft als umkämpfte Realität“, die am 13.-14. November 2025 anlässlich des 20jährigen Bestehens des Arbeitsbereiches Bildung in der Migrationsgesellschaft an der Universität Bremen stattfand. Ausgangspunkt war die über diesen Zeitraum anhaltende und in jüngster Zeit auch zunehmende medienöffentliche Adressierung von Migration als Kernproblem der deutschen Gesellschaft und ihres Bildungssystems. Die Auseinandersetzung mit dieser, insbesondere durch konservative wie rechtsextremistische politische Gruppierungen Mantra-artig vorgetragene These stand Im Mittelpunkt der Tagung. An dieser nahmen rund 50 erziehungswissenschaftliche Migrationsforscher:innen teil, die in den vergangenen 20 Jahren mit den Mitgliedern des Arbeitsbereiches in besonderer Weise fachlich zusammengearbeitet haben. Sie setzten sich in kurzen fachlichen Inputs und anschließenden offenen Diskussionsrunden mit Fragen zum Recht auf Bildung im Migrationskontext, zur Positionierung gegenüber einem Verständnis von Neutralität in der Lehrer:innenprofessionalität, zur Mehrsprachigkeit im digitalen Zeitalter sowie zu Transnationalität und Dekolonialität als Transformationsaufgaben für Schule und Lehrer:innenbildung auseinander. Neben dem inhaltlichen Fokus auf Migration und Bildung stellte eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Fakten, Fehlinformationen und Narrativen in der Darstellung und Rezeption der diesbezüglichen Forschung einen Schwerpunkt dar. Die Veranstaltung endete mit einem international vergleichenden Einblick in die Integration rassismuskritischer und migrationsgesellschaftlicher Perspektiven in die Lehrer:innenbildung an vier Standorten: Toronto (Kanada), Wien (Österreich), Frankfurt (Deutschland) und Fukuoka (Japan). Von besonderem Interesse dabei waren die Herausforderungen, die mit der strukturellen Verankerung dieser Perspektiven in der Lehrer:innenbildung verbunden sind, sowie die jeweiligen Strategien und Maßnahmen zu deren Bewältigung.
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      124  280