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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Neu im Land : alternative Aufnahmemodelle zur Verbesserung des Schulerfolgs von Zugewanderten
    (2021-01)
    Es gibt in Deutschland unterschiedliche Aufnahmemodelle für Zugewanderte. Wie sie wirken, ist jedoch noch kaum untersucht. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass Zugewanderte deutlich häufiger die Schule ohne Abschluss verlassen und deutlich seltener ein Abitur erreichen. Mit steigendem Zuwanderungsalter steigt auch das Risiko, dass es den Schulen nicht gelingt, Jugendliche zum Schulerfolg zu führen. In diesem Arbeitspapier wird die Aufmerksamkeit auf Aufnahmemodelle gelenkt, die bisher so nicht in Deutschland praktiziert werden. Dabei wird über den Transfer von Erfahrungen aus dem schwedischen Lidingö und den Schulen im International Network for Public Schools in New York nachgedacht. Während das schwedische Beispiel auf ein rasches gemeinsames Lernen mit in Schweden aufgewachsenen Kindern und Jugendlichen setzt und dies umfangreich unterstützt, bieten die International Schools eine zielgruppenorientierte Lösung für im Jugendalter Zugewanderte, die es in jedem System besonders schwer haben.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Band:
      549  251
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Winnipeg – Inklusion und Wellbeing als zentrale Bausteine für Bildung im Kontext von Multikulturalität, Migration und Mobilität
    Zentrale Elemente des kanadischen Verständnisses einer inklusiven Sicht auf Schüler*innen sind die Orientierung am ganzheitlichen Wohlbefinden („wellbeing“) der Mitglieder einer Schule, an Bildungsgerechtigkeit im Sinne der Ausrichtung an den individuellen Bildungsbedarfen der Schüler*innen („equity“) unter umfassender Berücksichtigung von intersektional verstandenen Diversitätsdimensionen („diversity“).Inklusion beinhaltet damit auch die Aufmerksamkeit für ethnische und kulturelle Diversität, ausgedrückt in einer interkulturellen Orientierung, die ihre Ursprünge im kanadischen Selbstverständnis als Land des politisch deklarierten Multikulturalismus hat. Dessen wechselvolle Geschichte und aktuelle Umsetzung wird im bildungswissenschaftlichen Diskurs Kanadas mit dem Hinweis darauf, dass Anspruch und Wirklichkeit – insbesondere im Hinblick auf gleiche Bildungsrechte Indigener und die konsequente Anerkennung von Mehrsprachigkeit – durchaus auch kritisch betrachtet. In Winnipeg, der Hauptstadt der kanadischen Provinz Manitoba, spielen Migration und Mobilität eine zentrale Rolle für die Ausrichtung von Schule am Prinzip der Inklusion. Dort gibt es ein Aufnahmezentrumfür Neu-Zugewanderte, durch das in jüngster Zeit auch viele Geflüchtete nach Manitoba gekommen sind und einen hohen Anteil an z.T. Kanada intern mobilen indigenen Bevölkerungsgruppen. Auch temporär gedachte transnationale Mobilität gewinnt für Manitoba an Bedeutung, da die Regierung daran interessiert ist, internationale Schüler*innen als zahlende Gäste des kanadischen Schulsystems zu gewinnen. Wie schafft es die besuchte Schule, dem umfassenden Anspruch der Inklusion als zugleich förderndem und forderndem pädagogischen Ansatz gerecht zu werden? Welche Rolle spielen dabei multiprofessionelle Teams? Wie ist Schule in die Einwanderungspolitik der Provinz einbezogen? Inwiefern wird mit Eltern und Organisationen im Stadtteil zusammengearbeitet? Was bedeutet die Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit und der Verbrechen an der indigenen Bevölkerung für die Arbeit in der Schule? Diese Leitfragen bilden den Rahmen dieser explorativen Studie, basierend auf einem Forschungsbesuch der Gordon Bell High School in Winnipeg und ergänzenden Expert*inneninterviews. Zur Charakterisierung der nationalen und lokalen Rahmenbedingungen werden zunächst das Schulsystem und die Migrationssituation Manitobas mit Bezügen zur speziellen Ausprägung in Winnipeg vorgestellt. Anschließend wird am Beispiel der Gordon Bell High School in Winnipeg verdeutlicht, wie die umfassende Verantwortungsübernahme für gelungene Bildungsprozesse an einer Schule in einem von schwierigen sozialen Lagen geprägten Stadtteil in der Praxis gestaltet wird. In diesem Zusammenhang wird das von der Gordon Bell High School ausgehende Entwicklungskonzept des „Friedvollen Dorfes“ („Peaceful Village“) für den Stadtteil vorgestellt. Abschließend werden Impulse dieser explorativen Studie für die Diskussion und das Schulsystem in Deutschland vorgestellt.
    Bericht
    Band:
    Heft:
      893  468
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Transnationale Mobilität als Herausforderung einer Theorie der (deutschen) Schule. Theoretische Überlegungen zu institutionellen Wandlungsnotwendigkeiten
    Inklusion, weltgesellschaftliche und interkulturelle Öffnung von Schulen erfordern, dass auch die Bildungsbedarfe derjenigen berücksichtigt werden, die möglicherweise nicht ihr ganzes zukünftiges Leben in Deutschland verbringen werden, also transnational mobil sind. Transnationale Mobilität im diesem Sinn wird in Begriffsdiskussionen zu Transnationalität und Mobilität eingeordnet. Da sich die Bildungssysteme weltweit unterscheiden, müssten bei Mobilität vorausschauend Anschlüsse in andere Systemen vorbereitet werden, während zugleich eine Chancengleichheit im gegenwärtig besuchten System anzustreben ist. Aufbauend auf einem klassischen schultheoretischen Werk (Fend 2009) werden Schulfunktionen ausdifferenziertund Überlegungen angestellt, was beachtet werden muss, wenn der Nationalstaat nicht als einziger Bezugspunkt für gesellschaftliche und individuelle Schulfunktionen gewählt wird. Damit soll das Arbeitspapier sowohl einen Beitrag zur theoretischen Fundierung des Forschungs- und Entwicklungsprojekts Transnationale Mobilität in Schulen leisten als auch zur Weiterentwicklung der Schultheorie.
    Bericht
    Band:
    Heft:
      567  733
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Fachkompetenzen und Unterrichtssprache parallel entwickeln. Impulse aus Schweden für den Umgang mit neuzugewanderten Schüler*innen
    In der jüngeren Vergangenheit kamen in Schweden Kinder und Jugendliche aus dem Ausland in ähnlich hohem Maße neu an die Schulen wie in Deutschland. Allerdings lernen sie in Schweden in einem Gesamtschulsystem und leben in einer Gesellschaft, deren Migrationspolitik sich historisch von der deutschen unterscheidet. Dieses Arbeitspapier zeigt auf, welche Umgangsweisen mit Migration und Mobilität sich in der schwedischen Schule vor diesen Rahmenbedingungen herausgebildet haben. Ausgehend von einem Forschungsbesuch in Stockholm und aktueller Fachliteratur werden diesbezüglich verschiedene Aspekte beleuchtet. Die Aufnahme von Neuzugewanderten in die Schule erfolgt nach einem standardisierten Mapping-Verfahren. Innerhalb kurzer Zeit wird eine Diagnostik der wichtigsten Kompetenzen der neuen Schüler*innen durchgeführt, um das weitere Lernen bestmöglich planen und dabei auf individuelle Bedürfnisse eingehen zu können. Das Erlernen der Unterrichtssprache Schwedisch hat als Voraussetzung für unabhängige Teilhabe in der Schule einen sehr hohen Stellenwert. Jedoch können Schüler*innen parallel dazu ihre bereits erworbenen Kompetenzen ausbauen. Von Anfang an können sie am Fachunterricht teilnehmen und werden dabei im Bedarfsfall individuell von einer Person, die als Sprachmittler*in fungiert unterstützt. Außerdem wird die fortlaufende Entwicklung der Erstsprache durch ein curricular verankertes Unterrichtsangebot ermöglicht. Am Ende steht die Frage, was sich aus dem schwedischen Beispiel lernen lässt und welche Ideen neue Impulse für die Diskussion in Deutschland geben könnten.
    Bericht
    Band:
      484  424
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Transnationale Mobilität in Schulen. Blogbeiträge zu Schulbesuchen in Deutschland und weiteren Ländern
    In diesem Arbeitspapier sind Blogbeiträge über 12 Schulen in Deutschland und vier Schu-len im Ausland integriert. Sie wurden auf Grundlage von Gesprächen und Beobachtungen bei mehrtägigen Schulbesuchen im Projekt „Transnationale Mobilität in Schulen“ (Tra-MiS) angefertigt, die von März bis Oktober 2019 stattfanden. Die Beiträge richten sich an eine breite Öffentlichkeit und fassen zusammen, was die Besuchenden als besonders be-eindruckend und interessant erlebt haben. Sie bieten Einblicke in das Material eines lau-fenden Forschungs- und Entwicklungsprojektes und in die vielfältige Realität unterschied-licher Schulen. In den Beiträgen zeigt sich ein beeindruckendes Spektrum an Möglichkeiten, engagierte Lösungen für Schülerinnen und Schüler unter sehr unterschiedlichen Rahmenbedingun-gen zu finden. Unser besonderes Interesse galt dabei der Frage, wie mit Migration, Mehr-sprachigkeit und Mobilität – im Sinne potentieller zukünftiger Migration – umgegangen wird. Insgesamt bieten die Blogbeiträge eine anregende Vielzahl von Problemanzeigen, Handlungsmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven, die in ihrer Gesamtheit weiter-hin die Diskussionen im Forschungs- und Entwicklungsprojekt TraMiS befruchten sollen und daher hier noch einmal in einem Arbeitspapier gesammelt zugänglich gemacht wer-den. Zum Teil weisen sie schon auf Aspekte hin, die in den detaillierteren Analysen zu Vignetten mit Fallbeispielen transnationaler Mobilität aufgegriffen und vertieft werden.
    Bericht
    Band:
      340  247
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    (Transnationale) Mobilität in einer mehrsprachigen Region. Eine explorative Studie an einem deutschsprachigen Gymnasium im italienischen Bozen
    Dieses Arbeitspapier bietet einen Einblick in den schulischen Umgang mit Migration und Mobilität in der mehrsprachigen Provinz Bozen. Auf Grundlage eines explorativen Schulbesuchs und von Expert*inneninterviews wird u.a. auf das inklusive Schulsystem Italiens und auf Minderheitenrechte autochthoner Sprachgruppen in Südtirol eingegangen.
    Bericht
    Band:
      334  228
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Make Connections – ask questions : sprachsensible Schulen im Internationals Network for Public Schools in New York
    Wenn Jugendliche neu in ein Land mit einer anderen Sprache kommen, haben sie es oft schwer, einen qualifizierten Schulabschluss zu erreichen. Das gilt für die USA genauso wie für Deutschland. Ein Netzwerk von Schulen in den USA macht spezialisierte Angebote für solche spät Zugewanderten. Es führt die Jugendlichen überdurchschnittlich häufig zu einem High School Abschluss, der einen gleichberechtigten Zugang zum College und zu Berufsausbildun-gen ermöglicht. In diesem Arbeitspapier wird der Frage nachgegangen, worauf der Erfolg der Schulen beruht. Basis bildet eine Analyse der pädagogischen Literatur sowie explorative Schulbesuche mit Be-obachtungen und Gesprächen in New Yorker High Schools, die dem Netzwerk angehören. Nach einer kurzen Einführung in Migrationssituation und Schulsystem New Yorks werden in diesem Arbeitspapier anhand von drei Schulbeispielen wesentliche Merkmale der Netzwerk-schulen herausgearbeitet, die exemplarisch dargestellt werden: Die Schulen haben ein klares Konzept und setzen es mit einem engagierten Kollegium um, in dem Schulleitung, Lehrkräfte und andere Professionelle zusammenarbeiten. Das Team gestaltet den Fachunterricht nach dem regulären Curriculum und bereitet Unterrichtsprojekte interdisziplinär und kooperativ vor. Der Fachunterricht wird sprachsensibel gestaltet, so dass sich die Schüler*innen gleich-zeitig anspruchsvolle fachliche Inhalte und die englische Sprache aneignen können. Dazu werden auch gezielt Austauschmöglichkeiten mit anderen Schüler*innen geschaffen und die Nutzung der Herkunftssprache ermutigt. Nach dem Kennenlernen der Netzwerk-Schulen in New York liegt die Frage an das deutsche System nahe, wie bessere Wege zu einem anspruchsvollen Bildungsabschluss für mehrspra-chige Jugendlichen eröffnet werden können, auch wenn ihre Biographie Schulunterbrechun-gen aufweist und sie anfangs kaum Deutsch sprechen.
    Bericht
    Band:
      439  232
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    Schulischer Umgang mit transnationaler Migration und Mobilität. Rückschlüsse aus Empfehlungen der Kultusministerkonferenz seit den 1950er-Jahren
    Wie sind Schulen in der Vergangenheit mit grenzüberschreitender Migration und transnationaler Mobilität umgegangen, und wie gehen sie heute damit um? Die Beantwortung dieser Fragen wird durch die Vielfalt der normativen Regulierungen für die schulische Praxis erschwert. Um zumindest annäherungsweise einen Überblick über institutionalisierte Umgangsweisen zu geben, beschränkt sich dieses Arbeitspapier weitgehend auf die Analyse der Beschlüsse der Kultusministerkonferenz (KMK). Für unsere Fragen sind weniger die Folgen als die Ursachen und grundlegende inhaltliche Akzentuierungen der Empfehlungen interessant, denn sie geben Aufschluss darüber, wo im Hinblick auf den schulischen Umgang mit Migrati-on und Mobilität Handlungsbedarf gesehen wurde und was vorher nicht oder zumindest nicht einheitlich gehandhabt wurde. In diesem Arbeitspapier werden die wichtigsten in der Literatur diskutierten Empfehlungen unter dem hier interessierenden Aspekt der Transnationalität neu gelesen, strukturiert in Empfehlungen mit explizitem Migrationsbezug und Empfehlungen, die inhaltlich oder in ihrer Zielsetzung über den Nationalstaat hin-ausweisen und damit auch für transnationale Mobilität bedeutsam sein können. Ergänzend werden ausgewählte Studien zum besseren Verständnis herangezogen. Es zeigt sich, dass sich der Umgang von Schulen mit transnationaler Migration und Mobilität seit den 1950er-Jahren in vielen Aspekten grundlegend geändert hat. Die Aufnahme von Zugewanderten mit deut-scher und ausländischer Staatsangehörigkeit wurde zunächst in separaten Beschlüssen und Empfehlungen behandelt. Während Empfehlungen zu aus dem Ausland zugewanderten deutschen Staatsangehörigen ausnahmslos auf dauerhaften Verbleib in Deutschland ausgerichtet waren, waren die Empfehlungen in Bezug auf ausländische Staatsangehörige bis in die 1990er-Jahre überwiegend auf Rückkehr orientiert, bis sich Mitte der 1990er-Jahre ein Paradigmenwechsel zu einer interkulturellen Bildung für alle vollzog. Nachdem über Jahrzehnte nicht anerkannt worden war, dass die Zuwanderung nach Deutschland zu dauerhafter Einwanderung geführt hatte, richteten sich nun im Hinblick auf zugewanderte Schüler*innen alle Anstrengungen auf Bildung in der Perspektive dauerhaften Verbleibs in Deutschland. Dies gilt auch für Geflüchtete, ohne dass ihnen zugleich in der Migrationspolitik eine dauerhafte Bleibeperspektive eingeräumt wird. Dass Deutschland ein Land mit umfangreichen Beziehungen ins Ausland ist, wird auch in KMK-Empfehlungen ohne Bezug auf Zuwanderung deutlich. So ist seit den 1960er-Jahren das Erlernen von Englisch als Lingua Franca Pflicht für alle Schüler*innen. Mit Fremdsprachenunterricht, aber auch mit Europabildung und Globalem Lernen wird das Leben in einer interdependenten Welt betont und zugleich eine Migrationsperspektive in andere Länder eröffnet. Deutsche Auslandsschulen, bilinguale Schulen und internationale Schulen, die oft nur mit erheblichem Schulgeld zugänglich sind, eröffnen grenzüberschreitende Kommunikations- und Migrationsmöglichkeiten für Qualifizierte und finanziell entsprechend Situierte. Es scheint, als ob von in Deutschland sozialisierten Kindern zunehmend eine grundlegende Offenheit gegenüber der Welt erwartet und eine explizite Ausrichtung auf Transnationalität nur wenigen Privilegierten zugedacht wird, während zugleich von zugewanderten Kindern eine Fokussierung auf ein Lernen für ein Leben in Deutschland erwartet wird, das zugleich – rein aufenthaltsrechtlich – nicht für alle vorgesehen ist. Hier liegen Widersprüche, über deren Auflösung nachgedacht werden muss.
    Buch
    Band:
      593  486
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Kollegien erweitern - Ein Plädoyer für mehr Berufe und Sprachen in der Schule der Migrationsgesellschaft
    (2021-05-10)
    Gesellschaftliche und bildungspolitische Entwicklungen verdeutlichen zunehmend den Be-darf, an Schulen zusätzliches pädagogisches Personal einzustellen. Insbesondere im Kon-text von Inklusion und Ganztag wird dies bereits vielfach realisiert und unter dem Stichwort multiprofessionelle Kooperation diskutiert. In diesem Arbeitspapier wird diese Diskussion durch eine inklusive Perspektive ergänzt, welche auch die Bedarfe transnational mobiler Schüler*innen berücksichtigt. Es werden Möglichkeiten einer Ausdifferenzierung schuli-scher Berufe im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit exploriert. Dabei wird auch auf aktuelle Beispiele zur Erweiterung schulischer Kollegien auf Länder- und Schulebene sowie im internationalen Kontext eingegangen. Insgesamt zeigt sich, dass es insbesondere den Assistenzkräften an Schulen an Professionalisierung und langfristigen Perspektiven man-gelt. Aus dem internationalen Kontext können Anregungen für Spezialisierungen im Bereich Migration und Mehrsprachigkeit gewonnen werden.
    Buch
    Band:
      637  298
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    Item-typ:Veröffentlichung,
    Auf die Haltung kommt es an! : ein Essay zur Relevanz einer professionellen Haltung für die Umordnung von Bildungsprozessen im Kontext von Migration und Transnationalität
    Dieses TraMiS-Arbeitspapier, das die Form eines Essays hat, will Impulse für die Entwicklung einer differenzsensiblen und diskriminierungskritischen Haltung von Lehrer*innen in der Schule im Kontext von Transnationalität und Migration geben. Praktische Beispiele aus dem Schulalltag zum Umgang mit Mehrsprachigkeit, Transnationalität und religiöser Pluralität verdeutlichen, wie wichtig eine differenzsensible und diskriminierungskritische Haltung für eine respektvolle Interaktion mit Schüler*innen ist. Der Reflexion über die im Schulalltag oft unbewusst artikulierten Einstellungen und Annahmen über eine migrationsbedingte Besonderung von Schüler*innen kommt hierbei eine wichtige Rolle zu. Für die Anbahnung einer solchen Reflexion können allgemeine erziehungswissenschaftliche Diskurse zu Haltung als zentralem Bestandteil pädagogischer Professionalität herangezogen werden, die dieser Beitrag in einer migrationsgesellschaftlichen Perspektive weiterentwickelt. Danach müssen sich Lehrer*innen auch mit gesellschaftspolitischen Diskursen zu Migration und Bildung auseinandersetzen, weil sie darin zwangsläufig involviert sind. Nur wenn sie sich verdeutlichen, wie ihre eigene Wahrnehmung gesellschaftlich beeinflusst wird und wie sie selbst wahrgenommen werden, können sie die Offenheit und Sensibilität erwerben, die sie brauchen, um den Bildungsbedürfnissen und -interessen ihrer Schüler*innen pädagogisch professionell gerecht zu werden.
    Buch
    Band:
      1046  861