Funck, Barbara Johanna
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Funck, Barbara Johanna
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Funck, Barbara Johanna
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Barbara Funck
Barbara J. Funck
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Item-typ:Veröffentlichung, Bildungsrechte und Schulbildung für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Erstaufnahmeeinrichtungen – Verfügbarkeit und Zugänglichkeit in den Bundesländern. Forschungsbericht zur BiSKE-Studie(2025-11-21); Ciesielski, MarkusAlle Kinder haben ein Recht auf Bildung von Anfang an – auch wenn sie mit ihren Eltern zunächst in Aufnahmeeinrichtungen leben. Wie dieses Recht realisiert wird, ist Gegenstand des vorgelegten Forschungsberichts der Studie „Bildungsrechte und Schule für geflüchtete Kinder und Jugendliche in Erstaufnahmeeinrichtungen“ (BiSKE), die von Johanna Funck (Arbeitsbereich Bildung in der Migra-tionsgesellschaft, Universität Bremen) und Markus Ciesielski (Institut für Entwicklung und Frieden, Universität Duisburg-Essen) durchgeführt wurde. Anliegen der Studie und Untersuchungsfragen: Die BiSKE-Studie liefert erstmals einen bundesweiten und bundesländerdifferenzierenden Überblick zur Verfügbarkeit und Zugänglichkeit von schulischer Bildung für geflüchtete Kinder und Jugendliche in der Anfangszeit nach ihrer Ankunft in Deutsch-land. Ziel des hier vorgelegten Forschungsberichts ist es, diese Erkenntnisse möglichst zeitnah Poli-tik, Praxis und Wissenschaft zur Verfügung zu stellen – weitere vertiefende Forschung und Analysen sind erforderlich. Es wird untersucht, welche Bildungsangebote in den Aufnahmeeinrichtungen aller Bundesländer für Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter von 6-18 Jahren verfügbar sind und inwiefern der Zugang verzögert oder beschränkt ist. Zeitrahmen und methodische Umsetzung: Im Zeitraum November 2024 bis Mai 2025 wurden bun-desweit 203 Aufnahmeeinrichtungen ermittelt, in denen Kinder und Jugendliche im Schulalter un-tergebracht wurden, und mittels eines standardisierten Fragebogens im Hinblick auf ihr Bildungs-angebot befragt. Bei der Hälfte konnten die Informationen über telefonische oder schriftliche Di-rektbefragungen der Einrichtungen selbst eingeholt werden, bei den anderen gelang dies über die Befragung übergeordneter Fachebenen oder Pressestellen. Damit ist erstmals eine standardisierte Vollerhebung aller bundesdeutschen Aufnahmeeinrichtungen gelungen, die eine Momentaufnah-me der Bildungssituation liefert. Zentrale Ergebnisse: Bei 19 Prozent der Aufnahmeeinrichtungen (n=38) gab es keine Bildungsange-bote für Kinder und Jugendliche im Schulalter, obwohl zumindest in der Hälfte der Einrichtungen ohne Bildungsangebot Kinder und Jugendliche über mehrere Monate untergebracht waren. Bei 41 Prozent der Einrichtungen (n=83) war ein Zugang zur Regelschule möglich, allerdings meist mit War-tezeiten oder ein Regelschulzugang war nur für bestimmte Altersgruppen oder unter bestimmten Bedingungen möglich, während andere schulalternative, meist einrichtungsinterne Bildungsmaß-nahmen oder Deutschkurse erhielten. Bei 40 Prozent der Einrichtungen (n=82) wurden allen Kin-dern und Jugendlichen schulalternative Bildungsmaßnahmen angeboten, die in ihrer Qualität stark variierten (Stundenumfang, Unterrichtsinhalte, Ausbildung des Personals) sowie auch teilweise mit Wartezeiten verbunden waren. Die Bereitstellung und Qualität von Bildung in Aufnahmeeinrich-tungen ist in Bundesländern mit inklusiven Schulpflichtregelungen tendenziell weniger prekär als in denjenigen Bundesländern, die Ausschlüsse von der Schulpflicht für asylsuchende Kinder und Ju-gendliche für 6 Monate oder für die Dauer ihres Aufenthalts in einer Aufnahmeeinrichtung vorse-hen. Fazit: Mangels eines schnellen Zugangs zu qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten stellt eine längere Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Aufnahmeeinrichtungen ein Risiko für ih-ren formalen Bildungserwerb dar. Flucht führt zu Lücken in der Bildungsbiographie – und zwar nicht nur auf dem Weg nach Deutschland, sondern auch hier. Die Anpassung von Schulpflichtregeln zugunsten einer inklusiveren Gestaltung ist zwar nicht die einzige, aber eine relevante Stellschraube für die Sicherstellung des Rechts auf Bildung für geflüchtete Kinder und Jugendliche. Die Veranke-rung einer Schulpflicht auf Landesebene, die Asylsuchende nicht ausschließt, führt zu einer stärke-ren Verpflichtung der Landesbehörden, qualitativ hochwertige schulische Bildung für Kinder und Jugendliche in Aufnahmeeinrichtungen bereitzustellen und in diese angemessen finanziell, materi-ell und personell zu investieren.BerichtBand:2/2025699 1412 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Migrationssensible Lehrkräfteausbildung durch Praxiselemente an der Universität Bremen : Eine vergleichende Studie zu langfristigen Effekten auf das pädagogische Können von Lehrkräften : eine vergleichende Studie zu langfristigen Effekten auf das pädagogische Können von LehrkräftenIm seit 2006 an der Universität Bremen angebotenen Förderunterricht für Kinder und Jugendliche, deren Erstsprache nicht oder nicht nur Deutsch ist, verbessern nicht nur Schüler_innen ihre schulischen Kompetenzen: Unter fachlicher Anleitung haben inzwischen mehr als 260 Studierende –insbesondere angehende Lehrkräfte– das eigenständige Unterrichten in kleinen Schüler_innengruppen gelernt und geübt. Durch die Mitarbeit im Förderprojekt sollen sie insbesondere ein Verständnis für sprachsensiblen Unterricht wie auch migrationsgesellschaftliche Bedingungen entwickelt haben sowie eigenes Denken und Handeln reflektieren können. Diese Studie untersucht erstmalig die langfristigen Effekte dieses Projekts als Praxisteil einer migrationssensiblen Lehramtsausbildung auf das pädagogische Können von Lehrkräften. Mithilfe eines online-Fragebogens zum Thema Migration und Bildung wurden von Mai-August 2016 ehemalige Förderlehrkräfte befragt, die inzwischen als Lehrkräfte in Schulen tätig sind (Experimentalgruppe), sowie Lehrkräfte mit vergleichbaren Merkmalen, die in ihrem Studium nicht an einer solchen Maßnahme teilgenommen haben (Kontrollgruppe). Die quantitative und qualitative Auswertung weist bedeutsame Unterschiede zwischen den Vergleichsgruppen aus, die sich sowohl auf der Kenntnisebene als auch auf der Fähigkeiten-/Handlungsebene niederschlagen: Im Vergleich zur Kontrollgruppe haben sich die ehemaligen Förderlehrkräfte deutlich mehr mit migrationsgesellschaftlichen Themen auseinandergesetzt;sie fühlen sich besser auf das Unterrichten in mehrsprachigen Klassen vorbereitet und beziehen häufiger Sprachen und Migrationserfahrungen von Schüler_innen in den Fachunterricht mit ein. In beiden Gruppen wurde der Wunsch nach einer stärker praxisorientierten Lehramtsausbildung geäußert und die Theorielastigkeit der universitären Ausbildung beklagt. Die Studie zeigt nicht nur, dass die konkrete angeleitete Praxiserfahrung an der Universität Bremen auch nach dem Übergang an die Schule eine hohe Wertschätzung erfährt, sondern auch, dass Universitäten generell die Herausforderung, den Sinn theoretischer Kenntnisse für die schulische Alltagspraxis zu verdeutlichen, noch nicht durchgehend meistern.Wissenschaftlicher ArtikelBand:1/2017620 586 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Fakten, Fakes und Narrative: Schule und Lehrer:innenbildung in der Migrationsgesellschaft als umkämpfte Realität(2026) ;Amirpur, Donja; ;Bale, Jeff; Das vorliegende Arbeitspapier dokumentiert zentrale Impulse und Diskussionen der Fachtagung „Fakten, Fakes und Narrative: Schule und Lehrer:innenbildung in der Migrationsgesellschaft als umkämpfte Realität“, die am 13.-14. November 2025 anlässlich des 20jährigen Bestehens des Arbeitsbereiches Bildung in der Migrationsgesellschaft an der Universität Bremen stattfand. Ausgangspunkt war die über diesen Zeitraum anhaltende und in jüngster Zeit auch zunehmende medienöffentliche Adressierung von Migration als Kernproblem der deutschen Gesellschaft und ihres Bildungssystems. Die Auseinandersetzung mit dieser, insbesondere durch konservative wie rechtsextremistische politische Gruppierungen Mantra-artig vorgetragene These stand Im Mittelpunkt der Tagung. An dieser nahmen rund 50 erziehungswissenschaftliche Migrationsforscher:innen teil, die in den vergangenen 20 Jahren mit den Mitgliedern des Arbeitsbereiches in besonderer Weise fachlich zusammengearbeitet haben. Sie setzten sich in kurzen fachlichen Inputs und anschließenden offenen Diskussionsrunden mit Fragen zum Recht auf Bildung im Migrationskontext, zur Positionierung gegenüber einem Verständnis von Neutralität in der Lehrer:innenprofessionalität, zur Mehrsprachigkeit im digitalen Zeitalter sowie zu Transnationalität und Dekolonialität als Transformationsaufgaben für Schule und Lehrer:innenbildung auseinander. Neben dem inhaltlichen Fokus auf Migration und Bildung stellte eine Auseinandersetzung mit dem Verhältnis von Fakten, Fehlinformationen und Narrativen in der Darstellung und Rezeption der diesbezüglichen Forschung einen Schwerpunkt dar. Die Veranstaltung endete mit einem international vergleichenden Einblick in die Integration rassismuskritischer und migrationsgesellschaftlicher Perspektiven in die Lehrer:innenbildung an vier Standorten: Toronto (Kanada), Wien (Österreich), Frankfurt (Deutschland) und Fukuoka (Japan). Von besonderem Interesse dabei waren die Herausforderungen, die mit der strukturellen Verankerung dieser Perspektiven in der Lehrer:innenbildung verbunden sind, sowie die jeweiligen Strategien und Maßnahmen zu deren Bewältigung.BuchBand:2/2026114 273
