Wolf-Ostermann, Karin
Lade...
Preferred name
Wolf-Ostermann, Karin
Official Name
Wolf-Ostermann, Karin
ORCID
13 Ergebnisse
Einstellungen
Gerade angezeigt 1 - 10 von 13
- Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Technology-driven solutions to prompt conversation, aid communication and support interaction for people with dementia and their caregivers - A Systematic Review Protocol(2020-06-02); ; This is a protocol for a systematic literature review that aims to provide a comprehensive description and quality appraisal of methodologies used in technology-driven social interventions for people living with dementia and their conversation partners to enhance communication and interaction, thereby potentially the quality of their relationship. The overarching goal is the display of technology that aims to support social health challenges in a dementia caregiving context. Furthermore, barriers and facilitators of implementation of the technology will be identified.Bericht283 135 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, German Transfer Cluster of Academic Nursing Institutions in Long-term Care (TCALL)(Oxford University Press (OUP), 2024); ; ; ; Considering the demographic shift, ensuring high-quality care emerges as a central future challenge in Germany. This can only be overcome by enhancing the attractiveness of the nursing profession through improved working conditions, introducing technological innovations comprehensively into long-term care, and adapting internal workflows through personnel and organizational development, as well as evolving educational content and structures accordingly. Currently in Germany such transfer and innovation structures are lacking. Therefore, TCALL establishes a sustainable framework to enable the implementation of technical and organizational innovations in regular operations similar to the Living Lab in Ageing and Long-Term Care (Netherlands) or Teaching Nursing Homes (US). This approach facilitates a direct pathway for research findings to transfer from academia through education into healthcare practice, with reciprocal influences from healthcare practice back into research and education. We will present the concept of TCALL which is up to now implemented in three nursing homes in the federal state of Bremen, Germany and will be further developed into a cluster of academic nursing institutions through the addition of personnel and the establishment of a decentralized learning infrastructure. TCALL thus constitutes a conceptual space for innovative transfer activities and simultaneously provides a permanent physical environment for recursive innovation development, testing, and implementation. This structure enables the close integration of research, education, and practice, contributing directly to the rapid and process-oriented development of the state-of-the-art through innovative insights and products.Wissenschaftlicher ArtikelBand:8Heft:Supplement 170 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, TCALL startet in die Praxisphase(Medizin Verlag, 2024); ; ; ; Wissenschaftlicher ArtikelBand:77Heft:655 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, A Rapid Review on Application Scenarios for Artificial Intelligence in Nursing Care – Review ProtocolThis is a protocol for a rapid review that aims to identify and systemize scientific publications on described and researched application scenarios for AI in nursing practice considering different care settings, dimensions of AI and aspects of ethical, legal and social implications (ELSI). Overarching goal is the display of typical abilities of AI that aim to support nursing care-specific challenges and requirements. Furthermore, barriers for suitable application scenarios will be identified.Bericht1081 764 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, SozialraumanalysenDas Buch fasst übersichtlich und handlungsorientiert das nötige Grundwissen und die leitenden Methoden von Sozialraumanalysen in den Bereichen Soziales, Gesundheit und Bildung zusammen. Studierende und Fachkräfte werden in die Lage versetzt, Sozialraumanalysen eigenständig, verantwortlich und fundiert zu konzipieren, umzusetzen und auszuwerten. Eine unverzichtbare Grundlage in aktualisierter Neuauflage.Buch117 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Konzept zur Einbettung von KI-Systemen in der Pflege : Sondierungsprojekt zu KI in der Pflege (SoKIP)(2021-03-16); ; ; ; Das vorliegende Konzept soll interessierte Akteure dabei unterstützen, Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Themenfeld KI in der Pflege zu initiieren, zu planen, durchzuführen und zu verstetigen. Zunächst wird das methodische Vorgehen in der SoKIP-Studie erläutert sowie der Forschungsstand zu Anwendungsszenarien und Typen von KI-Systemen in der Pflege zusammengefasst. Weiter werden Bedarfe und Schwerpunkte für Forschung und Entwicklung aus Sicht relevanter Stakeholder diskutiert. Nach der Zusammenfassung und Reflektion von Voraussetzungen und Gelingensbedingungen von Forschungsprojekten im Bereich Pflege und KI unter Berücksichtigung regulatorischer, prozessualer und technischer sowie sozialer und ethischer Aspekte und Überlegungen zu möglichen Ansätzen zum Community Building werden abschließend begleitende Maßnahmen für künftige Forschungsprojekte, die deren Erfolgsaussichten bezüglich Anwendbarkeit und Nachhaltigkeit in der Pflegepraxis unterstützen sollen aufgezeigt.Bericht3450 4903 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Zur Situation der Langzeitpflege in Deutschland während der Corona-Pandemie. Ergebnisse einer Online-Befragung in Einrichtungen der (teil)stationären und ambulanten LangzeitpflegeIn Deutschland – aber auch weltweit – hat die COVID-19-Pandemie schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesellschaft und insbesondere das Gesundheitssystem. Zum 2. Juni 2020 weist das Robert Koch-Institut (RKI) für Deutschland insgesamt 182.028 laborbestätigte COVID-19-Fälle aus, darunter 8.522 Todesfälle in Zusammenhang mit COVID-19. 86 % dieser Todesfälle und 16 % aller infizierten Personen waren dabei 70 Jahre oder älter. Vor allem ältere und pflegebedürftige Menschen sind bei einer Infektion mit dem SARS-CoV2-Virus von schweren Krankheitsverläufen und einer hohen Mortalität betroffen. Pflegekräfte wiederum haben aufgrund des direkten Kontaktes mit Pflegebedürftigen ein hohes Risiko an COVID-19 zu erkranken. Aufgrund der Vielzahl potentiell Betroffener (bundesweit 3,4 Mio Pflegebedürftige und 1,2 Mio. Beschäftigte in Einrichtungen der stationären und ambulanten Langzeitpflege) sollte in der vorliegenden Pandemie-Situation daher ein besonderes Augenmerk auf den Bereichen der ambulanten und stationären Langzeitpflege liegen – auch mit Blick auf eine mögliche zweie Pandemie-Welle. Derzeit fehlen jedoch valide Daten zur Situation von Einrichtungen der ambulanten und stationären Langzeitpflege, die es Leistungserbringern aber auch politischen Akteuren ermöglichen, auf die Herausforderungen und Unterstützungsbedarfe aufgrund der Pandemie organisatorisch und administrativ zu reagieren. Die Universität Bremen hat daher vom 28. April bis zum 12. Mai 2020 eine deutschlandweite Online-Befragung in (teil-)stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen durchgeführt. Knapp 18.000 Einrichtungen wurden mit Fragen zu Strukturmerkmalen, zum Vorkommen des SARS-CoV-2-Virus in den Einrichtungen, Auswirkungen der Pandemie z. B. in Bezug auf personelle und sachliche Ausstattung aber auch zu veränderten Arbeitsprozessen und Kommunikationsstrukturen per Email angeschrieben und zusätzlich über Verbände auf die Umfrage hingewiesen. Von 701 Pflegediensten, 96 teilstationären und 824 stationären Einrichtungen liegen nunmehr Daten vor. In Bezug auf zentrale Strukturmerkmale entspricht die Verteilung der beteiligten Einrichtungen dabei im Wesentlichen der bundesweiten Verteilung.Bericht3049 2916 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Abschlussbericht im Projekt Entwicklung und Erprobung eines wissenschaftlich fundierten Verfahrens zur einheitlichen Bemessung des Personalbedarfs in Pflegeeinrichtungen nach qualitativen und quantitativen Maßstäben gemäß §113c SGB XI (PeBeM)Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz (PSG II) hat der Bundesgesetzgeber die Vertragsparteien nach §113 SGB XI beauftragt, im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Gesundheit und dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend die Entwicklung und Erprobung eines wissenschaftlich fundierten Verfahrens zur einheitlichen Bemessung des Personalbedarfs in Pflegeeinrichtungen nach qualitativen und quantitativen Maßstäben sicherzustellen. Die Entwicklung und Erprobung ist bis zum 30. Juni 2020 abzuschließen. Nach der Vorgabe des Gesetzgebers ist ein strukturiertes, empirisch abgesichertes und valides Verfahren für die Personalbemessung in Pflege-einrichtungen auf der Basis des durchschnittlichen Versorgungsaufwands für direkte und indirekte pflegerische Maßnahmen sowie für Hilfen bei der Haushaltsführung unter Berücksichtigung der fachlichen Ziele und Konzeption des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs zu erstellen. Hierzu sind einheitliche Maßstäbe zu ermitteln, die insbesondere Qualifikationsanforderungen, quantitative Bedarfe und die fachliche Angemessenheit der Maßnahmen berücksichtigen. Der Auftrag für die Entwicklung und Erprobung wurde an die Universität Bremen vergeben. Nach dem mit den Auftraggebern abgestimmten Projektzeitplan sind beide Projektteilefristgerecht mit Vorlage des nachfolgenden Ab-schlussberichts abgeschlossen worden. Zur Bestimmung fachlich angemessener Personalmengen und -strukturen im voll- und teilstationären Sektor war ein analytischer Zugang zwingend, bei dem festgelegt wird, welche Pflegepersonal-mengen in welchem Qualifikationsmix für eine fachgerechte Leistungserbringung notwendig sind. Um derartige SOLL-Zahlen zu ermitteln, wurden die drei Dimensionen der Leistungserbringung – die fachlich angemessene Zahl der Interventionen pro pflegebedürftiger Person, die fachlich angemessene Zeit pro Interventionserbringung für den entsprechenden Bewohner bzw. die entsprechende Bewohnerin und das fachlich angemessene Qualifikationsniveau der leistungserbringenden Person für diese Intervention –analytisch unterschieden. Die Projektkonzeption sah dabei vor, jeweils interventionsbezogen das IST zu messen und simultan zu prüfen, inwieweit für eine fachlich angemessene Versorgung auf Grundlage des Pflegeverständnisses des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffshierbei Zu- oder Abschläge (bei Mengen, Zeit und/oder Qualifikationsniveau) notwendig sind. Diese Zu- und Abschläge wurden als Deltabezeichnet und dazu verwendet, durch Addition mit den gemessenen IST-Werten die SOLL-Werte einer fachlich angemessenen Versorgung zu konstruieren. Für jede dieser Interventionen wurden daher fachlich gesetzte Teilschritte und Anforderungen sowie Qualifikations-anforderungen festgelegt, bei denen für jede*n Pflegebedürftige*n eine Individualisierung in Abhängigkeit von der im Rahmen des Begutachtungsinstrumentes abgebildeten Art und dem Ausmaß der Pflegebedürftigkeit erfolgte. Je nach individuellem Begutachtungsergebnis wurden also für jede*n Pflegebedürftige*n entsprechend differenzierte Notwendigkeiten einer fachgerechten Leistungserbringung definiert. Die Datenerhebung erfolgte durch 241 speziell auf die konsentierten Erhebungs-instrumente geschulte Pflegefachpersonen in einer „Beschattung“, also einer eins-zu-eins-Zuordnung zwischen den leistungserbringenden Pflegekräften der Einrichtungen und den Datenerhebenden. Von April bis Oktober 2018 wurden Datenerfassungen in insgesamt 62vollstationären Erhebungseinheiten und 7 teilstationären Einrichtungen unter der Beteiligung von insgesamt 1.380Bewoh-ner*innen und 163Tagespflegegästen durchgeführt. Ein wesentlicher Aspekt bei der Entwicklung der SOLL-Werte war die vom Gesetzgeber gewünschte Berücksichtigung der fachlichen Ziele und Konzeption des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, um die Umsetzung in der Praxis weiter zu befördern. Ein zusätzlicher Schwerpunkt der Datenerhebung wurde deshalb auf die doppelte Betrachtung von Interaktionsarbeit gelegt. Einerseits wurden die Teile der Interaktionsarbeit, die innerhalb der direkten Pflegeinterventionen regelmäßig fachlich notwendiger Teil der Leistungserbringung sind, in die Formulierung der interventionsspezifischen Teil-schritte und Anforderungen aufgenommen. Von den Datenerhebenden konnte also bei jeder Leistungserbringung die Bedarfsgerechtigkeit der Interaktionsarbeit mitbewertet werden. Andererseits wurde als eigener Studienteil eine Beobachtungs- und Interviewstudie durchgeführt, in der alle Aspekte der Interaktionsarbeit –somit auch die in Interventionen nicht zu beobachtenden Teile wie Selbstreflexion und Bewältigung –erforscht wurden. Damit wurde dem Gesetzgeber gefolgt, der klargestellt hat, dass es nicht das Ziel ist, die Leistungserbringung unter den gegenwärtigen Rahmenbedingungen fortzuschreiben, sondern dass das Personalbemessungsverfahren bereits fachliche Entwicklungen in der Pflege berücksichtigen soll, die in der gegenwärtigen Praxis noch nicht umfassend gelebt werden (können). Dieser Ansatz führt dazu, dass ein deutlich höherer Personalbedarf ermittelt wird als es bei einer klassischen Aufwandsstudie der Fall wäre. Denn mit dem Personalbemessungs-verfahren wird zugleich die „Pflege der Zukunft“ beschrieben. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass die Aufwandserfassung in der gegenwärtigen Praxis erfolgt und deren Fortschreibung in die Zukunft auch die Fortschreibung bestehender Organisationsstrukturen und ggf. bestehender Ineffizienzen in der indirekten Pflege impliziert. Diese beiden Aspekte sollten als Kernpunkte bei der Konzeption und Umsetzung einer modellhaften Einführung berücksichtigt werden, so dass im Rahmen der modell-haften Einführung sichergestellt werden kann, dass die mit dem Pflegebedürftigkeitsbegriff initiierte fachliche Entwicklung fortschreitet und eine hierauf bezogene Arbeits- und Organisationsentwicklung so stattfindet, dass bestehende Ineffizienzen in der Versorgung, in den betrieblichen Abläufen und beim Personaleinsatz reduziert werden. Als Ergebnis des Projektes wird für den vollstationären und teilstationären Sektor ein Personalbemessungsinstrument vorgelegt, mit dem die fachlich angemessene Personalmenge für die Bewohnerschaft einer Einrichtung nach Qualifikationsniveaus differenziert ausgewiesen wird. Für den voll-stationären Sektor wird der zukünftige Einsatz des Instrumentes wissenschaftlich empfohlen. Für den teilstationären Sektor wird weiterer Forschungsbedarf festgestellt, der vor allem darin begründet ist, dass in diesem Leistungsbereich die Leistungsdefinition und -abgrenzung zurzeit wesentlich dynamischer ist. Es wird daher empfohlen die Einführung im teilstationären Sektor zurückzustellen. Die Berechnung erfolgt unter Einsatz eines als Algorithmus 1.0 bezeichneten mathematischen Modells, dessen Parametrisierung auf Basis der empirisch erhobenen fachgerechten SOLL-Werte erfolgt ist. Im Algorithmus wird die bisher für alle Einrichtungen geltende einheitliche Fachkraftquote durch einrichtungsindividuelle Personalmengen und -mixe ersetzt. Möglich ist dabei sowohl eine Berechnung nach Pflegegraden als auch nach anderen Klassierungen von Pflegebedürftigen. Die Pflegegradeweisen dabei eine so hohe Voraussagekraft (Prädiktionskraft)in Bezug auf die fachlich angemessene Personalmenge auf, dass eine differenziertere Klassierung nicht zu nennenswert besseren Vorher-sagen führt. Es wird daher empfohlen, für den Praxiseinsatz auf eine Klassierung nach Pflegegraden zurückzugreifen. Die Ergebnisse zeigen –im Verhältnis zur heutigen Personalausstattung der Pflegeeinrichtungen –durchgehend Pflegepersonalmehrbedarfe. Diese Personalmehrbedarfe sind dabei einrichtungsindividuell abhängig vom Bewohnermix und der Ausgangspersonalausstattung. Nach Qualifikationsniveaus differenziert entstehen hier sehr unterschiedliche Effekte: Während sich für Fachkräfte ein nur geringer durchschnittlicher Personalmehrbedarf zeigt, ist dieser für Assistenzkräfte erheblich. Die stärksten Effekte zeigen sich dabei für die Pflegekräfte mit ein- oder zweijährigen Ausbildungen nach Landesrecht (QN 3). Für den teilstationären Sektor ist der Personalmehrbedarf deutlich geringer aus-geprägt. Die Entwicklung eines mit dem für den stationären Bereich methodisch vergleichbaren Personalbemessungsverfahrens für ambulante Pflegeeinrichtungen ist in dieser Form nicht möglich, da sich Art und Ausmaß der Hilfen vor allem danach richten, welche Hilfen in einem Pflegehaushalt von diesem für wichtig und relevant erachtet werden und nicht notwendigerweise nach einem objektiv feststellbaren Bedarf. Von wissenschaftlicher Seite wurde bereits mit dem zweiten Zwischenbericht empfohlen, eine modellhafte Einführung des Algorithmus 1.0 unter Realbedingungendurchzuführen, die von einer Organisations- und Personalentwicklung begleitet wird, um die durch die Personalmehrung ermöglichte Entlastung der Pflegepersonen und Qualitätssteigerung für Pflegebedürftige zu optimieren. Diese modellhafte Einführung des Algorithmus sollte –so die wissenschaftliche Empfehlung –mit einem parallelen stufenweisen Aufwuchs von Stellen insbesondere für Assistenzkräfte für alle Pflegeeinrichtungen verbunden werden. Beide Schritte wurden im Rahmen der sich an die Entwicklung an-schließenden Erprobungsphase bereits auf ihre Umsetzbarkeit hin konzeptionell überprüft. In der konzeptionellen Erprobung teilten die befragten Expert*innen überwiegend die Einschätzung, dass das Konzept des Personalbemessungsinstrumentes sinnvoll in Bezug auf eine bedarfsgerechte Personalausstattung umsetzbar ist. Je nach fachlicher Perspektive wurde dabei eine Vielzahl von Anforderungen an die Einführung benannt, die entweder zu einer effizienten Umsetzung oder zu einer Verfeinerung des Bemessungsverfahrens als erforderlich angesehen werden. Den Erprobungsergebnissen folgend ist die Umsetzung der empfohlenen Einführungsphase somit sowohl zur Definition und Schaffung von Rahmenbedingungen des Personaleinsatzes geeignet, als auch zur Generierung weiterer Erkenntnisse, die eine zukünftige Verfeinerung und Aktualisierung des Personalbemessungs-instrumentes ermöglichen. So zeigen die in der Studie mit Hilfe des Algorithmus 1.0 für die teil- und vollstationären Sektoren ermittelten Personalmehrbedarfe den zukünftigen Fach- und Assistenzkräftebedarf unter Annahme unveränderter Organisationsstrukturen. Die Einführung des Personalbemessungsverfahrens entsprechend der wissenschaftlichen Empfehlungen kann im Rahmen einer modellhaften Einführung weitere Erkenntnisse dazu liefern, wie die pflegerische Langzeitversorgung der Zukunft aussehen soll und kann zu Weiterentwicklungen und ggf. Verfeinerungen des Algorithmus führen. Dabei können insbesondere zwei Ergänzungen realisiert werden, die bisher Limitationen der Studie darstellen: mögliche Effizienzgewinne in der indirekten Pflege aufgrund der dann veränderten Organisationsstrukturen sowie weitere fachlich ergänzende Faktoren, die sich insbesondere durch eine fortschreitende Ausgestaltung des neuen Pflegeverständnisses ergeben. Maßstäbe für eine Weiterentwicklung des Algorithmus sind dabei eine qualitativ angemessene Versorgung und ein adäquater Personaleinsatz im Rahmen einer mitarbeiterorientiert gestalteten, effizienten Betriebsorganisation bei der die Pflege-kräfte kompetenzorientiert eingesetzt werden. Bei der Frage nach der Deckung des zukünftigen Personalbedarfs sind auch die Entwicklungen in an-deren Bereichen, die Einfluss auf die tatsächliche Personalverfügbarkeit und die Attraktivität des Berufsbildes haben, zu berücksichtigen. Hier sind insbesondere die Maßnahmen der Konzertierten Aktion Pflege zu nennen, die sich in ihren Wirkungen gegenwärtig noch schwer quantifizieren lassen, die aber ein großes Potential für die Verbesserung der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen und aufgrund dessen für ein höheres Arbeitskräfteangebot bieten, sowie Produktivitätsfortschritte z.B. durch Maßnahmen der Digitalisierung.Bericht8667 7342 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Gesundheitsfördernde, präventive und rehabilitative Interventionen in der Pflege: Eine systematische Übersichtsarbeit. Aktualisierung des Onlineangebots des Zentrums für Qualität in der Pflege (ZQP)(2024-04-08); ; ; ; Hintergrund: Um gesundheitsfördernde, präventive und rehabilitative Interventionen für ältere Menschen auszuwählen und durchzuführen, benötigen Pflegefachpersonen Wissen zu deren Wirksamkeit. Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) stellt ein Onlineangebot zu gesundheitsfördernden, präventiven und rehabilitativen Interventionen für ältere Menschen im ambulanten und stationären Pflegesetting bereit, das zuletzt mit empirischer Evidenz aus randomisierten kontrollierten Studien (RCT) und Systematischen Übersichtsarbeiten (SR) bis zum Jahr 2018 aktualisiert wurde. Fragestellung: Diese systematische Übersichtsarbeit aktualisiert die Evidenzbasis des Onlineangebots des ZQP. Reviewfrage 1: Welche pflegerischen Interventionen sind in der Rehabilitation, Gesundheitsförderung und Prävention für ältere Menschen für den Einsatz in der ambulanten, teilstationären und stationären Langzeitpflege in der internationalen Literatur beschrieben? Reviewfrage 2: Wie wirksam sind die jeweiligen Interventionen? Methode: Suche in den Datenbanken PubMed, The Cochrane Library und CINAHL im November 2022 für den Zeitraum 01.01.2019 bis 03.11.2022. Einschluss von RCT und SR von RCT in deutscher oder englischer Sprache nach vorab definierten Kriterien. Drei Autorinnen sichteten unabhängig voneinander Titel, Abstracts und Volltexte. Eine unabhängige Person wurde bei Unsicherheit hinzugezogen. Zwei Autorinnen führten unabhängig voneinander die Datenextraktion und Bewertung der methodischen Güte für jede Studie durch. RCT wurden mit dem Risk-of-Bias (RoB) Version 2 Tool und SR mit dem AMSTAR Version 2 Instrument bewertet. Ergebnisse: Nach Sichtung von 5.082 Titeln wurden 20 Studien eingeschlossen, die primäre Endpunkte in 20 Kategorien adressieren. Positive Wirksamkeit für den primären Endpunkt beschreiben neun Studien. Drei Studien berichten heterogene Ergebnisse, acht Studien stellen keine Wirksamkeit fest. Positive Wirksamkeit zeigt sich u.a. für den Einsatz robotischer Tiere zur Förderung der Schlafqualität, der Reduktion neuropsychiatrischer Symptome in Pflegeheimen und einer Video-gestützten Erinnerungstherapie zur Reduktion von Apathie und Verbesserung der kognitiven Funktion von Menschen mit leichter Demenz. Das Risiko für Bias in den Ergebnissen ist hoch. Schlussfolgerung: Für einzelne pflegerische Interventionsbereiche steht eine breite Auswahl von Maßnahmen zur Verfügung, die aber nicht für alle Settings oder Endpunkte statistisch signifikante Effekte erzielen und oft mit einem hohen Risiko für Bias einhergehen. Dies erschwert die Nutzung der Ergebnisse in der Praxis, da Pflegefachpersonen Fach- und Methodenkompetenz um die statistische Signifikanz und klinische Relevanz von Studienergebnissen für die eigene Praxis bewerten zu können. Onlineangebote wie das des ZQP stellen eine Möglichkeit dar, an der Versorgung beteiligten Personen empirische Evidenz systematisiert anzubieten.Sonstige645 543 - Some of the metrics are blocked by yourconsent settings
Item-typ:Veröffentlichung, Die Situation pflegender Angehöriger im erwerbsfähigen Alter in der COVID-19-Pandemie – Ergebnisse einer Onlinebefragung in Deutschland(Springer, 2023); ; ; ; Hintergrund Die Folgen der COVID-19-Pandemie haben verschiedene Personengruppen vor große Herausforderungen gestellt; eine dieser Gruppen sind pflegende Angehörige. Die vorliegende Studie untersucht, welche Veränderungen die Pandemie für pflegende Angehörige mit sich gebracht hat und in welchem Ausmaß sich Lebensqualität und Pflegebelastung subgruppenspezifisch verändert haben. Methode Die Datenerhebung erfolgte im Sommer 2020 in einer Querschnittsstudie mit pflegenden Angehörigen im erwerbsfähigen Alter (N = 1143). Neben soziodemografischen Daten wurden Angaben zu Versorgungssituation, Vereinbarkeit von Pflege und Beruf sowie Belastung und Lebensqualität in einer Onlinebefragung erhoben. Versorgungssituation und Vereinbarkeit von Pflege und Beruf wurden deskriptiv analysiert. Für die Analysen der Veränderung der Lebensqualität und der Belastung wurden logistische Regressionsmodelle verwendet. Ergebnisse Die Versorgungssituation hat sich für viele Befragte (54,7 %) während der Pandemie geändert und ist zeitlich aufwendiger geworden. Für 70,8 % ist die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf schwieriger geworden. Mit dem Pandemiemanagement der eigenen Arbeitgeber:innen zeigt sich die Mehrheit zufrieden (65,9 %). Die Lebensqualität hat ab- und die Belastung zugenommen, besonders deutlich für jüngere Pflegende, Frauen und Pflegende von Personen mit hohem Pflegebedarf. Diskussion Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass sich die Lebenssituationen pflegender Angehöriger während der COVID-19-Pandemie verschlechtert haben. Entscheidungsträger:innen sollten dies anerkennen und besonders betroffene Subgruppen pflegender Angehöriger unterstützen. Zukünftig ist es wichtig, die informelle häusliche Pflege ebenso wie Versorgungssettings der professionellen (Langzeit‑)Pflege in gesundheits- und sozialpolitische Pandemiekonzepte einzubeziehen.Wissenschaftlicher ArtikelBand:66Heft:3133
