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    Grenzen überwinden. Archäologie zwischen Disziplin und Disziplinen
    Grenzen überwinden. Archäologie zwischen Disziplin und Disziplinen Festschrift für Uta Halle zum 65. Geburtstag
    Sonstige
    Band:
      262  193
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    Forensische Archäologie: Grabungen am Bunker „Valentin“
    (VML Verlag Marie Leidorf, 2021-11-18) ;
    Der Bunker „Valentin” ist die Ruine einer U-Boot-Werft der deutschen Kriegsmarine aus dem Zweiten Weltkrieg. In den Jahren 1943–1945 wurden hier Tausende von Zwangsarbeiter*innen aus ganz Europa eingesetzt. Bis zu 1.600 von ihnen starben während der Bauarbeiten an Unterernährung, Krankheiten und willkürlichen Tötungen. 2011 begann die Umgestaltung des Geländes zum „Denkort Bunker Valentin“ in der Trägerschaft der Landeszentrale für politische Bildung Bremen. Die didaktische Arbeit und die Informationsangebote zielen darauf ab, den ursprünglichen Zusammenhang zu Zwangsarbeit und nationalsozialistischem Lagersystem wieder sichtbar zu machen und den Bunker als das wieder zu zeigen, was er ist: ein Tatort. Dabei spielt das Konzept der „forensischen Pädagogik“ eine zentrale Rolle: Die baulichen und materiellen Überreste der ehemaligen Konzentrationslager und der heutigen Gedenkstätten dienen als Beweise für die nationalsozialistischen Gewaltverbrechen, die dort stattgefunden haben.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Band:
      254  191
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    Ziegelton-Lichtersteine aus Brandenburg an der Havel
    (VML Verlag Marie Leidorf, 2021-11-18) ; ;
    Der Aufsatz stellt fünf sog. Lichtersteine – runde Backsteinscheiben mit Schälchen – aus Branden­burg an der Havel vor, die im Schwerpunkt in das 15./16. Jh. zu datieren sind und gemeinhin als Öllampen gedeutet werden. Sie werden nach ihrem Fundkontext, ihren Merkmalen und Gebrauchsspuren beschrieben und hinsichtlich der Frage nach ihrer genaueren Zeitstellung, ihrem Gebrauch in profanem oder sakralem Zusammenhang, der sozialen Stellung ihrer Nutzer und ihren Gebrauchseigenschaften untersucht. Zur Klärung der letztgenannten Fragestellung wurde eine Nachbildung angefertigt und mit verschiedenen Brennstoffen entzündet.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Band:
      323  157
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    Dead capital in modern medical archaeology
    (VML Verlag Marie Leidorf, 2021-11-18)
    On the basis of dissected cadavers archaeologically recorded from 40 sites in German- and English-speaking countries, this article examines the economic processes of corpses in the area of conflict between supply, demand and distribution in the 18th/19th centuries. I will answer questions about the recognition of corresponding finds as well as their locations, about the actors involved and their networks. The focus is also on the costs associated with individual work steps in anatomy and how these affected the handling of the dead. It can be postulated that the mode of burial of anatomy cadavers reflects both monetary and social aspects directly related to a form of objectification.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Band:
      211  174
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    Ein Traum von Chasarien: T. J. Arne in Russland (1912–1913)
    (VML Verlag Marie Leidorf, 2021-11-18)
    Die Forschungsreisen des schwedischen Archäologen T. J. Arne in Russland in den Jahren 1912 bis 1913 hatte zwar mehrere Ziele, aber die Nachforschungen zu den archäologischen Hinterlassenschaften der Chasaren war eines der wichtigsten. Die Forschungen Arnes beschränkten sich nicht auf Studien in Museumssammlungen, sondern umfassten auch angeblich chasarische Katakombengräber in der Nähe von Char’kov und den kühnen Versuch, die chasarische Hauptstadt Itil an der unteren Wolga aufzuspüren. Es gelang Arne, chasarische Artefakte in Grabkontexten zu untersuchen, die Ausgrabungen im Wolga-Delta lieferten jedoch ausschließlich Material aus der Zeit der Goldenen Horde. Es ist verständlich, dass diese Bemühungen nur begrenzten Erfolg hatten. Die mutmaßliche Fragestellung Arnes war jedoch in ihrer Komplexität beeindruckend.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Band:
      228  155
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    Nationalsozialismus und Vor- und Frühgeschichte – eine unveröffentlichte Zeugenbefragung
    (VML Verlag Marie Leidorf, 2021-11-18)
    Michael Kater und Reinhard Bollmus verdankt die archäologische Forschung in Deutschland die erste zeitgeschichtliche Auseinandersetzung mit dem Fach Vor- und Frühgeschichte im NS-Staat nach Kriegsende. Ihre Erkenntnisse prägten in einer grundsätzlich dialektisch, d. h. in angenommenen Gegensätzen angelegten Sicht, die Wertungen innerhalb der Vorgeschichtsdisziplin im Unrechtsstaat bis heute. Dabei bestimmte im Wesentlichen ein Fokus auf zwei konkurrierende Wissenschaftlergruppen – das „Amt Rosenberg und seine Gegner“ auf der einen und das „SS-Ahnenerbe“ unter Heinrich Himmler auf der anderen Seite – die Diskussion. Neu aufgetauchte Quellenbelege und eine Durchsicht der beiden vor mehr als 50 Jahren, zwischen 1963 und 1968, entstanden Standardwerke regen zu einer Nachbetrachtung an.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Band:
      263  235
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    Die Weser – ein bedeutender Kommunikationsweg der römischen Kaiserzeit im Spiegel aktueller Forschungen
    (VML Verlag Marie Leidorf, 2021-11-18)
    Bereits seit vielen Jahrzehnten erregen im Römischen Reich hergestellte Gegenstände, die verstärkt entlang der Uferzonen von Ems, Elbe und Weser gefunden wurden, die Aufmerksamkeit der Forschung. Sie zeigen deutlich, dass den Wasserwegen in den stark durch Moore und Niederungen geprägten Landschaften eine besondere Rolle als Kommunikations- und Transportrouten zukam. Wie aktuelle Forschungen zeigen, kam dabei der Mündung der Weser in die Nordsee sowie den Mündungen der Hunte und der Aller in die Weser besondere Bedeutung zu. Durch die Anwendung eines interdisziplinären, aus Geophysik, Geologie, Bodenkunde, Paläobotanik und Archäologie entlehnten Methodenkanons ist es seit 2010 vor allem für das Mündungsgebiet und den unteren Abschnitt der Weser gelungen, zahlreiche neue Erkenntnisse über die wirtschaftlichen Systeme und gesellschaftlichen Strukturen zu gewinnen, die sich entlang des Flusses während der römischen Kaiserzeit herausbilden konnten und die die Grundlage für die erkennbare überregionale Kommunikation bildeten.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Band:
      268  302
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    Friedrich Walburg (1890 –1967) – Gründer der Bremer Gesellschaft für Vorgeschichte
    (VML Verlag Marie Leidorf, 2021-11-18)
    Mit seinem beruflichen Wirken in vier deutschen Epochen von der Kaiserzeit bis in die frühe BRD hinein erlebte der Bremer Pädagoge und Vorgeschichtler Friedrich Walburg eine äußerst wechselhafte Lebenszeit. Als engagierter Studienrat arbeitete er sein ganzes Leben lang für die Modernisierung des Geschichts- und Oberstufenunterrichts. Seine historischen Arbeitshefte waren in der gesamten BRD verbreitet. Er nutzte aber nicht nur die Freiheit der Weimarer Republik und der BRD, sondern dazwischen auch den germanozentrierten Ansatz des Nationalsozialismus, um seine vorgeschichtlichen Interessen zu konsolidieren – für sich persönlich, für seine Schüler und in zwei Anläufen auch für die Öffentlichkeit: einmal 1936 mit der Gründung des Kreisrings Bremen als Zweigstelle des Reichsbundes für Deutsche Vorgeschichte (RfDV) und später in der BRD durch den gemeinschaftlichen Aufbau der Bremer Gesellschaft für Vorgeschichte mit Karl Brandt. Viele Jahrzehnte brachte Walburg dadurch die lokale wie internationale Archäologie mit Lichtbildvorträgen, Exkursionen, Zeitungsartikeln und Publikationen den interessierten Bremerinnen und Bremern näher.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Band:
      214  153
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    Ein frühmittelalterliches Pressblech aus Obrigheim (Rheinland-Pfalz)
    (VML Verlag Marie Leidorf, 2021-11-18) ;
    Berserkertum im Merowingerreich? Dafür hat man seit drei Forschungsgenerationen eindrückliche Belege parat: Die Pressbleche von Obrigheim und Gutenstein. ‚Wolfskrieger‘ scheinen dadurch nicht nur im skandinavischen und angelsächsischen Raum, sondern auch im christlichen Südwestdeutschland nachgewiesen. Die Jubilarin wurde durch ihre kritische Auseinandersetzung mit der Reenactmentgruppe „Ulfhednar“ mit dieser Vorstellungswelt hautnah konfrontiert. Der Artikel versucht – ausgehend vom Obrigheimer Fund – die Geschichte der Deutung dieser Bildwerke aufzurollen und einen neuen Interpretationsansatz zu bieten.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Band:
      285  285
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    Gab es Duckdalben am Bremer Markt?
    (VML Verlag Marie Leidorf, 2021-11-18)
    Die ältere Bremer Forschung zur frühstädtischen Entwicklung hängt einigen paradigmatischen Ansichten nach. Dies geschieht teils unterbewusst, teils im Bemühen um eine Bedeutung des eigenen Forschungsgegenstandes. Befördert werden sie durch einen Mangel an schriftlichen, archäologischen, aber durchaus auch geologischen Quellen. Der Gründungsmythos um Karl dem Großen schwebt nach wie vor über allem. In der Frühmittelalterforschung über die Etablierung der sächsischen Bistümer und Klöster wurde zuletzt ein Paradigmenwechsel eingeleitet, den sich auch andere Disziplinen zum Vorbild nehmen können. Der Beitrag skizziert aus diesem Bewusstsein heraus die frühstädtische Entwicklung Bremens einschließlich seines Hafens.
    Wissenschaftlicher Artikel
    Band:
      209  142