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    Sprachmittlung im Sozialwesen : Risiken und Good-Practice-Ansätze
    (Hochschule Bremen, 2026) ;
    Die Studie untersucht die Rolle der Sprachmittlung im Sozialwesen sowie die daraus resultierenden professionellen Herausforderungen sowohl vor Ort als auch digital. Sprachmittlung wird dabei als zentrale Ressource verstanden, um die kommunikative Teilhabe Zugewanderter zu sichern. Empirisch basiert die Untersuchung auf problemzentrierten Leitfadeninterviews mit Fachkräften und Sprachmittler:innen in Bremen, die anschließend inhaltsanalytisch ausgewertet wurden. Im Fokus standen die organisationalen Rahmenbedingungen der Sprachmittlung sowie die Deutungsmuster und Rollenerwartungen der Interviewten. Auf Grundlage dieses Materials werden zunächst Vor-Ort-Einsätze phasenspezifisch analysiert und anschließend die Erfahrungen der Interviewpartner:innen mit digitalen Formaten (Telefon/Video) untersucht. Die Autoren der Studie halten insgesamt fest, dass die Mehrheit der als Sprachmittler:innen im Sozialwesen tätigen Personen im Bremer Raum über keine formale Ausbildung als Dolmetscher:innen verfügen, die Gesprächskonstellationen, in denen Sprachmittlung stattfindet, im Regelfall durch Machtasymmetrien zwischen den Beteiligten, hohen Vertraulichkeitsanforderungen und interkulturelle Dynamiken gekennzeichnet sind. Digitale Sprachmittlung bietet zwar Vorteile bei dringlichen oder sachlich-informativen Anliegen durch schnelle Verfügbarkeit und Flexibilität, allerdings stellt sie die Beteiligten auch vor organisatorische, technische und interaktive Herausforderungen. Insgesamt erfordert eine gelingende Sprachmittlung kontextsensible Rahmenbedingungen, interaktionsbezogene Kompetenzen und organisationale Unterstützung. In sensiblen Kontexten und bei Erstkontakten bleibt Vor-Ort-Präsenz oft unerlässlich. Die Studie endet mit Handlungsempfehlungen, die zur Weiterentwicklung der Sprachmittlungspraxis in Bremen dienen sollen.
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    Band:
      222  477